Er prahlte mit illegaler Jagd auf TikTok - jetzt muss er sich öffentlich entschuldigen

Ein 21-jähriger Jäger aus Ohio muss sich öffentlich entschuldigen, nachd 17 Verstößen gegen Wildtiergesetze.

Hunter Pixabay
Sein Jagen hat konsequenzen. | ©Pexels

Ein 21-jähriger Mann aus Ohio, der auf TikTok mit seinen Jagdaktivitäten prahlte, muss sich nun öffentlich in den sozialen Medien entschuldigen. Zuvor hatte er sich in 17 Fällen wegen Verstößen gegen Wildtiergesetze schuldig bekannt.

Carter J. Hickey
geriet im Mai 2025 ins Visier der Behörden, nachdem zahlreiche Beschwerden über seine Jagdaktivitäten eingegangen waren. Nach Angaben des U.S. Fish and Wildlife Service stellten die Ermittler schließlich fest, dass Hickey in mindestens 17 Bundesstaaten gegen Wildtiergesetze verstoßen hatte.

TikTok-Jäger gerät in Ermittlungen wegen illegaler Jagd

Hickey bekannte sich im Mai 2026 in 17 Fällen schuldig. Zu den Verstößen gehörten unter anderem die Jagd außerhalb der erlaubten Saison, Jagd ohne entsprechende Genehmigung, illegaler Besitz von Wildtieren und Verstöße gegen die vorgeschriebenen Meldepflichten.

Außerdem soll er anderen Personen dabei geholfen haben, ohne die erforderlichen Genehmigungen Truthähne zu jagen.
Dabei sollen die erlaubten Abschussmengen überschritten worden sein. Die Behörden beschrieben die Vorfälle als Muster von Verstößen und nicht als einzelne Versehen.

Bei den Ermittlungen stellten die Behörden außerdem 52 Kilogramm Truthahnfleisch sowie 47 vollständige oder teilweise Truthahnfächer sicher.
Hickey musste zudem drei Schusswaffen, einen Bogen, Jagdverstecke, Lockvögel und weiteres Jagdequipment abgeben.

Seine TikTok-Videos werden jetzt Teil der Strafe

Besonders ungewöhnlich ist der Teil seiner Strafe, der sich auf seine Social-Media-Aktivitäten bezieht. Nach Angaben des Fish and Wildlife Service nutzte Hickey TikTok, um mit seinen Jagdfähigkeiten zu prahlen und falsche Angaben über seine Aktivitäten zu verbreiten.

Nun muss er genau dort eine öffentliche Entschuldigung auf seinen Social-Media-Accounts veröffentlichen.
Zusätzlich muss er einen Entschuldigungsbrief an die Stadt Dover schreiben. Hintergrund ist ein weiterer Vorfall, bei dem er illegal einen Zehnender auf städtischem Gelände erlegt haben soll.

Doch die Konsequenzen gehen noch weiter: Hickey muss 15 Tage ins Gefängnis, zwei Jahre unter Bewährungsauflagen verbringen und 80 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Außerdem wurden ihm 12.000 US-Dollar Schadensersatz, 5.500 US-Dollar Geldstrafe und weitere 11.000 US-Dollar an Strafzahlungen auferlegt. Zusätzlich muss er 5.000 US-Dollar an das Programm „Turn In a Poacher“ in Ohio zahlen. Darüber hinaus darf Hickey fünf Jahre lang nicht jagen oder Fallen stellen.

Der Fall zeigt, wie Social-Media-Posts bei Ermittlungen gegen Wilderer zu wichtigen Beweismitteln werden können. In Hickeys Fall wird die Plattform, auf der er seine Jagderfolge präsentieren wollte, nun sogar Teil seiner Strafe.


Was haltet ihr von dieser ungewöhnlichen Strafe? Schreibt es uns in die Kommentare!

Tommy-lee Venghaus

Tommy-Lee ist Medientextübersetzungsstudent und leidenschaftlicher Gamer mit einer besonderen Vorliebe für JRPGs, Anime und Medien....