15 Videospiele, bei denen du nicht ahnst, dass sie aus Deutschland kommen
15 Videospiele, bei denen du nicht ahnst, dass sie aus Deutschland kommen
Wenn es um das Erscheinen fesselnder Spiele geht, hat man Deutschland selten auf der Bingokarte. Dabei haben sich deutsche Studios schon längst als feste Größe etabliert, egal ob es um hitzige Shooter, immersive Rollenspiele oder knifflige Strategietitel geht. Hier sind 15 Spiele, die wohl die wenigsten Leute mit deutschen Entwicklern in Verbindung bringen würden.
EarlyGame wünscht viel Spaß beim Entdecken! | © THQ Nordic | Plaion GmbH Entertainment | Focus Home Interactive
15. Park Beyond (2023)
Mit Park Beyond bringt das Entwicklerstudio Limbic Entertainment frischen Wind in das klassische Aufbau-Genre. Das intuitive Bausystem lässt Kindheitsträume wahr werden und ermöglicht spektakuläre Achterbahnen, auf die man seine ahnungslosen Besucher schickt. Die charmante Kampagne rund um die Rettung pleitegegangener Parks fungiert dabei nicht nur als Tutorial, sondern gibt dem bunten Treiben einen echten Sinn. Einzig hartnäckige Bugs und unrunde Gameplay-Mechaniken bremsen den ambitionierten Freizeitpark-Manager aus. | © Bandai Namco Entertainment
14. Atlas Fallen (2023)
Atlas Fallen entführt Spieler in eine zerklüftete Sandwüste voller Ruinen einer untergegangenen Zivilisation. Zum gemütlichen Erkunden bleibt jedoch kaum Zeit, da monströse Kreaturen wie riesige Krabben unerwartet aus den Dünen brechen und zum Duell fordern. Statt auf klassisches Hack-and-Slash setzt das Kampfsystem auf eine dynamische Momentum-Leiste, über die sich mächtige Essenzstein-Fähigkeiten aktivieren lassen. Zusammen mit der enormen Bewegungsfreiheit ermöglicht dieses System vielfältige Builds. Leider krankt das Action-RPG auf Dauer an monotonen Quests, zu wenig Gegnervarianz und einer eher blassen Story. | © Focus Home Interactive
13. Lords of the Fallen (2014)
Das originale Lords of the Fallen von 2014 entspringt mehrheitlich der Feder des Frankfurter Entwicklerteams Deck13, während die Polen von CI Games als Mitentwickler und Publisher fungierten. Durch diese Zusammenarbeit erschien lange vor dem großen „Soulslike“-Hype einer der ersten mutigen Versuche, das Erfolgsrezept von Dark Souls zu kopieren; ein Wagnis, das letztlich sogar mit dem Deutschen Entwicklerpreis gekrönt wurde. Während grundlegende Mechaniken und die düstere Atmosphäre stark an das große Genrevorbild erinnern, setzt das Action-RPG mit einem riskanten Erfahrungspunkte-Multiplikator, der den Verzicht auf das Rasten an Kontrollpunkten belohnt, eigene Akzente. Das Kampfsystem setzt auf extreme Wucht und spürbares Gewicht der Rüstungen, was sich im Vergleich zur Konkurrenz allerdings oft zu träge anfühlt. Durch teils repetitive Bosskämpfe, ein unpräzises Trefferfeedback und blasse Charaktere landet der Titel im Gesamtranking letztlich trotz seiner Vorreiterrolle auf den hinteren Plätzen. | © CI Games
12. Ryse: Son of Rome (2013)
Wie man schon an der Eigenschreibweise erkennt, handelt es sich bei Ryse: Son of Rome um einen waschechten Blockbuster aus dem Hause Crytek. Das Frankfurter Studio bewies bereits im Jahr 2013, welche grafischen Meisterleistungen möglich sind, sodass man hier fast einen spielbaren Kinofilm vor sich hat. Ein derart eindrucksvoll umgesetztes antikes Rom sieht man in der Gaming-Landschaft zudem vergleichsweise selten. Trotz all der visuellen Bildgewalt krankt der Titel jedoch an einem recht monotonen Gameplay, das sich größtenteils auf Angreifen, Blocken und Ausweichen beschränkt. Auch die gewöhnungsbedürftige Kameraführung handelte sich zum Release deutliche Kritik ein. | © Crytek
11. Elex (2017)
Mit Elex wagen sich die Erschaffer der legendären Gothic-Reihe in Sci-Fi-Territorium vor, ohne dabei ihre tiefen Fantasy-Wurzeln zu vergessen. Eine nahtlose Open World, die vertikale Erkundung per Jetpack, sowie tief verzweigte Quests zeigen selbst großen AAA-Studios, wo der Hammer hängt. Ergänzt wird das Abenteuer durch ein weitreichendes Entscheidungssystem rund um das „Kälte-Meter“, das den Charakter dynamisch zwischen Emotion und reiner Logik pendeln lässt. Wer die spürbaren Einstiegshürden des gewöhnungsbedürftigen Kampf-, Skill- und Inventarsystems meistert, wird mit einer faszinierend lebendigen Welt belohnt. In diesem gewohnt rauen Piranha-Bytes-Rollenspiel lassen sich problemlos dutzende Stunden voller spielerischer Freiheit versenken. | © THQ Nordic
10. Harold Halibut (2024)
Auf dem zehnten Platz befindet sich ein Spiel, das aufgrund seiner einzigartigen Stop-Motion-Ästhetik ganze zehn Jahre in der Entwicklung verbracht hat. Für das Adventure wurden alle Objekte und Charaktere zunächst in aufwändiger Handarbeit real modelliert und anschließend digitalisiert. Das Setting ist hochgradig originell: Man erkundet ein gigantisches Raumschiff, das auf der Suche nach einer Ersatz-Erde auf einem Wasserplaneten bruchgelandet ist. Das Gameplay ist bewusst seicht gehalten, da das Kennenlernen der skurrilen Charaktere und die emotionale Story im Vordergrund stehen. | © Slow Bros.
9. Destroy All Humans! (Remake) (2020)
Bei einer Alien-Invasion gilt es normalerweise, die Erde vor den ungebetenen Gästen zu retten. Destroy All Humans! dreht den Spieß jedoch um und lässt Spieler als Alien Crypto-137 im überzeichneten USA der 50er-Jahre Chaos stiften. Das Spiel ist eine bitterböse Karikatur, die vom Redneck bis zum Highschool-Schüler jedes Klischee genüsslich aufs Korn nimmt. Dieser Irrsinn zieht sich wie ein roter Faden durch das Gameplay der insgesamt 22 Missionen. Dank des Comic-Stils wirken absurde Aktionen wie Entführungen und Gehirnwäschen saulustig und leicht makaber zugleich. | © THQ Nordic
8. Chorus (2021)
Auch wenn man es heutzutage kaum glauben mag: Arcadige Space-Shooter waren mal extrem populär! Dank Fishlabs, einem traditionsreichen Studio aus Hamburg, bekommt das Genre überraschend Nachwuchs; und das in einem modernen, beeindruckenden Grafikgewand. Während viele vergleichbare Weltraumabenteuer eher in Richtung komplexer Simulationen abdriften, gibt sich Chorus bewusst zugänglich. Ein simples Upgradesystem, gerade einmal drei Waffentypen und eine extrem wendige Steuerung erleichtern den Einstieg spürbar. Obendrauf gibt es eine packende Story serviert, die sich elegant neben dem rasanten Geballer im Orbit entfaltet. | © Plaion GmbH
7. The Surge 2 (2019)
Für die meisten Genrefans gehört ein Soulslike zu einem düsteren Fantasy-Setting wie die sprichwörtliche Butter aufs Brot. Dass diese Erfolgsformel allerdings auch in einem dystopischen Sci-Fi-Szenario hervorragend funktioniert, stellt The Surge 2 eindrucksvoll unter Beweis. Der große spielerische Kniff liegt darin, dass weder stumpfes Draufhauen noch simples Blocken ans Ziel führen. Stattdessen visiert man im Kampf ganz gezielt einzelne Körperteile der Gegner an, um flinke Feinde per Beintreffer zu verlangsamen oder über gezielte Armtreffer begehrte Waffen zu erbeuten. Als taktischer Ausgleich ist das Abwehren von Angriffen richtungsgebunden, was zusammen mit einer hilfreichen Fernkampf-Drohne für ein Gameplay sorgt, das förmlich süchtig macht. | © Focus Home Interactive
6. Tropico 6 (2019)
"Ich bin Herscheeeer - Totalitäääär" - so hat Game One die Prämisse von Tropico bereits vor 12 Jahren treffend besungen. Dass der sechste Teil der Reihe auf Platz 6 und damit im vordersten Drittel landet, ist nicht ohne Grund: In kaum einem anderen Aufbausimulator kann man seinen intrusiven Gedanken derart freien Lauf lassen. Für El Presidente ist nämlich das Herrschen über ein ganzes Archipel, das halten überzeugender Wahlkampfreden, sowie das Entwenden von Denkmälern ein Klacks. Dank des Mehrspielermodus für bis zu 4 Abgeordnete, kann sich niemand mehr dem Einfluss des Inselreichs entziehen. | © Kalypso Media Group GmbH
5. Spec Ops: The Line (2012)
Spec Ops: The Line gilt bis heute als subversiver Geheimtipp unter den Militär-Shootern. Statt Krieg zu verherrlichen, thematisiert das Spiel das Leid von Zivilisten und den mentalen Verfall der Soldaten. Während der legendäre Plottwist im Gedächtnis bleibt, enttäuscht das spielerische Fundament durch lieblose Mechaniken. Kritiker streiten bis heute darüber, ob dieses flaue Gameplay eine bewusste Designentscheidung war. Da der Titel mittlerweile von Steam entfernt wurde, droht das narrative Meisterwerk endgültig in Vergessenheit zu geraten. | © Take-Two Interactive Software
4. Enshrouded (2024)
Mit Enshrouded zeigen die Frankfurter von Keen Games wie Early Access geht: Offenheit für Feedback, stabile Performance und vollwertiger Content von Tag eins an. Die Mischung aus Survival und Fantasy funktioniert ebenfalls besser, als sie auf dem Papier für manchen klingen mag. Der Clou an der Geschichte ist aber das Miasma: eine Art Nebel, der die Spielwelt Embervale verschlingt. Die Uhr tickt, sobald man hineingeht und es bleiben einem standardmäßig nur 5 Minuten bis zum sicheren Tod - vorausgesetzt mutierte Gegner sorgen nicht schon wesentlich früher dafür. Da sich dort aber auch wertvolle Ressourcen farmen lassen, entsteht eine interessante Balance aus Zuckerbrot und Peitsche. | © Keen Games GmbH
3. Hunt: Showdown 1896 (2019)
Hunt: Showdown eröffnet die Top 3 mit einem Extraction Shooter, der das zuweilen überfrachtete Genre komplett neu denkt. Wie es die Jahreszahl im Titel bereits verrät, wird man hier in ein historisches Setting versetzt, bei dem jeder Feindkontakt potenziell das dauerhafte Ableben des mühsam rekrutierten Jägers zur Folge haben kann. Während man mit diesem Gewissen durch sumpfige Flussarme watet, muss man besonders die Ohren spitzen: das ausgefeilte Audio-Design agiert nämlich wie eine Art Radar, das Gefahren rechtzeitig erkennbar macht. So kann man als aufmerksamer Spieler verschiedene Monster und feindliche Jäger aufspüren, um sie zu umschleichen oder zu erledigen. Abgerundet wird das Ganze von wuchtigen, zeitgemäßen Waffen und einem dynamischen Wettersystem. | © Crytek GmbH
2. Signalis (2022)
Signalis wärmt keine alten Survival-Horror-Klischees auf; es ist ein Liebesbrief an ein Genre, das es nur noch selten in Reinform gibt. Dank des innovativen Settings und der liebevoll gestalteten Pixelgrafik geht dieser "aus Alt mach Neu"-Ansatz voll auf. So steuert man die Androidin Elster bewusst klobig durch enge Areale, sieht aufgrund der festen Kameraperspektive nicht alle Gegner, und jongliert mit nur 6 Inventarplätzen. Was irgendwann selbst Resident-Evil Titeln zu sperrig wurde, setzt Signalis bewusst ein, um ein tiefsitzendes Gefühl der Beklemmung zu erzeugen. Wer sich dann trotz Frust und vollen Windeln durch diese feindselige Welt kämpft, wird mit einer Story belohnt, über die man noch lange danach philosophiert. | © Balor Games
1. Desperados III (2020)
Wer hätte gedacht, dass es staubige Canyons und rauchende Colts in München gibt?! Desperados III überrascht nicht nur mit seinem kompromisslosen Western-Setting, sondern auch mit seinen ausgefeilten Mechaniken. So erfordern Schusswechsel viel Hirnschmalz, da man stets in der Unterzahl ist und auf Stealth setzen muss. Was zunächst träge wirken kann, wird durch den Showdown-Modus genial aufgelockert: Mit ihm lassen sich Aktionen unterschiedlicher Charaktere mühelos aneinanderketten, sodass man geradezu endlos experimentieren kann. Die schiere Entscheidungsfreiheit und die Art, wie das Spiel meisterhaft seine Rädchen ineinandergreifen lässt, sichern ihm den ersten Platz auf dem Siegertreppchen. | © THQ Nordic
15 Videospiele, bei denen du nicht ahnst, dass sie aus Deutschland kommen
War für euch die eine oder andere Überraschung dabei – oder kanntet ihr die Games längst in- und auswendig? Lass es uns gern in den Kommentaren wissen. Für Nachschub ist auch gesorgt, dank 15 Games, die in echten deutschen Städten spielen. | © Bleakmill Games
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