Nachdem sie ihren Mann getötet hatte, zeigte die Amerikanerin weder Reue noch Verständnis für die Trauer ihrer Kinder.
Die US-Amerikanerin Kouri Richins, die nach dem Tod ihres Mannes ein Kinderbuch über Trauerbewältigung veröffentlicht hatte, ist zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit auf Bewährung verurteilt worden.
Das Urteil fiel am 13. Mai 2026 – ausgerechnet an dem Tag, an dem ihr getöteter Ehemann Eric Richins 44 Jahre alt geworden wäre. Richins war zuvor von einer Jury schuldig gesprochen worden, ihren Mann mit Fentanyl vergiftet zu haben.
Frau tötet Ehemann und schreibt Kinderbuch darüber
Bereits zuvor hatten wir über den Fall berichtet, bei dem im Laufe der Ermittlungen klar wurde, dass Richins zwar das Buch nie selbst geschrieben hatte, dafür aber regelrechte Drehbücher für ihre gesamte Familie, in denen stand, wie diese sich vor Gericht und Anwälten verhalten sollten.
Als dann auch noch die Affäre Richins aussagte, dass sie die Lebensversicherung ihres Mannes nutzen wollte, damit die beiden türmen könnten, war auch das Motiv klar. Für Jury und Richter war klar, dass es kein anderes Urteil für eine solch kaltblütige Tat geben dürfe.
Mörderin genervt von den Tränen ihrer Kinder
Im Mittelpunkt der Urteilsverkündung stand jedoch nicht nur die Strafe selbst, sondern vor allem das Verhalten von Richins im Gerichtssaal. Während Angehörige des Ermordeten über ihren Verlust sprachen, wirkte die Angeklagte gelangweilt, teilweise sogar belustigt. Als die Aussagen der gemeinsamen Kinder, welche diese unter Tränen abgegeben hatten, verlesen wurden, rollte die Mutter sogar mit den Augen, genervt von der Liebe und Trauer, die die Kinder für ihren toten Vater verspürten.
Besonders erschütternd waren in den Statements ihrer drei Söhne, dass sie laut Gerichtsunterlagen Angst vor ihrer Mutter äußerten und darum baten, dass sie nie wieder freikommt.
Als Richins schließlich selbst das Wort ergriff, nutzte sie ihre Aussage nicht für ein Schuldeingeständnis. Stattdessen wandte sie sich ausführlich an ihre Kinder, sprach über Liebe, Familie und ihre Rolle als Mutter.
Dabei beteuerte sie weiter ihre Unschuld und gab ihren Söhnen persönliche Ratschläge mit auf den Weg. Laut Berichten sagte sie unter anderem, sie sollten wie ihr Vater sein – eine Aussage, die in diesem Kontext besonders verstörend wirkte.
Lebenslange Haftstrafe für Kinderbuchautorin
Der Richter verhängte schließlich die härteste mögliche Strafe: lebenslange Haft ohne Bewährung. Zusätzlich erhielt Richins weitere Strafen für versuchten Mord, Versicherungsbetrug und Fälschung, die nacheinander verbüßt werden sollen. Ihre Verteidigung kündigte an, gegen das Urteil vorgehen zu wollen.
Damit endet der Fall vorerst mit einem Urteil, das auch deshalb so viel Aufmerksamkeit bekommt, weil Richins nach dem Tod ihres Mannes öffentlich als trauernde Witwe auftrat – und sogar ein Kinderbuch über den Umgang mit Verlust veröffentlichte. Vor Gericht blieb davon am Ende ein anderes Bild: eine verurteilte Mörderin, die bis zuletzt ihre Unschuld beteuerte, während ihre eigenen Kinder darum baten, vor ihr geschützt zu werden.
