LEGO baut fahrbaren Koenigsegg in Originalgröße – und er ist schneller als gedacht

LEGO hat nicht einfach das neueste Technic-Set vorgestellt – sondern das Modell in Originalgröße nachgebaut, dass 111km/h erreicht!

Koenigsegg LEGO
Das ist nicht einfach nur Marketing, sondern ein echtes Fahrzeug. | © LEGO

Mit dem Koenigsegg Sadair's Spear erweitert LEGO seine Ultimate Car Concept Series um ein weiteres Hypercar. Zur Enthüllung präsentierte das Unternehmen jedoch nicht nur das neue Set, sondern gleich eine lebensgroße Nachbildung aus LEGO Technic-Steinen. Das Besondere: Das Fahrzeug kann tatsächlich fahren und wurde unter realen Bedingungen getestet.

Während andere Hersteller ihre Modelle mit Trailern ankündigen, baut LEGO inzwischen lieber direkt das Auto nach.

Der Supersportwagen ist die Vorlage, LEGO liefert den Antrieb

Die meisten LEGO-Modelle landen nach dem Aufbau im Regal, aber dieses hier wurde zum Fahren gebaut.

Der LEGO-Koenigsegg besteht aus insgesamt 327.906 Einzelteilen und erforderte mehr als 9.400 Stunden Handarbeit. Trotzdem handelt es sich nicht bloß um ein Ausstellungsstück. Bei Testfahrten erreichte das Fahrzeug eine Höchstgeschwindigkeit von 111 km/h und gehört damit zu den schnellsten lebensgroßen LEGO-Konstruktionen aller Zeiten.

Besonders beeindruckend: Unter der Karosserie versteckt sich kein normaler Verbrennungsmotor. Die Ingenieure standen vor der Herausforderung, ein voll funktionsfähiges Fahrzeug ausschließlich mit LEGO-Technic-Komponenten umzusetzen.

Angetrieben wird das Modell von mehreren LEGO-Technic-Elektromotoren, die über die hauseigene Control+ Technologie gesteuert werden. Dahinter steckt ein komplexes Zusammenspiel aus Batterien, Steuerungselektronik und tausenden beweglichen Bauteilen.

Für den sicheren Betrieb kamen allerdings echte Koenigsegg-Reifen sowie sicherheitsrelevante Bauteile wie ein Überrollkäfig zum Einsatz. Sogar der berühmte Ghost Mode von Koenigsegg wurde nachgebaut. Per Knopfdruck öffnen, entfalten und bewegen sich zahlreiche Karosserieelemente gleichzeitig und sorgen für den typischen Effekt des Originals.

Die eigentliche Leistung steckt dabei nicht in der Optik. Beeindruckend ist vor allem, dass ein Fahrzeug aus über 327.000 Einzelteilen überhaupt Geschwindigkeiten auf Autobahn-Niveau erreicht.

LEGO setzt die Messlatte immer höher

Es ist nicht das erste Mal, dass LEGO ein fahrbares Auto in Originalgröße baut. Bereits zuvor entstanden lebensgroße Nachbildungen des Bugatti Chiron und des McLaren P1.

Der neue Koenigsegg setzt allerdings noch einmal neue Maßstäbe. Jedes neue Projekt wurde komplexer, detailreicher und technisch anspruchsvoller. Inzwischen geht es längst nicht mehr nur darum, ein Auto möglichst realistisch nachzubauen. Der Fokus liegt zunehmend auf echter Funktionalität und Leistung.

Genau deshalb dürfte der Koenigsegg das bislang beeindruckendste Automobilprojekt von LEGO sein. Was einst als Marketingaktion begann, entwickelt sich immer mehr zu einer ernstzunehmenden Ingenieursleistung.

Fans feiern das Projekt

In den sozialen Netzwerken fallen die Reaktionen überwiegend positiv aus. Viele Nutzer zeigen sich weniger überrascht darüber, dass das Fahrzeug überhaupt fahren kann, sondern vielmehr darüber, wie schnell es unterwegs ist.

Vor allem die erreichten 111 km/h wurden schnell zum großen Gesprächsthema und beeindruckten sowohl Autoliebhaber als auch LEGO-Fans.

Die Kombination aus LEGO, Ingenieurskunst und Hypercar-Kultur scheint dabei genau den Nerv der Community getroffen zu haben. Entsprechend erzeugte die Präsentation deutlich mehr Aufmerksamkeit als eine gewöhnliche Set-Enthüllung.

Mit dem neuen Koenigsegg zeigt LEGO einmal mehr, wie weit sich die Technic-Reihe entwickelt hat. Die lebensgroße Nachbildung sorgte fast für mehr Schlagzeilen als das eigentliche Set. Bleibt nur die Frage, welches verrückte Projekt als Nächstes folgt – vielleicht ein Raumschiff?

Würdet ihr lieber das Technic-Set besitzen oder eine Runde im lebensgroßen LEGO-Koenigsegg drehen? Schreibt es in die Kommentare.

Julian Mayorga
Julian Mayorga