HandOfBlood findet klare Worte zum Influencer-Hype auf der Gamescom

Der Creator bleibt der Gamescom fern und sieht ein wachsendes Problem auf der Messe.

Handof Blood Instagram
Die Gamescom hat sich stark verändert. HandOfBlood findet klare Worte. | ©HandOfBlood-Instagram

Die Gamescom zählt jedes Jahr zu den wichtigsten Gaming-Events der Welt. Hunderttausende Besucher reisen nach Köln, um neue Spiele auszuprobieren und ihre Lieblingscreator zu treffen. Doch genau dieser Fokus auf Influencer ist für Maximilian Knabe aka. HandOfBlood inzwischen ein Grund, der Messe erneut fernzubleiben.

Im Interview mit GamesWirtschaft erklärte der Creator, dass er die Gamescom bereits zum zweiten Mal in Folge aus seinem Berliner Studio begleiten wird. Für ihn sei die Entscheidung nicht nur aus organisatorischer Sicht sinnvoll, sondern passe inzwischen auch besser zu seiner Art, über Spiele zu berichten.

HandOfBlood sieht die Gamescom kritisch

Knabe beschreibt die Gamescom als "totalen Knochenjob". Lange Messetage, Hotelaufenthalte und wenig Schlaf hätten in den vergangenen Jahren viel Energie gekostet. Gleichzeitig habe sein Team festgestellt, dass die Berichterstattung aus dem Studio mindestens genauso gut funktioniere. Statt selbst von Termin zu Termin zu hetzen, könne ein Außenreporter Eindrücke aus Köln liefern, während HandOfBlood die Spiele live aus Berlin analysiert und kommentiert.

Noch wichtiger ist für den Creator allerdings die Entwicklung der Messe selbst. Seiner Meinung nach habe sich die Gamescom nach der Corona-Pandemie spürbar verändert. Immer häufiger stünden Creator im Mittelpunkt, während neue Spiele in den Hintergrund rückten.

Als Beispiel nennt Knabe den bekannten Besucheransturm rund um MontanaBlack, bei dem Fans ganze Hallen überfluteten. Für ihn sei das ein Weckruf gewesen. Er betont zwar, dass Influencer zur Gamescom dazugehören, gleichzeitig wünsche er sich aber wieder mehr Aufmerksamkeit für die Spiele selbst.

Gamescom verschärft Regeln für Creator

Mit dieser Entwicklung beschäftigt sich auch die Gamescom selbst. Bereits in den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu riesigen Menschenansammlungen rund um bekannte Streamer und Influencer. Deshalb wurden die Voraussetzungen für Creator verschärft.

Wer sich als Influencer akkreditieren möchte, muss inzwischen einen klaren Bezug zur Gaming-Branche nachweisen.
Die Veranstalter wollen damit sicherstellen, dass die Messe weiterhin ihren Schwerpunkt auf Videospiele legt und nicht zu einem allgemeinen Influencer-Treffpunkt wird. Gleichzeitig sollen strengere Akkreditierungen und eine bessere Organisation dabei helfen, große Fanaufläufe besser zu kontrollieren.

Trotz seiner Kritik macht HandOfBlood deutlich, dass er der Gamescom keineswegs den Rücken kehren möchte.
Stattdessen wolle er die Messe weiterhin begleiten, allerdings auf seine eigene Weise. Für ihn stehe fest, dass am Ende die Spiele im Mittelpunkt stehen sollten und nicht die Creator.

Was haltet ihr von HandOfBloods Kritik? Sollte die Gamescom wieder mehr Wert auf Games legen? Schreibt es uns in die Kommentare!

Tommy-lee Venghaus

Tommy-Lee ist Medientextübersetzungsstudent und leidenschaftlicher Gamer mit einer besonderen Vorliebe für JRPGs, Anime und Medien....