Ein riesiges Bananen-Auto wurde von der Polizei gestoppt, der Grund war dabei überraschend banal.
Kuriose Verkehrskontrollen gehören zu Steve Braithwaites Alltag. Der gebürtige Brite fährt seit Jahren mit seinem selbstgebauten „Big Banana Car“ durch Nordamerika und sorgt überall für Aufsehen. Nun wurde das ungewöhnliche Fahrzeug erneut von der Polizei angehalten und die Beamten liefern einen viralen Kommentar.
Warum die Riesenbanane auf vier Rädern angehalten wurde
Die Kontrolle passierte auf der Interstate 90 in Montana, weil das Kennzeichen des unkonventionellen Gefährts mit der Aufschrift „SPLIT“ teilweise verdeckt war. Die Karosserie beziehungsweise eher die Fahrzeugform spielte dabei keine tragende Rolle.
Der Fahrer zeigte Verständnis für den Stopp, kooperierte und erhielt weder einen Strafzettel noch ein Bußgeld. Anschließend konnte er seinen Weg nach Seattle zu einer Kunstauto-Parade fortsetzen.
Die Polizeikontrolle geht viral
Die Montana Highway Patrol veröffentlichte selbst Fotos der Kontrolle. Der Beitrag enthielt das Wortspiel „Die Verkehrsregeln gelten auch für Früchte“. Zusätzlich nutzten die Beamten den Ausdruck „apPEALing“ als Anspielung auf die Bananenschale.
Der Beitrag sammelte Tausende Reaktionen und wurde von internationalen Medien aufgegriffen. Nicht die merkwürdige Kontrolle selbst, sondern der humorvolle Social-Media-Beitrag der Polizei machte den Vorfall weltweit bekannt.
Die Geschichte hinter dem Bananen-Mobil
Das Fahrzeug – mit dem genauso gut Donkey Kong in Mario Kart fahren könnte – basiert auf einem Ford F-150 aus dem Jahr 1993. Steve Braithwaite begann den Bau 2008 und stellte sein Projekt drei Jahre später fertig.
Die Karosserie besteht aus einer aufwendig modellierten Fiberglas-Banane und trägt damit zu einer Gesamtlänge von ungefähr sieben Metern bei.
Braithwaite behauptete in den ersten Jahren, möglicherweise der meistangehaltene Autofahrer Amerikas gewesen zu sein. Inzwischen begleitet ihn das ungewöhnliche Gefährt, das ursprünglich wie ein einmaliger PR-Gag wirkte, bereits seit über einem Jahrzehnt durch Nordamerika.
Der Bananen-Fahrer wurde mit der Zeit zum Vollzeit-Nomaden
Mittlerweile hat Braithwaite den Großteil seines Besitzes verkauft und lebt unterwegs. Ein Pilger, der in seiner überdimensionalen Banane durch Nordamerika reist.
Sich selbst nennt er dabei einen „Banana Car Nomad“ und übernachtet bei Fremden, denen er als Dank eine Fahrt in der motorisierten Frucht anbietet.
Sein neuestes Projekt hat er ebenfalls schon begonnen. Im Rahmen seiner „World Needs More Whimsy Grand Tour“ möchte er zunächst nach Mexiko pilgern, dann weiter nach Südamerika reisen und eventuell sogar den Atlantik überqueren.
Das würde bedeuten, dass wir die fahrende Schale in Zukunft quasi vor der Haustür hätten.
Das kuriose Fahrzeug ist für Steve längst mehr als ein ungewöhnliches Auto geworden – es ist der Mittelpunkt seines außergewöhnlichen Lebensstils.
Er selbst sagt in einem Interview, dass es schön sei zu sehen, wie er damit gute Laune verbreitet. Er trifft Fremde, bereitet ihnen Freude und kann sich kaum ein besseres Leben vorstellen.
Das Interessante an der Geschichte ist, wie ein verrücktes Hobby über Jahre hinweg ein Leben voller Begegnungen, Reisen und viraler Momente ermöglicht hat. Genau diese Individualität, gemischt mit Steves positiver Verrücktheit, macht die Geschichte so erfolgreich im Netz und auf den Straßen der USA.
Würdet ihr auch gerne einmal in die Banane einsteigen oder denkt ihr, Obst sollte lieber ein Nahrungsmittel bleiben? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare.
