Ausgerechnet ein Versuch, ihn von seiner Sexualität abzubringen, führte ihn später an die schwulste Uni des Landes.
Im SmartLess-Podcast thematisiert der Saturday-Night-Live-Star offen seine Sexualität, Jugend und sein Coming-out. Seine Eltern hatten ihn dabei indirekt selbst geoutet, als sie auf dem Computer einen Chatverlauf ihres Sohnes fanden.
Das Ultimatum seiner Eltern
Die emotionale Reaktion der Eltern, als sie den Chatverlauf ihres 17-jährigen Sohnes sahen, brachte sie dazu, ihn vor eine Entscheidung zu stellen.
Der damals 17-jährige Bowen solle zu Hause bleiben und eine lokale Uni besuchen, oder er besucht eine Conversion Therapy und darf im Gegenzug nach New York, um an der NYU zu studieren. Yang nahm das Angebot seiner Eltern skeptisch an, nur um später festzustellen, dass es sich dabei um die „schwulste Schule des Landes“ handelt.
Acht Wochen Therapie mit einem „Quacksalber“
Die Therapiesitzungen zogen sich insgesamt über acht Wochen und Yang wurde dabei mit pseudowissenschaftlichen Methoden geradezu überhäuft. Das Ziel der Therapie war es, seine Homosexualität zu erklären, um sie anschließend auch „beheben“ zu können.
Für Yang war die Therapie sehr problematisch und er beschrieb sie im Podcast als sehr schmerzhaft.
Bei der letzten Sitzung erzählte der Therapeut ihm eine Geschichte über einen schwulen Mann. Versehentlich wechselte er dabei in die Ich-Perspektive und deutete somit eigene sexuelle Erfahrungen mit Männern an.
Der Comedian erzählt diese Szene heute mit Humor, vergisst aber nicht, dass es sich dabei eigentlich um ein tragisches Thema handelt, das gleichzeitig eine absurde Pointe bereithält – typischer Bowen-Yang-Humor eben.
Die Beziehung zu seinen Eltern ist heute sehr liebevoll und sie pflegen einen entspannten Umgang miteinander. Yang wird von seinen Fans und den Zuhörern des Podcasts für seine Offenheit in Bezug auf seine schwierige Jugend sehr gelobt.
Die Geschichte zeigt nicht nur, wie belastend Conversion Therapy für viele Betroffene sein kann. Sie zeigt auch, warum Bowen Yang heute so offen über seine Erfahrungen spricht: Aus einer schwierigen Phase seines Lebens wurde eine Geschichte, die gleichzeitig nachdenklich macht und durch ihren absurden Plot-Twist fast schon surreal wirkt.
Was würdet ihr machen, wenn ihr vor so einem Ultimatum stehen würdet? Lasst uns gerne einen Kommentar da.
