Influencerin baut (erneut) beim Streamen fast einen Autounfall: ExtraEmily zieht nach Twitchsperre Konsequenzen

Twitch bannt ExtraEmily kurzzeitig – jetzt reagiert sie mit klaren Änderungen.

Screenshot Extraemily
Das war knapp! Fast wäre schlimmeres passiert| ©Extraemily Twitch

Die US-amerikanische Twitch-Streamerin ExtraEmily sorgte in den vergangenen Tagen unfreiwillig für Schlagzeilen. Während eines IRL-Streams blickte sie beim Autofahren auf ihren Chat und übersah dabei fast ein vorbeifahrendes Fahrzeug. Dies ist auch nicht ihr erstes vergehen am Steuer. Der Clip verbreitete sich innerhalb kürzester Zeit auf X und Reddit. Kurz darauf reagierte Twitch mit einer temporären Sperre ihres Kanals.

Etwa 24 Stunden später war ihr Account zwar schon wieder freigeschaltet – doch für ExtraEmily selbst scheint der Beinaheunfall ein Denkanstoß gewesen zu sein.

ExtraEmily entschuldigt sich und kündigt Änderungen an

Nach ihrer Rückkehr auf Twitch sprach die Streamerin den Vorfall direkt in einem Livestream an. Sie räumte ihren Fehler ein und erklärte, dass sie aus der Situation lernen wolle.

Künftig möchte sie deutlich seltener während Autofahrten streamen. Sollte sie doch einmal live gehen, während sie unterwegs ist, soll der Chat ausgeschaltet bleiben. Dies soll sie davon abhalten in Versuchung zu geraten, nicht auf die Straße zu schauen. Sie betonte außerdem, dass ihr der Vorfall leidtue und sie in Zukunft verantwortungsvoller handeln möchte.

Die ursprüngliche Szene hatte in den sozialen Medien für viel Kritik gesorgt. Viele Nutzer warfen der Streamerin vor, durch das Lesen des Chats nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet zu haben. Verletzt wurde bei dem Fast-Vergehen zwar niemand, dennoch forderten viele Zuschauer härtere Konsequenzen.

Die Diskussion geht längst über ExtraEmily hinaus

Der Vorfall hat erneut eine Debatte ausgelöst, die die Streaming-Szene schon seit Jahren begleitet: Immer mehr Creator übertragen Autofahrten live und interagieren dabei mit ihrem Chat. Kritiker sehen darin ein unnötiges Sicherheitsrisiko und fordern, dass Twitch Driving-Streams grundsätzlich verbieten sollte.

Zu den bekanntesten Stimmen, die sich äußerten, gehörte auch Asmongold. Er sprach sich nach dem Vorfall dafür aus, Livestreams hinter dem Steuer vollständig zu untersagen. Wer unterwegs streamen wolle, solle stattdessen einen Uber rufen oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

ExtraEmily selbst scheint die Kritik ernst zu nehmen. Ob ihre angekündigten Änderungen ausreichen, um die Diskussion zu beenden, bleibt allerdings abzuwarten. Fest steht, der Vorfall hat die Debatte über Sicherheit bei IRL-Streams erneut angeheizt und dürfte Twitch in Zukunft weiter beschäftigen.

Tommy-lee Venghaus

Tommy-Lee ist Medientextübersetzungsstudent und leidenschaftlicher Gamer mit einer besonderen Vorliebe für JRPGs, Anime und Medien....