Influencer wird wegen Einsatz einer Furzbombe von Fluggesellschaft gebannt

Eine Fluggesellschaft hat einen Influencer gesperrt und ihm mit rechtlichen Schritten gedroht, nachdem er mitten in einem Flug eine Stinkbombe gezündet hatte.

Yefito You Tube
Der Furzverursacher | © Yefito YouTube

Der kolumbianische Influencer Yeferson Cossio darf nun nicht mehr mit Avianca fliegen, nachdem er in der Kabine eines Madrider Fluges einen üblen Geruch verbreitet hatte.

Die Furzbombe

Yeferson Cossio ist ein kolumbianischer Influencer mit 4,22 Millionen Abonnenten auf YouTube, 20 Millionen auf TikTok und 12,5 Millionen auf Instagram. Er ist bekannt für seine Streichvideos und dafür, dass er gerne seinen Reichtum, seinen Körper und seine Freundin zeigt.

Am 11. März nahm Cossio einen Flug von Bogotá nach Madrid, als sich der Vorfall ereignete. Laut El Tiempo soll er während des Fluges über dem Atlantik in der Kabine ein chemisches Furzgerät oder Stinkbombe aktiviert haben. Der üble Geruch verbreitete sich in der Kabine und belästigte die Passagiere.

Deshalb wurde Cossio von seinem Rückflug ausgeschlossen. Avianca gab eine Erklärung ab, in der sie mitteilten, dass die Gesundheit und Sicherheit der Passagiere gefährdet gewesen sei, weshalb sie rechtliche Schritte einleiten wollen.

Avianca möchte der Öffentlichkeit mitteilen, dass die Fluggesellschaft aufgrund des störenden Verhaltens eines bekannten Influencers an Bord des Fluges AV46 von Bogotá nach Madrid am 11. März den Beförderungsvertrag gekündigt und den Rückflug annulliert hat. Avianca wird zudem rechtliche Schritte einleiten.

Dexerto berichtet, dass die Fluggesellschaft außerdem hinzufügte, dass der Einsatz eines chemischen Geruchserzeugers in einer geschlossenen Umgebung wie eine Stinkbombe wirke, was die Sicherheitsprotokolle in einem tatsächlichen Notfall erheblich erschweren könnte.

Nur ein Versehen?

Cassio veröffentlichte nach dem Vorfall eine Stellungnahme auf seinem YouTube-Kanal, in der er erklärt, die ganze Sache sei übertrieben dargestellt worden. Seinen Angaben zufolge hatte er das Gerät zwar mit an Bord genommen, aber nicht die Absicht, es während des Fluges einzusetzen. Er räumt einen Fehler ein - die Tüte sei mitten im Flug aufgeplatzt - meint aber, es sei nicht so ernst, wie die Fluggesellschaft es darstelle.

Falls es sich wirklich um ein Versehen handelte, ist es vielleicht etwas zu hart, ihn vom Rückflug auszuschließen und rechtliche Schritte einzuleiten, aber vielleicht sollte man solche Sachen einfach nicht mit ins Flugzeug nehmen.

Nora Weirich

Schon als Kind hat Noras Vater ihre Begeisterung für Videospiele und alles was damit zu tun hat geweckt. Dazu kommt eine viel zu hohe Bildschirmzeit, weshalb sie so gut wie alles mitbekommt, was online so passiert und eine Vorliebe für das Schreiben, die sie durch ihr Philosophiestudium entdeckt hat. So kann sie all ihre Leidenschaften bei Earlygame verwirklichen....