Metal Gear Solid 3: Snake Eater (2004)
Statt durch Lüftungsschächte und Überwachungskameras zu schleichen, wirst du in einen Dschungel geworfen, in dem das reine Überleben selbst Teil der Stealth-Fantasie wird. Essen, heilen, Tarnung verwalten, das Gelände lesen – all das verwandelt jede Begegnung in eine langsame, paranoide kleine Geschichte, die du im Moment selbst schreibst.
Die Kalter-Krieg-Spionage-Atmosphäre ist zugleich pulpig und aufrichtig, mit Bosskämpfen, die sich wie seltsame Folklore anfühlen, und Zwischensequenzen, die sich ganz dem Melodrama verschreiben. Gleichzeitig ist es eines dieser seltenen Prequels, die die ursprünglichen Spiele stärker wirken lassen, weil man endlich versteht, woher die Legende stammt.
Sogar die etwas sperrigen Momente bleiben im Gedächtnis, weil sie mit so spezifischen Ideen verbunden sind. Auf der PS2 ist es ein perfektes Beispiel für Ambition, die nicht einfach nur mehr Features hinzufügt – sondern die Art verändert, wie man spielt. | © Konami Computer Entertainment Japan