Kodak Black stellt sich den Behörden – Zwei Verhaftungen in einer Woche

Rapper Kodak Black wird sich nach zwei Verhaftungen in einer Woche juristischen Konsequenzen stellen müssen.

Kodak Black IGCBSNEWS
Kodak Black wurde in Florida zweimal in einer Woche verhaftet | © Instagram / © CBS News

Kodak Black wurde erneut verhaftet, diesmal im Broward County in Florida. Der Rapper hat bereits eine lange Vorstrafenliste mit zwölf früheren Verurteilungen wegen schwerer Straftaten. Bereits 2021 hatte Donald Trump seine dreijährige Bundesstrafe wegen gefälschter Waffenkaufdokumente verkürzt.

Erste Festnahme

Am 7. Mai 2026 wurde Kodak Black festgenommen, nachdem Ermittler ihn mit 25 Gramm MDMA in Verbindung gebracht hatten, die bereits im November 2025 in einem seiner Fahrzeuge gefunden worden waren.

Damals waren Polizeibeamte nach gemeldeten Schüssen zu einem Einsatzort in Orlando, Florida gerufen worden. Vor Ort fanden sie den Rapper in der Nähe eines BMWs und eines Lamborghini SUVs. Laut Polizei lag Cannabisgeruch in der Luft, was ihrer Ansicht nach ausreichend war, um die Fahrzeuge zu durchsuchen.

In einer pinken Tasche fanden Beamte angeblich, 25 Gramm Pillen, 37.000 Dollar Bargeld und Dokumente mit dem Namen des Rappers. Die Tasche soll später mit einer Tasche identifiziert worden sein, mit der Kodak Black zuvor auf Instagram posiert hatte.

Etwa ein halbes Jahr später bestätigten Laborergebnisse, dass die Pillen MDMA enthielten. Zusammen mit den Dokumenten am Tatort werteten die Behörden dies als ausreichenden Beweis für seine Festnahme im Mai dieses Jahres.

Sein Anwalt Bradford Cohen bezeichnete den Fall dagegen als „kompletten Witz“, da die Polizei seiner Meinung nach nie ausreichenden Anlass für die Durchsuchung gehabt habe. Kodak Black bekannte sich nicht schuldig.

Die Kaution wurde aufgrund seiner zwölf früheren Verurteilungen wegen schwerer Straftaten auf 75.000 Dollar festgesetzt.

Die zweite Verhaftung

Nur eine Woche später stellte sich Kodak Black erneut den Behörden, diesmal in Broward County, Florida.

Die Vorwürfe lauteten Flucht vor der Polizei und Widerstand gegen Beamte ohne Gewaltanwendung. Diesmal wurde die Kaution auf 0 Dollar gesetzt, während beide Anklagepunkte weiterhin auf ihren Prozess warten.

Auch hier verteidigte Anwalt Cohen seinen Mandanten öffentlich: „Alle sind sich einig, dass Kodak ständig ins Visier genommen wird.“ Er bezeichnete die Festnahme außerdem als „haltlose schwache Verhaftung“ nach fünfmonatigen Ermittlungen.

Wie geht es weiter?

Kodak Black steht nun gleichzeitig vor zwei offenen Strafverfahren in Florida. Besonders der erste Fall gilt als äußerst ernst.

Nach dem Recht des Bundesstaates Florida kann der Besitz beziehungsweise Handel von mehr als 14 Gramm MDMA mit bis zu 30 Jahren Gefängnis bestraft werden.

Zusätzlich machen seine zwölf früheren Verurteilungen eine milde Strafe deutlich unwahrscheinlicher, sollte er schuldig gesprochen werden. Außerdem muss der Rapper strenge Auflagen erfüllen, darunter kein Drogenkonsum, kein Kontakt zu bestimmten Personen und kein Waffenbesitz.

Anwalt Cohen weist beide Fälle weiterhin als gezielte Verfolgung zurück und hatte mit dieser Strategie in der Vergangenheit bereits Erfolg. Gerichtstermine wurden bislang noch nicht angesetzt.

Die erneuten Festnahmen werfen zunehmend Fragen darüber auf, ob seine Karriere und sein öffentliches Image weiteren juristischen Problemen standhalten können.

Gleichzeitig kommentieren viele Fans in sozialen Medien, dass Kodak Black sich endlich stärker auf seine Musik statt auf Drogenprobleme konzentrieren müsse.

Julian Mayorga
Julian Mayorga