Influencer riskieren Menschenleben und schießen für Klicks Golfbälle in den Straßenverkehr

Creator stehen massiv in der Kritik, nachdem sie sich dabei filmten, Golfbälle auf Autos und Gebäude in Los Angeles zu schießen.

Everywhereweplaygolf Instagram
Wie lange kann diese Aktion noch gut gehen? | © Everywhereweplaygolf Instagram

Eine Gruppe von Golf-Content-Creatorn steht derzeit massiv in der Kritik, nachdem Videos aufgetaucht sind, in denen sie Golfbälle auf den fließenden Verkehr, Wohngebiete und Geschäftsgebäude in Los Angeles schlagen.

Die Clips, die über den Instagram-Account @everywhereweplaygolf veröffentlicht wurden, verbreiteten sich rasant in den sozialen Medien. Viele Nutzer bezeichneten die Aktionen als rücksichtslos und fordern rechtliche Konsequenzen. Anstatt Trickschüsse auf Golfplätzen zu filmen, schlagen die Creator ihre Bälle von Gehwegen, Parkhäusern, Dächern und anderen Orten mitten in der Stadt, häufig direkt in Richtung befahrener Straßen oder bewohnter Gebäude.

Viele der Videos wurden offenbar nachts aufgenommen. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass zu dieser Zeit weiterhin Autos unterwegs sind und sich Fußgänger in der Umgebung aufhalten. In mehreren Clips fliegen die Golfbälle zudem auf Wohnhäuser zu, in denen noch Licht brennt. Viele befürchten deshalb, dass dabei jederzeit jemand verletzt werden könnte.

Zuschauer fordern Ermittlungen der Polizei

Die Kontroverse gewann weiter an Fahrt, nachdem ein Reddit-Nutzer mehrere Videos der Gruppe gesammelt und veröffentlicht hatte. Darin wirft er den Creatorn vor, für Klicks und Aufmerksamkeit bewusst das Leben Unbeteiligter zu gefährden. Der Beitrag verbreitete sich schnell und tausende Nutzer forderten das Los Angeles Police Department auf, die Vorfälle zu untersuchen.

Außerdem kritisieren viele, dass die Gruppe die Videos selbst öffentlich hochgeladen hat. Da die Beteiligten regelmäßig unverdeckt vor der Kamera zu sehen sind, fragen sich zahlreiche Nutzer, warum sie Material veröffentlichen, das im Falle von Ermittlungen möglicherweise sogar als Beweismittel dienen könnte.

Bislang wurden nach übereinstimmenden Medienberichten weder Verletzte noch Festnahmen im Zusammenhang mit den Aktionen bestätigt. Dennoch befürchten viele Anwohner, dass es nur eine Frage der Zeit sein könnte, bis jemand ernsthaft zu Schaden kommt.

Ein viraler Trend mit gefährlichen Folgen

Ein Golfball kann von einem erfahrenen Spieler Geschwindigkeiten von weit über 160 km/h erreichen. Bei einem direkten Treffer könnten Autoscheiben zerspringen, Gebäude beschädigt oder sogar Menschen schwer verletzt werden. Kritiker sind deshalb der Meinung, dass das Schlagen von Golfbällen in Richtung belebter Straßen oder Wohngebiete längst nichts mehr mit einem harmlosen Streich zu tun hat und leicht zu einem schweren Unfall führen könnte.

Die Creator selbst haben die Kritik bislang weitgehend heruntergespiel
t. In einigen Beiträgen machten sie sich sogar darüber lustig und behaupteten sinngemäß, dass sie niemand aufhalten könne. Diese Reaktion hat die Forderungen nach strengeren Konsequenzen nur weiter angeheizt.

Der Vorfall hat erneut eine Diskussion darüber ausgelöst, wie weit Content Creator für Reichweite und virale Aufmerksamkeit gehen sollten.

Was haltet ihr davon? Sollten die Creator rechtliche Konsequenzen für ihre Aktionen tragen oder reicht der öffentliche Gegenwind aus? Schreibt es uns in die Kommentare!

Tommy-lee Venghaus

Tommy-Lee ist Medientextübersetzungsstudent und leidenschaftlicher Gamer mit einer besonderen Vorliebe für JRPGs, Anime und Medien....