4. Seite an Seite (1998)
„Seite an Seite“ verwandelt das, was zunächst wie ein gewöhnliches Sorgerechtsdrama wirken könnte, in eine Geschichte, die deutlich tiefer geht, sobald man versteht, wie Familien tatsächlich auseinanderbrechen und wieder zusammenfinden. Julia Roberts und Susan Sarandon bewegen sich den größten Teil des Films in einem vorsichtigen Wechselspiel aus Verbitterung, Konkurrenz und widerwilligem Respekt. Doch der eigentliche emotionale Schlag trifft, wenn man beobachtet, wie die Kinder mit ihrer Loyalität zwischen zwei Frauen umgehen müssen, die sie beide aufrichtig lieben.
Die Krebserkrankung im späteren Verlauf der Geschichte trifft wie ein Zug, der mit voller Geschwindigkeit in die Handlung fährt, und zwingt alle Beteiligten dazu, sich der Frage zu stellen, was wirklich zählt, wenn die Zeit knapp wird. Was zunächst wie ein Film wirkt, der einfach nur auf große Gefühle und Tränen setzt, entpuppt sich als viel komplexere Geschichte über Vergebung, Akzeptanz und das Loslassen. | © Sony Pictures