Streamer strömen zu Kick, um riesige GTA-V-Roleplay-Events zu veranstalten. Ist das das Ende von GTA-Streaming auf Twitch?
Letzten Monat erreichte die Wiedergabezeit von Grand Theft Auto V auf Twitch einen historischen Tiefstand. Die Tatsache, dass die Kategorie noch vor zwei Jahren konstant bei durchschnittlich rund 120.000 Zuschauern lag, während sie heute kaum noch 100.000 erreicht, deutet darauf hin, dass ihr allmählich die Puste ausgeht. Da immer mehr Streamer zu Kick abwandern, zeigt dieser Abwärtstrend keine Anzeichen einer Besserung.
Was wie ein plötzlicher Einbruch aussieht, ist in Wirklichkeit das Ergebnis einer systematischen Abwanderung. Die grundlegende Dynamik, wie und wo GTA-Inhalte konsumiert werden, hat sich dauerhaft verschoben.
Der Katalysator: Bessere Anreize und Freiheit für das Roleplay
Es ist kein Zufall, dass sich die Abwanderung auf GTA V, genauer gesagt auf dessen Roleplay-Server konzentriert. Kicks Stundensätze und Umsatzbeteiligungen sind extrem vorteilhaft für Content-Creator: Während Twitch in der Regel 50 % der Abo-Einnahmen einbehält und nur absoluten Top-Streamern bessere Konditionen bietet, begnügt sich Kick mit 5 %. Folglich werden Spiele, die man stundenlang am Stück streamen kann, stark belohnt - was GTA für Streamer umso attraktiver macht.
Gleichzeitig ist Kick aufgrund seiner lockereren Moderationsrichtlinien toleranter gegenüber Inhalten für Erwachsene, was bedeutet, dass Streamer leichter monetarisiert bleiben können.
Um noch mehr Content-Creator anzulocken, ist Kick kürzlich eine Partnerschaft mit Servern wie NewVisionRP eingegangen. Dabei werden spezielle Anreize und ein „Schnellverfahren zur Verifizierung“ für Creator angeboten, die aktiv auf diesen dedizierten Servern Role-play betreiben. Im Endeffekt müssen diese kleineren Creator nicht so viele Hürden überwinden, um sich eine Zuschauerschaft aufzubauen und am Kick-Partnerprogramm teilzunehmen.
Die Vorreiter: Streamer, die den Sprung gewagt haben
Kicks steigende durchschnittliche Zuschauerzahlen kommen angesichts der Abwanderung hochkarätiger Creator nicht überraschend. xQc, auch bekannt als Félix Lengyel, unterzeichnete einen Vertrag, der Berichten zufolge bis zu 100 Millionen US-Dollar wert ist. Obwohl er theoretisch gleichzeitig auf Twitch streamen darf, sind seine Marathon-GTA-RP-Streams strikt für seinen Kick-Kanal reserviert.
Kurz nach xQc zog Amouranth nach. Obwohl sie die meistgesehene Streamerin auf Twitch war, kritisierte sie das Geschäftsmodell der Plattform offen und erklärte, dass Twitch die Top-Creator bis auf den letzten Tropfen ausquetsche. Da GTA VI bereits in den Startlöchern steht, könnte dieser massive Wandel Kick als bevorzugte Streaming-Plattform etablieren; auch wenn abzuwarten bleibt, ob die Plattform ihren Aufwärtstrend beibehalten kann.
Für alle, die bereits heiß auf den Launch sind, ist hier noch Der cleverste Weg, euch GTA 6 zu sichern!
