Britische Behörden nehmen die 2019 fallengelassenen Ermittlungen gegen Andrew Tate wieder auf.
Die britische Polizei ermittelt erneut gegen Andrew Tate. Die Vorwürfe sind schwer und reihen sich in eine lange Liste an Straftaten und sein Image als frauenverachtender Influencer perfekt ein.
"Wir haben unsere Suche nach Gerechtigkeit nie aufgegeben"
Der kontroverse Influencer ist bekannt für seine "Red-Pill", frauenverachtenden Ansichten als einer der größten Namen in der "Manosphere". Immer wieder kommt er auch mit dem Gesetzt in Konflikt.
Nun ermittelt die Polizei erneut gegen ihn. Diesmal wegen des Verdachts der Vergewaltigung und des Missbrauchs. Es handelt sich hierbei um Vorwürfe aus den Jahren 2014 und 2015, die wegen mutmaßlicher Versäumnisse wieder aufgenommen wurden, so die Polizei.
Damals hatten mehrere Frauen diese Vorwürfe zur Polizei gebracht, die den Fall aber 2019 nach vierjähriger Untersuchung schloss. Tate bestreitet die Vorwürfe nach wie vor. Ein Sprecher Tates sagte gegenüber der BBC:
Herr Tate weist alle Anschuldigungen weiterhin aufs Schärfste zurück. Er wird sich, wie er es stets getan hat, vollumfänglich an jedem ordnungsgemäßen Rechtsweg beteiligen.
Nun sollen die Vorwürfe erneut geprüft werden.
Momentan läuft gegen Andrew Tate und seinen Bruder Tristan ein Verfahren in Rumänien wegen Menschenhandels. Nach Abschluss dessen sollen die Brüder wegen eines anderen weiteren Verfahrens mit Vorwürfen der Vergewaltigung und des Menschenhandels nach Großbritannien ausgeliefert werden, so berichtet die New York Times.
Die drei Frauen sind froh über die erneute Aufnahme des Falls und halten diese Ermittlungen für längst überfällig. "Wir haben unsere Suche nach Gerechtigkeit nie aufgegeben," hießt es in einer Stellungnahme.
PRESS RELEASE UK POLICE CRIMINAL INVESTIGATION INTO ANDREW TATE REOPENED pic.twitter.com/CyIzGyocJz
— McCue Jury & Partners LLP (@mccuejury) March 26, 2026
Der Prozess soll kommenden Juni starten.
Zuvor hatte die unabhängige Polizeiaufsichtsbehörde mitgeteilt, dass sie gegen einen ehemaligen Beamten wegen groben Fehlverhaltens im Zusammenhang mit „mutmaßlichen Versäumnissen bei den Ermittlungen“ in dem Fall ermittelt. Zwei weitere ehemalige Beamte, die den Fall betreuten, würden ebenfalls wegen möglichen Fehlverhaltens untersucht, so die Behörde.
Ob nun im zweiten Anlauf alles richtig laufen wird und die Frauen endlich Gerechtigkeit erhalten, wird sich dann vor Gericht herausstellen. Es wäre ihnen auf jeden Fall zu wünschen. Die offensichtliche Gefahr, die die Tate-Brüder gegenüber Frauen darstellen, sollte gebannt werden. Und noch etwas Gutes hätte das Ganze: aus dem Gefängnis lassen sich schlecht Podcasts machen.