5. Once Upon a Time in Hollywood (2019)
Once Upon a Time in Hollywood wirkt, als hätte Quentin Tarantino eine Zeitkapsel aus dem Jahr 1969 geplündert und beschlossen, einfach drei Stunden darin zu leben. Einen Großteil seiner Laufzeit verbringt der Film damit, Rick Dalton und Cliff Booth durch Los Angeles zu begleiten, während sie durch die Stadt fahren, fernsehen und sich Gedanken über ihre schwindenden Karrieren machen. Eine dringliche Handlung, die alles vorantreibt, sucht man dabei weitgehend vergeblich. Gerade dieses gemächliche, beinahe ziellose Erzähltempo lässt den Film wirken, als wäre er tatsächlich Ende der 1960er-Jahre gedreht worden, als Filme sich noch Zeit nehmen durften und nicht jede Szene rechtfertigen mussten. Tarantino erweckt diese vergangene Ära mit all ihren Details so überzeugend zum Leben, dass der gewalttätige Höhepunkt beinahe wie eine Unterbrechung durch einen ganz anderen, deutlich moderneren Film wirkt. | © Sony Pictures