Ein Gaming-Mitarbeiter in Nizza verteidigte seinen Laden gegen Plünderer und wird dafür online gefeiert.
Ein Videospielverkäufer aus Frankreich geht viral, nachdem Aufnahmen zeigen, wie er sich Plünderern entgegenstellt, die in seinen Arbeitsplatz eindringen wollen. Der als Pierre identifizierte Mitarbeiter der Kette Micromania versuchte am 17. Oktober während Ausschreitungen in Nizza, seinen Laden zu schützen. Obwohl er zu Boden gestoßen wurde, gab er nicht auf und versuchte weiterhin, das Geschäft zu verteidigen. Dafür erhält er im Internet viel Anerkennung.
Gaming-Mitarbeiter stellt sich Plünderern entgegen
In den sozialen Medien verbreitete Videos zeigen Pierre am Eingang des Geschäfts an der Avenue Jean-Médecin. Dort versuchte er, eine Gruppe von Angreifern am Eindringen zu hindern. Zeitweise verließ er den Eingangsbereich, um einige der Plünderer zurückzudrängen. Als er zurückkehrte, trat ihn jedoch eine Person von hinten, sodass er zu Boden fiel. Zudem wurden Gegenstände nach ihm geworfen, während andere weiterhin versuchten, in den Laden zu gelangen.
Pierre stand wieder auf und kehrte zum Eingang zurück. Dabei half ihm eine andere Person, seine Brille wiederzufinden. Trotz seiner Bemühungen wurde das Geschäft schließlich geplündert. Im Internet veröffentlichte Bilder zeigten beschädigte Regale und Videospiele, die auf dem Boden verstreut lagen.
Die Aufnahmen verbreiteten sich schnell und zahlreiche Nutzer lobten Pierre dafür, dass er seinen Arbeitsplatz verteidigen wollte. Besonders ein Detail begeisterte Gaming- und Anime-Fans: Direkt neben ihm hing ein großes Bild von Son Goku aus Dragon Ball. Die Szene inspirierte viele zu Vergleichen mit dem beliebten Anime-Helden. Einige feierten Pierre deshalb als eine Art echten Goku.
Spendenaktion für den viralen Gaming-Mitarbeiter
Nach dem Vorfall erhielt Pierre online viel Unterstützung. Eine Spendenaktion wurde ins Leben gerufen, um ihm nach den Ereignissen zu helfen. In der Beschreibung wurde sein Einsatz für das Geschäft und dessen Kunden hervorgehoben.
Die Kampagne rief die Gaming-Community dazu auf, Pierre zu unterstützen, nachdem er beim Versuch, den Laden zu schützen, verletzt worden war. Laut Dexerto hatte die Spendenaktion zum Zeitpunkt der Berichterstattung mehr als 5.600 Euro von 191 Unterstützern gesammelt.
Pierre äußerte sich später zu seiner Entscheidung, sich den Plünderern entgegenzustellen. Dabei räumte er ein, dass er sich wahrscheinlich nicht selbst in Gefahr hätte bringen sollen. In der Situation habe er jedoch instinktiv gehandelt.
Der Vorfall ereignete sich im Rahmen größerer Unruhen in Frankreich, bei denen zahlreiche Geschäfte beschädigt oder geplündert wurden. Während Pierre inzwischen als viraler Held in der Gaming-Community gefeiert wird, verdeutlicht seine Erfahrung auch die Risiken, denen Beschäftigte ausgesetzt sind, wenn ihre Arbeitsplätze zum Ziel von Gewalt werden.
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