Hayden Panettiere stirbt mit 36: Vom Babymodel zum Hollywoodstar und ihre besondere Verbindung zu Wladimir Klitschko

Nur wenige Tage vor ihrem Geburtstag verstarb die Schauspielerin.

Hayden Panettiere 01 20th Century Fox
Nicht nur als Schauspielerin berührte sie das Publikum mit ihren Rollen – auch als Mensch bewegte sie. | © 20th Century Fox

Hayden Panettiere ist am 16. August 2026 im Alter von nur 36 Jahren gestorben.

Nur wenige Tage später, am 21. August, wäre die US-amerikanische Schauspielerin 37 Jahre alt geworden. Ihre Familie bestätigte ihren Tod am Sonntag. Eine Todesursache wurde zunächst nicht bekanntgegeben. Panettiere stand bereits vor einer Kamera, bevor sie überhaupt ihren ersten Geburtstag gefeiert hatte. Aus dem Babymodel wurde zunächst einer der bekanntesten Kinderstars der USA und später mit Serien wie Heroes und Nashville ein internationaler Fernsehstar. Gleichzeitig verlief ihr Leben abseits der Kamera deutlich weniger geradlinig.

Dazu gehörte auch ihre langjährige Liebe zu Wladimir Klitschko, mit dem sie eine gemeinsame Tochter hat und zu dem sie auch Jahre nach ihrer Trennung eine enge Verbindung pflegte.

Noch wenige Monate vor ihrem Tod blickte Panettiere so offen wie vermutlich nie zuvor auf diese außergewöhnliche Biografie zurück. Im Mai 2026 erschien ihre Autobiografie This Is Me: A Reckoning, in der sie über ihre Kindheit im Showgeschäft, ihre Karriere, Beziehungen und die schwierigsten Jahre ihres Lebens schrieb.

Mit acht Monaten wurde Hayden Panettiere zum Babymodel

Hayden Lesley Panettiere wurde am 21. August 1989 im US-Bundesstaat New York geboren. Ihre Karriere begann in einem Alter, in dem andere Kinder gerade erst anfangen zu krabbeln.

Panettiere erzählte 2026 rückblickend, dass sie bereits mit acht Monaten als Babymodel arbeitete. Mit elf Monaten folgte ihr erster Werbespot. Darin war sie für eine Spielzeugeisenbahn von Playskool zu sehen. Ihre berufliche Laufbahn begann damit praktisch noch bevor sie sprechen oder laufen konnte.

Aus einzelnen Werbeaufnahmen wurde schnell ein dauerhafter Beruf. Als Kind trat Panettiere in mehr als 50 Werbespots auf. Mit vier Jahren bekam sie schließlich ihre erste große Fernsehrolle und spielte Sarah Roberts in der US-Seifenoper Liebe, Lüge, Leidenschaft. Anschließend übernahm sie über mehrere Jahre die Rolle der Lizzie Spaulding in Springfield Story.

Schon bevor sie zehn Jahre alt war, hatte Panettiere damit einen Arbeitsalltag, der eher dem eines erwachsenen Schauspielers als dem eines Grundschulkindes entsprach.

Eine Kindheit am Filmset

Was von außen wie ein außergewöhnlicher Traumstart in Hollywood wirken konnte, betrachtete Panettiere später wesentlich differenzierter. In Interviews rund um ihre 2026 erschienene Autobiografie sprach sie darüber, wie schwierig es gewesen sei, gleichzeitig in zwei Welten aufzuwachsen: der professionellen Erwachsenenwelt der Filmindustrie und dem Leben eines normalen Kindes.

Sie habe sich nach Freunden in ihrem Alter, Schule und Sport gesehnt und gleichzeitig bereits früh gelernt, vor Kameras zu funktionieren. Besonders ihre Fähigkeit, auf Kommando zu weinen, wurde bei Produktionen immer wieder eingesetzt. Als Kind konnte sie nach eigener Aussage zunächst noch leichter zwischen Rolle und Realität wechseln. Mit zunehmendem Alter sei ihr das schwerer gefallen.

Während andere Kinder ihre ersten Hobbys ausprobierten, sammelte Panettiere bereits Film- und Fernseherfahrung, sprach Figuren in Animationsfilmen und arbeitete regelmäßig mit erwachsenen Schauspielstars zusammen.

Von Das große Krabbeln bis Gegen jede Regel

Ende der 1990er-Jahre begann Panettiere auch im Kino größere Rollen zu übernehmen. 1998 lieh sie Dot im Pixar-Film Das große Krabbeln ihre Stimme. Es folgte unter anderem Disneys Dinosaurier.

Im Jahr 2000 spielte sie dann in Gegen jede Regel an der Seite von Denzel Washington. Panettiere war damals gerade einmal zehn Jahre alt und verkörperte Sheryl Yoast, die fußballbegeisterte Tochter des von Will Patton gespielten Trainers Bill Yoast.

Die Rolle gehörte für Panettiere selbst auch Jahrzehnte später noch zu ihren liebsten Erinnerungen. 2025 erklärte sie, dass Gegen jede Regel nicht nur einer ihrer Lieblingsfilme sei, sondern auch zu ihren schönsten Erfahrungen an einem Filmset gehöre.

Weitere Rollen folgten unter anderem in Liebe auf Umwegen, Racing Stripes – Ein Zebra an der Rennbahn, Die Eisprinzessin und Girls United – Alles oder Nichts. Panettiere war damit bereits seit mehr als einem Jahrzehnt im Geschäft, als ihre Karriere 2006 noch einmal eine völlig neue Dimension erreichte.

Heroes machte sie weltweit berühmt

2006 startete Heroes. Panettiere übernahm darin die Rolle der Cheerleaderin Claire Bennet, die entdeckt, dass ihr Körper selbst schwerste Verletzungen innerhalb kürzester Zeit heilen kann.

Die Serie entwickelte sich international zum Erfolg und machte aus der damaligen Teenagerin einen weltweit bekannten Fernsehstar. Der Satz, dass die Cheerleaderin gerettet werden müsse, wurde zu einem der bekanntesten Bestandteile der frühen Vermarktung der Serie.

Für Panettiere bedeutete Heroes den endgültigen Übergang vom bekannten Kinderstar zur erwachsenen Hauptdarstellerin. 2008 und 2009 erhielt sie jeweils einen Teen Choice Award für ihre Rolle.

Parallel versuchte sie sich auch als Sängerin und nahm Songs für verschiedene Filmprojekte auf. Später sollten Schauspiel und Musik in einer ihrer wichtigsten Rollen endgültig zusammenfinden.

Mit Nashville kam ihre zweite große Serienrolle

2012 übernahm Panettiere in Nashville die Rolle der Country-Sängerin Juliette Barnes. Die Figur ist ehrgeizig, erfolgreich, impulsiv und kämpft gleichzeitig immer wieder mit privaten Problemen.

Panettiere spielte Juliette über alle sechs Staffeln hinweg bis 2018. Für ihre Darstellung wurde sie zweimal für einen Golden Globe als beste Nebendarstellerin einer Fernsehserie nominiert.

Auch musikalisch wurde die Rolle bedeutend: Panettiere sang zahlreiche Songs der Serie selbst und war auf mehreren Soundtracks zu Nashville vertreten.

2025 bekam die Serie noch einmal neues Leben, als alle sechs Staffeln bei Netflix erschienen. Panettiere erklärte damals, dass sie sich darüber freue, wenn eine jüngere Generation die Serie neu für sich entdecken könne.

Dann traf sie Wladimir Klitschko

Während Panettiere zu einem der bekanntesten jungen Fernsehgesichter der USA wurde, begann auch die Beziehung, die ihr Privatleben über viele Jahre prägen sollte.

Ende der 2000er-Jahre lernte sie den ukrainischen Boxweltmeister Wladimir Klitschko kennen. Die beiden begegneten sich bei einer Veranstaltung rund um den Fotoband Room 23 und wurden wenig später ein Paar. Der Größenunterschied zwischen ihnen wurde schnell zum beliebten Motiv der Boulevardpresse: Panettiere war rund 1,53 Meter groß, Klitschko mehr als zwei Meter.

Hinter den Schlagzeilen entwickelte sich jedoch eine ernsthafte Beziehung. Panettiere reiste zu Klitschkos Kämpfen und verbrachte Zeit mit ihm und seiner Familie in Europa und der Ukraine. In ihrer 2026 erschienenen Autobiografie erinnerte sie sich daran, wie sie während Drehpausen um die Welt flog, um bei seinen Kämpfen dabei sein zu können.

Eine Liebe mit Unterbrechung

Die enorme Distanz zwischen ihren beiden Leben machte die Beziehung jedoch schwierig. Panettiere arbeitete hauptsächlich in den USA, während Klitschko als Schwergewichtsboxer international unterwegs war und einen großen Teil seines Lebens in Europa verbrachte.

2011 trennten sich beide zunächst. Bereits damals betonten sie jedoch, wie viel Liebe und gegenseitigen Respekt weiterhin zwischen ihnen vorhanden sei. Der Kontakt brach nicht ab.

2013 fanden Panettiere und Klitschko wieder zusammen. Noch im selben Jahr bestätigte die Schauspielerin ihre Verlobung mit dem Boxweltmeister.

Aus der Beziehung wurde schließlich eine Familie. Am 9. Dezember 2014 kam ihre gemeinsame Tochter Kaya Evdokia Klitschko zur Welt.

Wladimir Klitschko, Hayden und ihre Tochter Kaya

Die Geburt ihrer Tochter gehörte zu den wichtigsten, gleichzeitig aber auch schwierigsten Phasen in Panettieres Leben. Nach der Schwangerschaft litt sie an einer schweren postpartalen Depression. Später sprach sie außerdem offen über Alkohol- und Suchtprobleme, wegen derer sie sich mehrfach behandeln ließ.

2018 trennten sich Panettiere und Klitschko endgültig als Paar. Ihre gemeinsame Geschichte war damit allerdings nicht vorbei.

Kaya lebte fortan hauptsächlich bei ihrem Vater in Europa. Für Panettiere war die räumliche Trennung von ihrer Tochter nach eigener Aussage extrem schmerzhaft. Gleichzeitig erklärte sie später, dass Kaya dort ein stabiles Umfeld, Freunde, Familie und ein eigenes Leben aufgebaut habe.

Noch 2026 sprach Panettiere sehr liebevoll über ihre Tochter. Sie besuchte Kaya nach eigener Aussage so häufig wie möglich und stand regelmäßig per FaceTime mit ihr in Kontakt. Die inzwischen elfjährige Kaya wächst mehrsprachig auf und lebt weiterhin bei ihrem Vater.

Auch zu Klitschko blieb die Verbindung

Auch Jahre nach ihrer Trennung sprach Panettiere mit großer Wertschätzung über Wladimir Klitschko. Von einem klassischen Rosenkrieg zwischen den beiden war nichts zu spüren.

Im Frühjahr 2026 erklärte Panettiere, dass sie sowohl zu ihrer Tochter als auch zu Klitschko eine sehr gute Beziehung habe. Sie zeigte sich dankbar für ihren früheren Partner und dafür, wie beide miteinander umgingen.

Aus der romantischen Liebe war damit eine andere Form der Verbundenheit geworden. Klitschko blieb nicht nur der Vater ihres einzigen Kindes, sondern ein Mensch, der einen erheblichen Teil ihres Erwachsenenlebens geprägt hatte.

Ihre Verbindung zur Ukraine

Durch Klitschko und ihre Tochter entwickelte Panettiere über die Jahre auch eine enge persönliche Verbindung zur Ukraine. Nach Beginn des russischen Großangriffs auf das Land 2022 engagierte sie sich öffentlich für die ukrainische Bevölkerung.

Sie gründete die Hilfsorganisation Hoplon International, über die Geld für medizinische Hilfsgüter und Schutzmaterial für Menschen in der Ukraine gesammelt wurde. Panettiere machte dabei immer wieder deutlich, dass der Krieg für sie aufgrund ihrer Familie keine weit entfernte politische Nachricht sei. Ihre Tochter, ihr ehemaliger Verlobter Wladimir und dessen Bruder Vitali Klitschko sind unmittelbar mit dem Land verbunden.

Der Tod ihres Bruders Jansen

2023 traf Panettiere ein weiterer schwerer Schicksalsschlag. Ihr jüngerer Bruder Jansen Panettiere starb überraschend im Alter von nur 28 Jahren. Die beiden Geschwister standen sich sehr nahe und hatten als Schauspieler teilweise auch gemeinsam vor der Kamera gestanden.

Panettiere sprach später offen darüber, wie tief der Verlust sie getroffen habe. Auch dieses Kapitel verarbeitete sie in ihrer 2026 veröffentlichten Autobiografie.

Nach mehreren Jahren Pause kehrte sie zu Scream zurück

Nach dem Ende von Nashville 2018 zog sich Panettiere für mehrere Jahre weitgehend von der Schauspielerei zurück. Es war die erste längere Pause ihrer Karriere – nach einem Berufsleben, das bereits im Babyalter begonnen hatte.

2023 kehrte sie schließlich als Kirby Reed in Scream VI zurück. Die Figur hatte sie bereits zwölf Jahre zuvor in Scream 4 gespielt.

Panettiere beschrieb ihre Rückkehr später als einen Schritt, bei dem sie zunächst unsicher gewesen sei, ob die Fähigkeiten und Routinen aus Jahrzehnten vor der Kamera noch genauso selbstverständlich vorhanden wären. Mit der Zeit fand sie jedoch wieder Gefallen an der Arbeit.

2026 erzählte Hayden Panettiere ihre Geschichte selbst

Nur wenige Monate vor ihrem Tod begann Panettiere noch einmal ein neues Kapitel. Im Mai 2026 veröffentlichte sie ihre Autobiografie This Is Me: A Reckoning.

Darin blickte sie deutlich kritischer auf das Bild zurück, das Öffentlichkeit und Medien über Jahrzehnte von ihr kannten. Hinter dem erfolgreichen Kinderstar, der Cheerleaderin aus Heroes und dem Country-Star aus Nashville stand ein Mensch, der praktisch nie die Möglichkeit hatte, ein Leben außerhalb des Showgeschäfts kennenzulernen.

Auch als Schauspielerin war Panettiere zuletzt wieder aktiv. Mit dem Psychothriller Sleepwalker, bei dem sie auch als Produzentin beteiligt war, übernahm sie erstmals seit mehreren Jahren wieder eine größere Filmrolle. Sie erklärte, dass ihr gerade dieses Projekt das Gefühl gegeben habe, ihr Selbstvertrauen als Schauspielerin wiedergefunden zu haben.

Eine Karriere, die bereits im Babyalter begann

Am 21. August 2026 wäre Hayden Panettiere 37 Jahre alt geworden. Ihr Tod nur fünf Tage zuvor beendet eine Karriere, die sich über praktisch ihr gesamtes Leben erstreckte.

Sie war Babymodel, bevor sie laufen konnte. Mit vier Jahren spielte sie in einer täglichen Seifenoper. Mit zehn stand sie für Gegen jede Regel vor der Kamera. Als Teenager wurde sie durch Heroes weltweit bekannt. Mit Nashville verband sie Schauspiel und Musik und mit Scream wurde sie Teil einer der bekanntesten Horrorfilmreihen überhaupt.

Auch ihre Beziehung zu Wladimir Klitschko war längst mehr als eine alte Promi-Liebesgeschichte. Neun Jahre lang fanden die beiden immer wieder zueinander, verlobten sich und wurden Eltern. Die Partnerschaft endete 2018, die Verbindung blieb.

Bis zuletzt waren Panettiere und Klitschko durch ihre Tochter Kaya miteinander verbunden. Noch wenige Monate vor ihrem Tod sprach Panettiere mit großer Wertschätzung über den Mann, mit dem sie einen entscheidenden Teil ihres Lebens geteilt hatte.

Gerade 2026 schien Hayden Panettiere an einem neuen Punkt ihres Lebens angekommen zu sein. Nach mehr als drei Jahrzehnten vor der Kamera erzählte sie mit ihrer Autobiografie ihre eigene Geschichte so offen wie selten zuvor und hatte auch als Schauspielerin wieder neue Projekte angenommen. Ihr Tod mit nur 36 Jahren beendet dieses neue Kapitel unerwartet früh. Zurück bleiben mehr als drei Jahrzehnte Film- und Fernsehgeschichte – und Rollen, mit denen Panettiere für Millionen Zuschauer untrennbar verbunden bleiben wird.

Daniel Fersch

Daniel schreibt über so ziemliches alles, was mit Games, Serien oder Filmen und (leider) auch fragwürdigen Streamern zu tun hat – insbesondere, wenn es dabei um Nintendo, Dragon Ball, Pokémon oder Marvel geht....