Das Gleichgewicht eines Menschen mit nichts weiter als einem Controller zu steuern, klingt wie Science-Fiction.
Die Streamerin, die Elden Ring ausschließlich mit ihrem Verstand besiegt hat, ist mit einem neuen Experiment zurück. Doch dieses Mal bewegt der Controller keine Figur auf dem Bildschirm, sondern beeinflusst einen echten menschlichen Körper.
Von gedankengesteuertem Elden Ring zu realen Gleichgewichtsexperimenten
Gamer können bei der Wahl ihres Controllers durchaus kreativ werden. Manche spielen Warzone mit einer Flöte, andere versuchen sich an Valorant mit Nintendo-Switch-Controllern. Doch Content Creatorin PerriKaryal ist auf einem ganz anderen Level. Sie spielte Elden Ring, inklusive des berüchtigt schwierigen DLCs und Nightreign, und nutzte dabei nichts weiter als ihren Verstand als Controller.
In ihrem jüngsten Experiment ging sie jedoch noch einen Schritt weiter. Sie entwickelte ein Gerät, das darauf ausgelegt ist, ihr Gleichgewicht zu beeinflussen und es einem Controller somit ermöglicht, menschliche Bewegungen bis zu einem gewissen Grad zu steuern. Die Absolventin eines Masterstudiums in Psychologie teilte ihre ersten Versuche auf Instagram und TikTok, wo sie versucht, geradeaus zu laufen. Während der Kameramann den Stick eines Xbox-Controllers in eine bestimmte Richtung bewegt, stolpert sie sichtbar in eben diese Richtung.
Möglich wird das durch eine Technik namens galvanische Vestibularstimulation. Das Signal wird über eine hinter ihrem Ohr platzierte Elektrode übertragen und beeinflusst direkt ihren Gleichgewichtssinn.
Nachdem sie die Methode erfolgreich demonstriert hatte, entschied sie sich, sie mit Gaming zu verbinden. Wie sie selbst sagte:
Natürlich war mein erster Gedanke, Mann, ich will damit Trackmania spielen.
Trackmania ist ein Arcade-Rennspiel, in dem plötzliche Richtungswechsel an der Tagesordnung sind, was es zu einer passenden Wahl für ein solches Experiment macht. Der Test funktionierte, jedoch nicht ohne Konsequenzen. Zwar konnte sie das Gefühl von In-Game-G-Kräften im echten Leben simulieren, später litt sie jedoch unter Kopfschmerzen und sah flackernde Lichter.
Nach dem Experiment riet sie ihren Zuschauern eindringlich davon ab, es zu Hause nachzumachen:
Macht das nicht. Baut das nicht. Stellt das nicht her. Ich billige es nicht, wenn irgendjemand das selbst nachbaut. Ich heiße dieses Verhalten nicht gut. Es ist unglaublich gefährlich, und ich übernehme keine Haftung.
Auch wenn das ziemlich cool klingt, scheinen die Risiken es nicht wert zu sein. Wenn ihr also Spiele auf eine besondere Art spielen wollt, bleibt vielleicht lieber bei der Flöte.