Vom Flüchtling an die Elite-Uni: Fastfood-Mitarbeiter darf Potenzial ausschöpfen, weil Chef Geld für ihn sammelte

Eine herzergreifende Geschichte die zeigt, dass ein wenig Achtsamkeit für einander jedes Leben bereichern kann.

Wendys Mitarbeiter Yale You Tube Inside Edition
El-Sehrawey und Smily wollten ihrem loyalen Mitarbeiter mehr als nur eine kleine Chance bieten. | © YouTube / Inside Edition

Als Jugendlicher kam er aus Brasilien um vor Gewalt und Armut in seiner Heimat zu fliehen. Sein Chef in einem Fastfood-Restaurant erkannte sein Potenzial und förderte ihn, damit er nun seinen Abschluss an einer Elite-Universität machen kann.

Manchmal braucht es nur einen, der hilft

Vom Schichtleiter in einem Fast-Food-Restaurant an eine der renommiertesten Universitäten der Welt: Die Geschichte des 23-jährigen Thalles DeSouza geht derzeit viral und zeigt, wie eine einzige Chance einen kompletten Lebensweg verändern kann.

DeSouza kam als Jugendlicher aus Brasilien in die USA. Seine Kindheit und Jugend als Waise waren von schwierigen Lebensumständen und Gewalt geprägt. 2016 überlebte er eine Schießerei und fasste den Beschluss, nach Massachusetts zu ziehen, wo er sich ein neues Leben aufbauen wollte. Noch während seiner Highschool-Zeit begann DeSouza in einer Wendy’s-Filiale auf Cape Cod zu arbeiten. Dort überzeugte er seine Vorgesetzten offenbar schnell durch seinen Einsatz und seine Zuverlässigkeit. Bereits als Schüler wurde er zum Shift Manager befördert.

Doch seine Chefs Usama El-Sehrawey und Ernest Smily sahen in ihm mehr als nur einen engagierten Mitarbeiter. Da ein Studium für DeSouza finanziell kaum möglich gewesen wäre, entschieden sich die beiden Unternehmer dazu, seine Ausbildung an einem örtlichen Community College zu finanzieren.

Diese Unterstützung sollte sein Leben verändern.

Drei Jahre lang studierte DeSouza am Community College und erzielte dort so gute Leistungen, dass er sich schließlich bei einigen der renommiertesten Universitäten der USA bewarb.

Die überraschende Zusage von Yale

Im Mai 2026 folgte dann die Nachricht, mit der er selbst kaum gerechnet hatte: Die Yale University nahm ihn auf. Damit nicht genug. DeSouza erhielt zusätzlich finanzielle Unterstützung, die seine Studienkosten an Yale abdecken soll. Im Herbst wird er dort Political Science studieren und Human Rights als Nebenfach belegen.

Langfristig verfolgt der 23-Jährige ein klares Ziel: Er möchte Anwalt werden. Denn auch wenn ihm zu Beginn seines Lebens so übel mitgespielt wurde, glaubt er an die Gerechtigkeit und möchte in Zukunft seinen Beitrag leisten.

Aus einem Job bei Wendy’s wurde damit eine Chance auf Bildung, aus dieser Chance schließlich ein Studienplatz an einer der angesehensten Universitäten der Welt und aus DeSouzas Geschichte der Beweis dafür, dass ein klein wenig Offenheit und Unterstützung ausreichen können, damit ein Mensch, dem zunächst alle Wege verbaut schienen, einen wertvollen Teil zur Gesellschaft beitragen kann.

Daniel Fersch

Daniel schreibt über so ziemliches alles, was mit Games, Serien oder Filmen und (leider) auch fragwürdigen Streamern zu tun hat – insbesondere, wenn es dabei um Nintendo, Dragon Ball, Pokémon oder Marvel geht....