21. Need for Speed: Underground (2003)
Street-Racing-Spiele gab es schon vorher, doch Need for Speed: Underground erschien mit genau der Energie, der Customizing-Besessenheit und der soundtrackgetriebenen Attitüde, die diesen Stil in die Gaming-Mainstreamkultur katapultierten. Autos fühlten sich nicht länger wie statische Freischaltungen an, sondern wie persönliche Projekte, bei denen visuelle Mods und Performance-Tuning denselben Fortschrittskreislauf speisten, der Spieler immer wieder „nur noch ein Rennen“ sagen ließ.
Es half außerdem, eine Präsentationsvorlage für Arcade-Rennspiele zu festigen, die Menüs, Musik und Neon-Ästhetik zu einer vollständigen Atmosphäre verband – nicht nur zu einer Reihe von Events. Viele spätere Rennspiele übernahmen Teile dieser Formel, von der Upgrade-Psychologie bis zur urbanen Nacht-Bildsprache, weil sie sofort bei Spielern zündete. Hier ging es nicht nur um Geschwindigkeit, sondern um Identität – und genau deshalb blieb sein Einfluss bestehen. | © Electronic Arts