Von München nach Hollywood – eine deutsche Erfolgsgeschichte nimmt ein tragisches Ende.
Die Filmwelt trauert um Moritz Borman. Der deutsche Filmproduzent, der vor allem in Hollywood erfolgreich war, starb am 1. Juli 2026 im Alter von 71 Jahren in München. Besonders tragisch: Borman arbeitete bis zum Schluss an einem neuen Projekt und starb Berichten zufolge am Set eines Films in Deutschland. Seine langjährigen Produktionspartner Eric Kopeloff und Philip Schulz-Deyle bestätigten seinen Tod; demnach starb er allem Anschein nach eines natürlichen Todes.
Vom deutschen Film nach Hollywood
Borman wurde am 16. April 1955 geboren und machte sich international als Produzent großer Studiofilme und ambitionierter Independent-Produktionen einen Namen. Nach seinem Master am American Film Institute in Los Angeles arbeitete er zunächst für europäische Fernsehsender und internationale Werbeproduktionen. Seine erste Spielfilmproduktion war John Hustons Unter dem Vulkan aus dem Jahr 1984, der zwei Oscar-Nominierungen erhielt. Danach konzentrierte sich Borman vollständig auf die Produktion von Spielfilmen.
In den späten 1990er-Jahren gründete er die Filmfinanzierungsfirma Pacifica Film. Im Jahr 2000 fusionierte Pacifica mit Intermedia Films, wodurch eines der größten unabhängigen Produktions- und Finanzierungsunternehmen Hollywoods entstand. Borman wurde CEO des Unternehmens und prägte damit nicht nur einzelne Filme, sondern auch die wirtschaftliche Struktur des internationalen Independent-Kinos.
Zwischen World Trade Center und Terminator
Besonders bekannt wurde Borman durch seine Zusammenarbeit mit Oliver Stone. Gemeinsam realisierten sie unter anderem Alexander, World Trade Center und Snowden. Außerdem war Borman an großen Produktionen wie Terminator 3 – Rebellion der Maschinen, Terminator: Die Erlösung, Wedding Planner und Nurse Betty beteiligt.
Borman verstirbt mit 71 während laufender Dreharbeiten
Bis zuletzt arbeitete Borman an einem noch unbetitelten Film über den Chemiekonzern Monsanto, den John Lee Hancock für Netflix inszeniert. Seine Produktionspartner erklärten, Borman sei sehr stolz gewesen, das Projekt nach vielen Jahren Entwicklung endlich in Produktion zu sehen. Sie kündigten an, den Film in seinem Sinne fertigstellen zu wollen.
Moritz Borman galt als Brückenbauer zwischen Europa und Hollywood. Über mehrere Jahrzehnte hinweg verband er kreative Visionen mit internationaler Filmfinanzierung und brachte mehr als 25 Spielfilme auf die Leinwand. Sein Tod am Set wirkt deshalb fast sinnbildlich für ein Leben, das bis zum Schluss dem Kino gewidmet war.
