Arda Saatçi läuft 600 km in 123 Stunden vor über 2 Mio. Zuschauern – „Hört niemals auf nach den Sternen zu greifen!“

Er hatte Angst, dass er sein Team und seine Community enttäuscht hätte, aber im Gegenteil: Alle sind SO stolz auf das, was Arda in den vergangenen Tagen geleistet hat. Wirklich eine immens beeindruckende Leistung!

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Damit hat sich Arda unsterblich gemacht! © ardasaatci / Instagram

Es erinnert an die Filmszene aus dem Klassiker Rocky II, in der Titelheld durch die Straßen läuft und plötzlich einfach alle mitlaufen. Genau dieses Gefühl lag gestern Abend in der Luft. In Deutschland war längst Mitternacht, eigentlich die Zeit, in der man an einem Montag eher ans Schlafen denkt, weil der Wecker am Morgen wieder gnadenlos früh klingelt. Und trotzdem blieben unzählige Menschen wach, schauten weiter, wollten diesen Moment nicht verpassen. Während hier Nacht war, lief der Extremsportler Arda Saatçi auf der anderen Seite der Welt seinem größten Ziel entgegen. In den USA war es Mittagszeit, als er die Ziellinie überquerte und mit etwas mehr als 123 Stunden für 600 Kilometer unter härtesten Bedingungen Geschichte schrieb.

Zwischen Schmerz, Hitze und einem absolut starkem Willen

Arda lief insgesamt etwas mehr als 123 Stunden durch Amerika. Geplant waren eigentlich 600 Kilometer in 96 Stunden, doch solche Projekte lassen sich nicht einfach durchrechnen, wenn der Körper irgendwann beginnt, gegen dich zu arbeiten. Am Ende hat er länger gebraucht, aber genau das störte niemanden. Ganz im Gegenteil: Die Zuschauer weltweit waren davon begeistert, dass er nicht aufgab und bis zum Schluss durchzog.

Seit Dienstag war er unterwegs, mit kaum richtigem Schlaf, ohne echte Erholung, ohne normale Pausen, die man aus dem Alltag kennt. Duschen, mehrere Stunden am Stück schlafen, einfach mal komplett runterkommen, das war praktisch nicht drin. Der Körper wurde runtergefahren auf das Minimum, während der Kopf ständig weiter musste. Und genau das macht diese Leistung so extrem.

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Arda ging bei dieser Challenge an seine Grenzen! © ardasaatci / Instagram

Begleitet wurde er dabei von einem großen Team rund um RedBull, das ihn durchgehend im Livestream dokumentierte. Menschen wechselten sich beim Laufen und Filmen ab, teilweise waren es sogar Läufer, die gleichzeitig Kameraleute waren. Andere fuhren mit dem Rad neben ihm her, um jede Phase dieser Reise festzuhalten. Dazu kam ein Camper-Team, das ihm zumindest kurze Power-Naps ermöglichte, wenn der Körper irgendwann einfach stopp sagte. Die Strecke selbst führte ihn unter anderem durch das Death Valley, einen der extremsten Orte der Welt, wo Hitze und Erschöpfung ohnehin schon jede normale Belastung sprengen. Das Ziel: der Santa Monica Pier in Los Angeles, wo seine Mama bereits auf ihn wartete.

Ihr hatte er versprochen, am Muttertag mit ihr dort ein Eis zu essen – und dieses Versprechen stand für ihn fest, egal wie schwer der Weg dahin werden würde.

Ein Hype, der nicht mehr gestoppt werden konnte

Während Arda Saatçi lief, lief im Internet ein ganz eigenes Rennen. Deutschland war komplett dabei, aber auch international hat sich das Ganze zu einem riesigen Thema entwickelt. Besonders hängen geblieben ist ein Moment mit dem US-Streamer Marlon, der selbst zu den größten Namen der Szene zählt. Er hatte Ardas Standort herausgefunden, war spontan dorthin gefahren und lief schließlich vor Ort rund 14 Kilometer mit ihm mit, um ihn persönlich zu supporten – beeindruckt von dem, was Arda da gerade leistete.

Parallel dazu hat sich auf TikTok und Instagram ein regelrechter "Arda-Effekt" entwickelt. Menschen teilten Videos, schrieben Kommentare, erzählten, wie sehr sie durch ihn motiviert werden. Einige haben auch mit dem Sport und Joggen angefangen, alleine oder in Gruppen, andere haben endlich Dinge angepackt, die sie lange vor sich hergeschoben haben wie zum Beispiel endlich was für die Uni zu machen. Ein Satz tauchte dabei immer wieder auf: "Wenn Arda so lange, ohne groß Pausen laufen kann, dann kann ich auch das angehen!"

Am Ende gipfelte alles in einem Moment, den Millionen Menschen gleichzeitig verfolgten. Über 620.000 Zuschauer auf Twitch, über 1,5 Millionen auf YouTube und unzählige weitere auf TikTok waren live dabei, als Arda ins Ziel lief. Insgesamt haben über 2 Millionen Menschen gleichzeitig zugeschaut, ein neuer Livezuschauerrekord, der zeigt, wie groß dieses Ereignis geworden ist. Was für ein epischer Moment!

Vom Versprechen an seine Mutter bis zum emotionalen Zielmoment

Sein Weg führte ihn vom Death Valley bis nach Los Angeles zum Pier, doch hinter dieser extremen sportlichen Leistung steckt etwas sehr Persönliches. Arda Saatçi hatte seiner Mutter versprochen, am Muttertag mit ihr dort ein Eis essen zu gehen, und genau dieses Versprechen wurde zu seinem inneren Motor. Jeder Schritt war auch ein Schritt in Richtung dieses Moments. Und als er schließlich ins Ziel lief, brach alles aus ihm heraus. Er ging direkt zu seiner Mutter, umarmte sie lange, gab ihr einen Kuss und konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten. Nach 123 Stunden fiel die gesamte Anspannung in Sekunden von ihm ab.

Arda Saatçi
, den viele inzwischen nur noch „Cyborg“ nennen, trägt diesen Spitznamen nicht ohne Grund. Seine Leistungen wirken längst nicht mehr wie klassische Sportprojekte, sondern wie Grenzverschiebungen. Ob die 3000 Kilometer von Berlin nach New York in 74 Tagen, die Durchquerung Japans von Nord nach Süd in 43 Tagen mit ebenfalls über 3000 Kilometern oder jetzt die 600 Kilometer in 123 Stunden unter extremsten Bedingungen in den USA – jede dieser Challenges zeigt dasselbe Muster:

Er sucht bewusst genau die Momente, in denen Körper und Geist eigentlich aufgeben wollen – und fängt genau dort erst an, seine wahre Stärke zu entfalten.

Nach 600 Kilometern: Und was passiert jetzt?

Und während viele nach so einem Projekt erstmal von einer Pause oder Verarbeitung sprechen würden, wirkt es bei ihm anders. Wer ihn kennt, weiß, dass solche Ziele für ihn selten ein Abschluss sind. Viel eher sind sie ein Übergang in das Nächste. Was genau als nächstes kommt, lässt er offen. Aber nach 600 Kilometern durch Hitze, Schlafmangel und mentale Extremzustände ist klar: kleiner werden diese Herausforderungen bei ihm nicht. Eher das Gegenteil – sie wachsen jedes Mal ein Stück über das Vorstellbare hinaus.

Was Arda wohl als Erstes machen wird, wenn er wieder zu Hause ist? Erst schlafen und dann duschen? Oder doch erst duschen und dann schlafen? Vielleicht auch einfach erst etwas essen? Und was isst man überhaupt als Erstes, wenn der Körper so eine Leistung hinter sich hat? Darauf hat wahrscheinlich jeder eine andere Antwort.

Was würdet ihr nach so etwas Krassem als Erstes tun? Schreibt es in die Kommentare.

Michelle Baier

Michelle lebt für Gaming, Streamer, digitale Trends und alles, was die moderne Popkultur und Kreativwelt bewegt....