Wenn dein Hund bei einer Wanderung verschwindet und Wochen später, als du die Hoffnung schon aufgeben willst, wieder auftaucht.
Fast drei Wochen lang fehlte von Teddy jede Spur. Der kleine Hund war während einer Wanderung auf dem Helvellyn verschwunden. Als die Hoffnung bereits zu schwinden begann, führte ausgerechnet ein Bellen aus einer steilen Schlucht die Suchenden zu ihm.
Der Helvellyn im englischen Lake District ist mit rund 950 Metern der dritthöchste Berg Englands. Für Wanderer bietet er spektakuläre Aussichten, schmale Bergpfade und anspruchsvolles Gelände. Für Teddy wurde der Ausflug jedoch zu einem beinahe dreiwöchigen Überlebenskampf.
Teddy verschwindet spurlos
Am 2. August war Teddy gemeinsam mit seinem Besitzer auf dem Helvellyn unterwegs. Während der Wanderung verschwand der Hund plötzlich und auf unerklärliche Weise.
In der Umgebung wurden daraufhin Suchplakate aufgehängt und Freiwillige durchkämmten das weitläufige Berggebiet. Doch Tag für Tag verging, ohne dass jemand Teddy gesehen oder gehört hatte.
Fast drei Wochen lang blieb die Suche erfolglos. Gerade in einem Gelände voller steiler Hänge, Felsen und tiefer Schluchten musste das Schlimmste befürchtet werden.
Ein Bellen aus der Schlucht
Am 21. August kam schließlich die überraschende Wendung. Freiwillige waren erneut auf der Suche nach Teddy, als sie aus dem sogenannten Dry Gill plötzlich Hundegebell hörten.
Das Geräusch führte sie zu einer steilen und schwer zugänglichen Schlucht am Berghang. Dort entdeckten sie tatsächlich den vermissten Hund. Teddy lebte – saß in dem gefährlichen Gelände allerdings so fest, dass die Helfer ihn nicht selbst erreichen konnten.
Die örtliche Rettungsteam wurde alarmiert. Sieben Mitglieder der Bergrettung machten sich auf den Weg, um Teddy aus seiner misslichen Lage zu befreien.
Dreieinhalb Stunden bis zur Rettung
Der Einsatz dauerte rund dreieinhalb Stunden. Nachdem die Retter Teddy erreicht hatten, sicherten sie ihn in einem speziellen Rucksack. Für den anstrengenden Weg zurück ins Tal bekam der geschwächte Hund außerdem eine kleine Menge Futter.
Teddy hatte während seiner Zeit am Berg deutlich an Gewicht verloren. Sichtbare schwere Verletzungen stellten die Retter laut ihrem Bericht jedoch nicht fest.
Am Parkplatz wartete schließlich der Moment, auf den sein Besitzer fast drei Wochen gehofft hatte: Teddy wurde sicher zurückgebracht und wieder mit ihm vereint. Anschließend ging es für den tierischen Überlebenskünstler direkt zum Tierarzt.
Wie konnte Teddy so lange überleben?
Wie Teddy fast drei Wochen allein am Helvellyn überstehen konnte, bleibt bislang ungeklärt. Auch ist nicht sicher, ob er tatsächlich die gesamte Zeit in der Schlucht festsaß oder erst später dorthin geriet.
In dem feuchten Berggebiet könnte er Zugang zu Regenwasser oder kleinen Wasserläufen gehabt haben. Bestätigt wurde das allerdings nicht. Ebenso wenig ist bekannt, ob und wovon sich Teddy während dieser Zeit ernährte.
Dass Hunde allerdings zu wirklich außergewöhnlichem fähig sind, gerade wenn es darum geht, sich und andere Zwei- und Vierbeiner zu retten – davon hören wir immer wieder. Etwa durch die Geschichte des siebenköpfigen Hundeteams, dass gemeinsam vor einem Metzger in China floh, um sich gemeinsam auf die lange Heimreise zu machen, denn auch wenn das Ganze eher wie der Plot eines Pixarfilms klingt, hat dies wirklich so stattgefunden.
Und auch im Fall von Teddy gilt: Der kleine Hund hat in einer äußerst gefährlichen Umgebung bemerkenswert lange durchgehalten – und die freiwilligen Helfer haben die Suche selbst nach beinahe drei Wochen nicht aufgegeben. Zum Glück!
