Keine Matches auf Tinder? – Dieser Mann macht sich selbst zum einzigen Kandidaten

Frustriert von normalen Dating-Apps erstellt Nick Poninski einfach sein eigenes Dating Portal – und es geht viral.

N Ick Poninski
Der Marketingexperte vermarktet sich nun selbst auf dem Single-Markt. | © nickponinski.com

Wer auf Tinder kein Glück hat, löscht die App normalerweise einfach wieder. Der 42-jährige Brite Nick Poninski entschied sich stattdessen für einen deutlich ungewöhnlicheren Weg: Aus Frust über Dating-Apps erstellte er kurzerhand seine eigene Website, auf der er sich potenziellen Partnerinnen vorstellt.

Besonders ein Detail sorgte im Internet für Gesprächsstoff, Bewertungen von Freunden und Familie – darunter auch eine Empfehlung seiner Mutter.

Frustriert von Tinder startet der 42-Jährige seine eigene Dating-Seite

Nick Poninski ist selbstständiger Unternehmensberater und unterstützt Firmen sowie Personalvermittler dabei, ihre Marktpräsenz auszubauen und neue Kunden zu gewinnen.

Beruflich scheint es für den 42-Jährigen gut zu laufen, von seinem Liebesleben kann er das allerdings nicht behaupten. Lange hatte er Tinder und andere Dating-Apps ausprobiert, um eine Partnerin zu finden – jedoch ohne Erfolg. Deshalb entschloss er sich kurzerhand dazu, seine eigene Dating-Seite zu erstellen.

Auf der Webseite gibt es nur ein Profil, das von Nick, darauf stellt er sich sowie seine Idee in einem kurzen Video vor. Neben persönlichen Informationen, Hobbys, Vorstellungen von einer Beziehung und Kontaktmöglichkeiten finden sich auf der Website auch Referenzen aus seinem Umfeld.

Laut Nick soll die Seite bereits über tausend Besucher angezogen und sogar erste Gespräche ausgelöst haben. Zu einigen Dates sei es laut eigener Aussage ebenfalls gekommen, eine feste Beziehung habe sich daraus bislang jedoch nicht entwickelt.

Er betont immer wieder, dass er eine ernsthafte Partnerschaft sucht und sich dabei an der langjährigen Ehe seiner Eltern orientiert.

Ausgerechnet die Bewertung seiner Mutter macht die Aktion viral

Unter den Rezensionen und Einschätzungen aus seinem Umfeld sticht eine besonders hervor: das Testimonial seiner Mutter. Darin beschreibt sie ihren Sohn als attraktiv und äußerst fürsorglich. Gerade diese ungewöhnliche Empfehlung sorgte im Internet für Aufmerksamkeit und zeigt, wie eng die Beziehung zwischen den beiden offenbar ist.

Zusätzlich gibt es einen FAQ-Bereich mit Fragen zu seinem Leben, seinen Interessen und seinen Vorstellungen einer zukünftigen Partnerin.

Im Netz fielen die Reaktionen auf die skurrile Dating-Plattform gemischt aus: Während manche Nutzer die Idee als kreative und sympathische Lösung für ein modernes Problem feiern, halten andere Nicks Website für unangenehm oder sogar verzweifelt.

Cleverer PR-Stunt oder echte Partnersuche?

Einige Nutzer fragen sich inzwischen, ob hinter der Aktion mehr steckt als nur die Suche nach einer Beziehung. Besonders auffällig ist, dass Poninski offenbar dieselbe Domain für sein Dating-Profil nutzt, die bereits zuvor mit seinen beruflichen Projekten verknüpft war.

Dadurch entstanden schnell Spekulationen, dass die virale Geschichte gleichzeitig als Marketingkampagne für seine Tätigkeit als Unternehmensberater dienen könnte.

Bislang gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass Nick die Aktion bewusst zu diesem Zweck gestartet hat. Möglicherweise wollte er schlicht einen neuen Weg ausprobieren, um die richtige Partnerin zu finden.

Ob Nick Poninski über seine ungewöhnliche Website tatsächlich die große Liebe findet, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass seine Aktion einen Nerv getroffen hat: Immer mehr Menschen scheinen von klassischen Dating-Apps frustriert zu sein und suchen nach alternativen Wegen, um jemanden kennenzulernen.

Während Projekte wie Overtone auf künstliche Intelligenz setzen, versucht Nick genau das Gegenteil – und verlässt sich stattdessen auf eine persönliche Website und die Empfehlung seiner Mutter.

Ist Nicks Website eine kreative Alternative zu Tinder oder steckt am Ende doch eher geschicktes Eigenmarketing dahinter? Schreibt es uns in die Kommentare!

Julian Mayorga
Julian Mayorga