Jada Pinkett Smith wird 55: Die Frau von Will Smith von der gesagt wird, dass sie ihren Mann zerstört hat

Die große Liebe von Will Smith – oder am Ende doch sein Untergang?

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So wandlungsfähig Pinkett Smith ist – so kontrovers ist ihre Ehe mit Will Smith teilweise. | © Fox / Universal

Jada Pinkett Smith feiert am heutigen 18. September 2026 ihren 55. Geburtstag. Seit mehr als drei Jahrzehnten bewegt sie sich zwischen Schauspiel, Musik, Produktion und gesellschaftlichem Engagement. Doch mindestens ebenso viel Aufmerksamkeit wie ihre Karriere erhielt in den vergangenen Jahren ihre ungewöhnliche Beziehung zu Will Smith.

Von Baltimore nach Hollywood

Jada Koren Pinkett wurde am 18. September 1971 in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland geboren. Ihre Mutter Adrienne Banfield-Norris war noch Schülerin, als sie mit Jada schwanger wurde. Da die Ehe ihrer Eltern nur wenige Monate hielt, wuchs Pinkett hauptsächlich bei ihrer Mutter und ihrer Großmutter Marion Martin Banfield auf.

Schon früh erhielt sie Klavier-, Tanz- und Ballettunterricht. Später besuchte sie die Baltimore School for the Arts, an der sie Schauspiel und Tanz studierte. Dort lernte sie auch den späteren Rapper Tupac Shakur kennen. Zwischen den beiden entwickelte sich eine intensive Freundschaft, die Pinkett Smith noch Jahrzehnte nach Shakurs Tod im Jahr 1996 öffentlich beschäftigte.

Nach einem kurzen Studium an der North Carolina School of the Arts zog Pinkett nach Los Angeles, um als Schauspielerin Fuß zu fassen. Erste kleinere Fernsehauftritte führten Anfang der 1990er-Jahre zu ihrer Rolle als Lena James in der Sitcom College Fieber. Die Serie verschaffte ihr größere Bekanntheit und öffnete ihr den Weg zum Film.

Der Durchbruch auf der großen Leinwand

1993 spielte Pinkett in dem Sozialdrama Menace II Society die alleinerziehende Mutter Ronnie. Es folgten Rollen in Filmen wie Jason’s Lyric, Der verrückte Professor und Scream 2. Besonders prägend wurde der Actionthriller Set It Off aus dem Jahr 1996. Darin gehört sie zu vier Frauen, die aus wirtschaftlicher Not beginnen, Banken zu überfallen.

Pinkett Smith etablierte sich damit als Schauspielerin, die sowohl Komödien als auch Actionfilme und Dramen tragen konnte. In Ali verkörperte sie 2001 Sonji Roi, die erste Ehefrau von Muhammad Ali. Zwei Jahre später wurde sie als Widerstandskämpferin Niobe Teil des Matrix-Universums. Die Figur war in Matrix Reloaded und Matrix Revolutions zu sehen und wurde später auch in Videospielen der Reihe aufgegriffen.

Ein ganz anderes Publikum erreichte sie ab 2005 als Stimme des Nilpferds Gloria in Madagascar. Sie kehrte für mehrere Fortsetzungen und Specials zurück. Weitere bekannte Filme ihrer Karriere sind Collateral, Magic Mike XXL, Girls Trip und Angel Has Fallen.

Auch im Fernsehen übernahm Pinkett Smith größere Rollen. Von 2009 bis 2011 spielte sie in Hawthorne eine leitende Krankenschwester und fungierte zugleich als ausführende Produzentin. In der DC-Serie Gotham trat sie später als Gangsterboss Fish Mooney auf – eine Figur, die eigens für die Serie geschaffen wurde.

Metalband, Kinderbuch und eigene Produktionen

Jada Pinkett Smith beschränkte sich nie auf die Schauspielerei. Anfang der 2000er-Jahre gründete sie die Metalband Wicked Wisdom, bei der sie als Sängerin und Songwriterin auftrat. Die Gruppe veröffentlichte unter anderem das Album Wicked Wisdom und spielte 2005 auf der zweiten Bühne des Ozzfest-Festivals.

2004 erschien ihr Kinderbuch Girls Hold Up This World, das sich mit Selbstbewusstsein, Zusammenhalt und der Stärke von Mädchen beschäftigt. Außerdem arbeitete Pinkett Smith zunehmend als Produzentin. Gemeinsam mit Will Smith war sie unter anderem an Film-, Fernseh- und Theaterprojekten beteiligt. Für das Broadway-Musical Fela! erhielt sie als Teil des Produktionsteams eine Tony-Nominierung.

2023 produzierte und moderierte sie die Netflix-Dokureihe African Queens. Das Format widmet sich einflussreichen afrikanischen Herrscherinnen und verband dokumentarische Elemente mit inszenierten Spielszenen. Die Darstellung Kleopatras als Schwarze Frau löste allerdings auch Kritik und eine internationale Debatte über historische Genauigkeit aus.

Offene Gespräche am roten Tisch

Zu einem ihrer persönlichsten und einflussreichsten Projekte wurde ab 2018 die Talkshow Red Table Talk. Gemeinsam mit ihrer Mutter Adrienne Banfield-Norris und ihrer Tochter Willow Smith sprach Pinkett Smith über psychische Gesundheit, familiäre Konflikte, Sucht, Sexualität, Rassismus, Trauer und Beziehungskrisen.

Das Format lebte davon, dass die Gastgeberinnen ihre eigenen Probleme nicht aussparten. Pinkett Smith sprach unter anderem über Depressionen, frühere Suizidgedanken, ihre schwierige Kindheit und den Umgang mit ihrer Autoimmunerkrankung Alopecia areata. Der daraus resultierende Haarausfall führte dazu, dass sie sich den Kopf rasierte.

Red Table Talk gewann 2021 einen Daytime Emmy als beste informative Talkshow. Im selben Jahr nahm das Time-Magazin Pinkett Smith, ihre Mutter und ihre Tochter in die Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten auf. Nachdem Meta seine eigenen Unterhaltungsformate einstellte, endete die bisherige Version der Sendung 2023.

Politisches und soziales Engagement

Jada Pinkett Smith nutzt ihre Bekanntheit seit vielen Jahren für gesellschaftliche Themen. Bereits 1997 moderierte sie Teile des Million Woman March in Philadelphia. Die Veranstaltung rückte die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen Schwarzer Frauen in den Vereinigten Staaten in den Mittelpunkt.

Gemeinsam mit Will Smith gründete sie die Will and Jada Smith Family Foundation. Die Stiftung unterstützte Bildungsangebote, Jugendprogramme, Kunstprojekte und Organisationen, die mit Familien in benachteiligten Stadtteilen arbeiten. Zu den geförderten Initiativen gehörte unter anderem YouthBuild, ein Programm zur beruflichen und persönlichen Förderung junger Menschen.

Ein besonderer Schwerpunkt ihres Engagements liegt auf dem Kampf gegen Menschenhandel. 2012 gründete sie die Initiative Don’t Sell Bodies und sagte vor einem Ausschuss des US-Senats aus. Dort forderte sie stärkeren Schutz für Betroffene, eine konsequentere Strafverfolgung und eine bessere Finanzierung von Hilfsprogrammen. Auch bei Gesprächen mit dem US-Justizministerium setzte sie sich dafür ein, Menschenhandel nicht als Randthema, sondern als moderne Form der Sklaverei zu behandeln.

Darüber hinaus machte Pinkett Smith in ihren Projekten immer wieder auf psychische Erkrankungen, Suchterfahrungen und die Situation Schwarzer Frauen aufmerksam. Ihr Engagement ist weniger an eine bestimmte Partei gebunden als an einzelne gesellschaftspolitische Anliegen. Dabei wurde sie allerdings auch kritisiert: etwa wegen ihrer früheren Nähe zu Bildungsansätzen aus dem Umfeld von Scientology oder wegen der historischen Darstellung in African Queens.

Die Ehe mit Will Smith

Jada Pinkett lernte Will Smith 1994 kennen, als sie für die Rolle seiner Serienfreundin in Der Prinz von Bel-Air vorsprach. Die Rolle erhielt Nia Long, doch zwischen Pinkett und Smith entwickelte sich später eine Beziehung. Am 31. Dezember 1997 heiratete das Paar. 1998 wurde Sohn Jaden geboren, 2000 folgte Tochter Willow. Zu Will Smiths älterem Sohn Trey aus dessen erster Ehe entwickelte Pinkett Smith ebenfalls eine enge Beziehung.

Über viele Jahre galten Will und Jada als eines der beständigsten Paare Hollywoods. Gleichzeitig lehnten beide wiederholt die Vorstellung einer konventionellen Ehe ab. Sie sprachen öffentlich über persönliche Freiheit, gegenseitiges Vertrauen und darüber, dass ein gemeinsames Leben nicht automatisch klassischen Beziehungsregeln folgen müsse.

2015 begann Jada Pinkett Smith während einer Trennungsphase eine Beziehung mit dem Sänger August Alsina. Als Alsina die Verbindung 2020 öffentlich machte, besprachen Jada und Will die Situation in einer viel beachteten Ausgabe von Red Table Talk. Pinkett Smith bezeichnete die Beziehung als Verstrickung – ein Begriff, der im Internet schnell zum Meme wurde.

Ein offenes Geheimnis, das auch im Internet nach wie vor heiß diskutiert wird, ist Pinketts Beziehung zum Rapper Tupac Shakur. Aus vielen Aussagen der Schauspielerin über den Musiker und ihre gemeinsame Beziehung lässt sich ein Bild zusammenfügen, in dem sie sich stets nach ihm und seiner Aufmerksamkeit sehnte, während Will Smith eher ein Ersatz war – ein Blick auf ihre Ehe, die Pinkett angeblich auch offen gegenüber Smith so geäußert hatte.

Der Oscar-Eklat und die überraschende Enthüllung

Bei der Oscarverleihung 2022 machte Chris Rock einen Witz über Jada Pinkett Smiths rasierten Kopf und verglich sie mit der Hauptfigur aus Die Akte Jane. Kurz darauf ging Will Smith auf die Bühne und schlug Rock vor laufenden Kameras ins Gesicht. Jada Pinkett Smith erklärte später, sie habe zunächst geglaubt, die Szene sei inszeniert. Will Smith entschuldigte sich anschließend und wurde für zehn Jahre von Veranstaltungen der Oscar-Akademie ausgeschlossen.

Die öffentliche Wahrnehmung des Vorfalls veränderte sich im Oktober 2023 erneut. Während der Veröffentlichung ihrer Memoiren Worthy enthüllte Pinkett Smith, dass sie und Will bereits seit 2016 getrennte Leben geführt hatten. Die beiden waren weiterhin verheiratet, lebten jedoch über Jahre in unterschiedlichen Häusern und betrachteten sich nicht mehr als klassisches Liebespaar.

Trotzdem lehnten sie eine Scheidung ab. Pinkett Smith erklärte, dass zwischen ihnen weiterhin tiefe Zuneigung bestehe und sie herausfinden wollten, welche Form ihre Beziehung künftig annehmen könne. Gemeinsame Familienauftritte, darunter bei der Premiere von Bad Boys: Ride or Die und bei Veranstaltungen ihres Sohnes Jaden, zeigten, dass die Verbindung nie vollständig abgebrochen war.

Im Sommer 2026 berichtete People unter Berufung auf eine dem Paar nahestehende Quelle, Pinkett Smith sei bereits zwei Jahre zuvor wieder bei Will eingezogen. Eine offizielle Definition ihres aktuellen Beziehungsstatus gaben beide jedoch nicht ab. Rechtlich sind sie weiterhin verheiratet und treten als Familie füreinander ein. Ob ihre Verbindung heute wieder einer romantischen Partnerschaft entspricht, bleibt ihre Privatsache – dennoch spricht man im Internet und mit Blick auf Smiths Verhalten in den vergangenen Jahren auch immer wieder davon, dass Pinkett-Smith ihren Mann im Laufe der Zeit zerstört habe und sich weder er noch seine Karriere je ganz davon erholen werden.

Eine Karriere jenseits einfacher Schlagzeilen

Jada Pinkett Smith gehört zu den Persönlichkeiten Hollywoods, bei denen sich öffentliche Inszenierung und radikale Offenheit kaum voneinander trennen lassen. Sie hat als Schauspielerin Blockbuster gedreht, eine Metalband angeführt, Bücher geschrieben, Produktionen entwickelt und mit Red Table Talk ein neues Format für intime Prominentengespräche mitgeprägt.

Diese Offenheit machte sie angreifbar. Ihre Eheprobleme, die Beziehung zu August Alsina, ihre Aussagen über Tupac Shakur und der Oscar-Eklat wurden über Jahre öffentlich analysiert, verspottet und gegeneinander ausgespielt. Gleichzeitig hat Pinkett Smith ihre Plattform genutzt, um über Themen zu sprechen, die in Hollywood lange verborgen blieben.

An ihrem 55. Geburtstag lässt sich Jada Pinkett Smith deshalb nur schwer auf eine Rolle reduzieren: Sie ist Schauspielerin, Produzentin, Musikerin und Aktivistin – aber auch eine Frau, deren komplizierteste private Beziehung zu einer der öffentlichsten Ehen der Unterhaltungsbranche geworden ist

Daniel Fersch

Daniel schreibt über so ziemliches alles, was mit Games, Serien oder Filmen und (leider) auch fragwürdigen Streamern zu tun hat – insbesondere, wenn es dabei um Nintendo, Dragon Ball, Pokémon oder Marvel geht....