“Ich werde sterben”: Streamerin schließt sich aus Angst vor Stalker in Hotelzimmer ein

Jinnytty musste sich in ihrem Hotelzimmer einschließen, als ein Mann versuchte, einzubrechen.

Jinnitty Twitch
Was für ein beängstigendes Erlebnis | © Jinnytty Twitch

Allein zu reisen, insbesondere als Frau und als Online-Persönlichkeit, kann sehr gefährlich sein. Die Twitch-Streamerin Jinnytty musste diese Gefahr am eigenen Leib erfahren, als sie gezwungen war, sich in ihrem Hotelzimmer einzuschließen, weil ein Mann versuchte, einzubrechen, um an sie heranzukommen.

Jinnytty streamt, wie sie sich in ihrem Zimmer verbarrikadiert

Yoo Yoon-jin, online bekannt als Jinnytty oder, wie ihre Fans sie nennen, Jinny, ist eine beliebte Streamerin mit 1,1 Millionen Followern auf Twitch. Sie überträgt oft ihre Reisen und Abenteuer, so wie auch dieses Mal, als sie sich auf eine Mission namens „Wobblethon“ begab, um 1500 km von Polen nach Rumänien mit dem Rad zu reisen. In der Nacht des 13. Mai übernachtete sie in Rozdziele, einem kleinen Dorf in Polen.

In dieser Nacht, kurz nachdem ihr für diesen Tag geplanter Stream beendet war, ging Jinny überraschend wieder live. Auf dem Bildschirm war ein Stuhl zu sehen, der unter den Türgriff ihres Hotelzimmers geschoben worden war. Jinny weint leise, während ein Knallen zu hören und ein Schatten vor ihrer Tür zu sehen ist.

Ihre Zuschauer sahen dies, machten sich sofort Sorgen um ihre Sicherheit und drängten sie, die Polizei zu rufen. Jinny erzählt, dass der Mann vor ihrer Tür lange geklopft habe und, als sie nicht antwortete, versucht habe, einzubrechen. Sie sagt auch, er sei kurz nach Ende des Streams gekommen und wahrscheinlich ein Zuschauer gewesen.

Nachdem sie eine Weile gezögert hatte, rief Jinny schließlich die Polizei an und schilderte ihnen die Situation, doch diese wiesen sie lediglich an, erneut anzurufen, falls er nochmals versuchen sollte, einzudringen. Glücklicherweise sah ein polnischer Streamer namens Mokrysuchar, was vor sich ging, und versprach, sie abzuholen und in eine andere Stadt zu bringen.

Während sie auf Hilfe wartet, beginnt die verängstigte Streamerin, über ihren „Stalker“ zu sprechen. Sie sagt:

Er sah aus wie ein netter Typ, er sah aus wie ein harmloser Typ. Er klopfte an die Tür und fragte, ob ich fünf Minuten Zeit hätte, sobald ich mit dem Streamen fertig war - offensichtlich war er ein Zuschauer, der darauf gewartet hatte, dass ich fertig werde.

Etwa eine Stunde verging, bevor die Polizei und Mokrysuchar schließlich eintrafen und Jinny aus ihrem Zimmer befreiten.

Den gesamten Stream könnt ihr hier ansehen.

Der Stalker war ein Fan?

Als Jinny bei Mokrysuchar in Sicherheit war, begann sie, in ihrem Stream weitere Details zu erzählen. Wie sie bereits sagte, war der "Stalker" wahrscheinlich ein Zuschauer. Sie hatte sich am Abend in der Lobby des kleinen Hotels aufgehalten, um den Schlüssel für die Eingangstür zurückzugeben, als der Mann schnell auf sie zukam. Sie fragte ihn, ob er hereinkommen wolle, was er bejahte, wobei er sagte, er sei ein Gast des Hotels. Er fragte außerdem, ob sie noch streame. Die beiden unterhielten sich kurz, bevor sich der Mann verabschiedete, nicht ohne nachzuhaken, ob er sie „später treffen“ könne, worauf Jinny antwortete, dass sie beschäftigt sei.

Die Streamerin vermutet, dass der Mann ihren Stream verfolgt und auf dessen Ende gewartet hat, da er begonnen hatte, anzuklopfen, direkt nachdem die Übertragung beendet worden war.

Ich hatte gehofft, dass dieser Typ auch wieder geht, aber er wollte einfach hereinstürmen. Deshalb habe ich angefangen zu streamen. Deshalb dachte ich: ‚Heilige Sch***, ich werde sterben.‘

Sie erklärt, dass es der Mann selbst war, der offenbar auch die Polizei gerufen hatte, um zu sagen, dass er „im Hotel eingeschlossen sei und nicht herauskomme“. Aber er floh, bevor die Polizei bei Jinny eintraf.

Die Streamerin möchte ihre Reise nach Rumänien fortsetzen, doch Fans sind nun besorgter denn je um ihre Sicherheit und raten ihr, vielleicht nicht mehr alleine zu reisen. Der beängstigende Vorfall ist eine weitere Erinnerung an die sehr realen Gefahren, denen Streamer ausgesetzt sein können, wenn sie ihren Standort und ihren Alltag in Echtzeit online teilen. Während Jinnytty dank der schnellen Hilfe von anderen Creatoren und der Polizei unverletzt davonkam, hat diese Erfahrung viele Fans dazu gebracht, sich zu fragen, wie sicher das Streamen von Solo-Reisen wirklich sein kann.

Nora Weirich

Schon als Kind hat Noras Vater ihre Begeisterung für Videospiele und alles was damit zu tun hat geweckt. Dazu kommt eine viel zu hohe Bildschirmzeit, weshalb sie so gut wie alles mitbekommt, was online so passiert und eine Vorliebe für das Schreiben, die sie durch ihr Philosophiestudium entdeckt hat. So kann sie all ihre Leidenschaften bei Earlygame verwirklichen....