Clavicular sieht sich in einer neuen Klage seiner Looksmaxxing-Kollegin Alorah Ziva mehreren Anklagepunkten gegenüber, darunter Körperverletzung und Betrug.
Die Welt des Looksmaxxing ist von Natur aus umstritten, doch auch hier gibt es Grenzen, die nicht überschritten werden sollten. Eine 18-jährige Influencerin verklagt nun Clavicular, und die von ihr erhobenen Vorwürfe sind sehr beunruhigend.
Vorwürfe gegen Clavicular
Aleksandra Vasilevna Mendoza gehört selbst zur Looksmaxxing-Szene und bezeichnet sich auf ihrem Instagram-Profil „Alorah Ziva“ als „#1 weibliche Looksmaxxerin“. Eine in Florida eingereichte und von TMZ veröffentlichte Klage schildert nun ihre Begegnungen mit Braden Eric Peters, auch bekannt als Clavicular, einem der bekanntesten Namen der Looksmaxxing-Szene.
Laut ihren Angaben lernte sie Peters 2025 kennen, als sie 16 Jahre alt war. Er war damals 19. Der Streamer soll ihr 1000 Dollar (855€) für von ihr gedrehte Videos gezahlt und ihr versprochen haben, sie zum weiblichen Gesicht von Looksmaxxing zu machen.
Dann soll Clavicular ihr angeblich zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Uber geschickt haben, um sie abzuholen und zu einer Party im Haus seiner Eltern in Cape Cod, Massachusetts, zu bringen. Dort wollte sie Peters persönlich treffen, in der Hoffnung, ihre Followerschaft zu vergrößern. Mendoza behauptet, es seien „exzessive Mengen Alkohol“ geflossen und sie sei betrunken gewesen. Sie sagt, Peters habe mit ihr geschlafen, als sie nicht einwilligungsfähig war, und dann noch einmal am nächsten Morgen, als sie aufwachte, ebenfalls ohne ihre Zustimmung.
Nachdem sie eine Zeit lang keinen Kontakt zu ihm hatte, tauchte sie in einem Livestream von Clavicular auf, immer noch in der Hoffnung, dadurch ihre Online-Präsenz zu verbessern. In diesem Stream injizierte Peters ihr Aqualyx (eine nicht von der FDA zugelassene fettauflösende Substanz) ins Gesicht und übertrug dies, wie sie behauptet, ohne ihre Zustimmung, live. Sie gibt außerdem an, sie sei davon ausgegangen, dass er die medizinische Erlaubnis für diesen Eingriff habe, was jedoch nicht der Fall war. Peters habe angeblich auch angedeutet, die Injektion enthalte Methamphetamin.
Mendoza verklagt Peters nun wegen Körperverletzung, Betrug, vorsätzlicher Zufügung seelischen Leids und unbefugter Veröffentlichung ihres Namens und Bildes. Sie fordert Schadensersatz in Höhe von 50.000 US-Dollar (42761€).
Während ihr Anwaltsteam optimistisch zu sein scheint, sagte Peters' Anwalt Steve Kramer gegenüber TMZ:
Wir sind uns der kürzlich gegen Herrn Peters eingereichten Beschwerde bewusst. Es handelt sich dabei lediglich um Behauptungen, die noch nicht bewiesen sind. Herr Peters weist die Vorwürfe zurück und bestreitet die Darstellung der Ereignisse. Er wird durch die die geeigneten Rechtswege antworten und wird sich energisch verteidigen. Wir werden uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter dazu äußern.
Clavicular scheint in letzter Zeit unfähig zu sein, sich aus der Patsche zu ziehen. Er wurde kürzlich verhaftet, erlitt dann eine Drogenüberdosis live im Stream und steht im Verdacht, von Peter Thiel finanziert zu werden. Dieser Fall verdeutlicht, wie leicht ethische und rechtliche Grenzen innerhalb einer ohnehin schon kontroversen Online-Subkultur überschritten werden können. Obwohl die Vorwürfe gegen Clavicular noch vor Gericht bewiesen werden müssen, wirft die Klage ein Licht auf Machtverhältnisse, Einflussnahme und potenzielle Ausbeutung innerhalb der Looksmaxxing-Szene. Viralität und Online-Ruhm sind die Währung dieser Welt, und wer am meisten davon hat, besitzt Macht über andere.
