Marilyn Monroe: Die Frau hinter der Ikone – Schönheit, Intellekt und ein Vermächtnis, das bis heute lebt

Sie dürfte einer der berühmtesten Frauen der Welt sein – dabei kennt kaum jemand den Mensch hinter der Fassade.

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Hinter Monroe steckte weit mehr als das schlichte Hollywood-Blondchen. | © Wikipedia

Auch 64 Jahre nach ihrem Tod zählt Marilyn Monroe zu den bekanntesten Persönlichkeiten der Filmgeschichte. Kaum ein anderes Gesicht steht bis heute so sehr für das Goldene Zeitalter Hollywoods.

Doch hinter dem Image der glamourösen Blondine verbarg sich eine Frau, die deutlich vielschichtiger war, als ihr öffentliches Bild vermuten ließ. Marilyn Monroe war nicht nur Schauspielerin und Sexsymbol, sondern auch eine leidenschaftliche Leserin, eine ehrgeizige Künstlerin und ein Mensch, dessen Leben von Unsicherheiten und dem Wunsch nach Anerkennung geprägt war.

Eine schwierige Kindheit

Marilyn Monroe wurde am 1. Juni 1926 in Los Angeles als Norma Jeane Mortenson geboren. Ihre Kindheit verlief alles andere als unbeschwert. Sie wuchs größtenteils in Pflegefamilien und Waisenhäusern auf, da ihre Mutter aufgrund psychischer Erkrankungen nicht dauerhaft für sie sorgen konnte. Die instabilen Familienverhältnisse prägten Monroe ihr gesamtes Leben und beeinflussten später auch viele ihrer Beziehungen.

Mit 16 Jahren heiratete sie erstmals, arbeitete zunächst in einer Fabrik und wurde dort während des Zweiten Weltkriegs von einem Armeefotografen entdeckt. Aus ersten Modelaufträgen entwickelte sich schließlich eine Karriere in Hollywood.

Der Aufstieg zum größten Filmstar ihrer Zeit

In den 1950er-Jahren entwickelte sich Marilyn Monroe zum internationalen Superstar. Mit Filmen wie Blondinen bevorzugt, Wie angelt man sich einen Millionär?, Das verflixte 7. Jahr und Manche mögen's heiß wurde sie zu einer der erfolgreichsten Schauspielerinnen ihrer Generation.

Besonders die berühmte Szene aus Das verflixte 7. Jahr, in der ihr weißes Kleid über einem U-Bahn-Schacht vom Luftzug angehoben wird, zählt bis heute zu den bekanntesten Bildern der Filmgeschichte.

Trotz ihres Erfolgs störte Monroe zunehmend, dass sie oft auf die Rolle der attraktiven Blondine reduziert wurde. Deshalb gründete sie 1955 ihre eigene Produktionsfirma – ein damals außergewöhnlicher Schritt für eine Schauspielerin – und studierte am renommierten Actors Studio in New York, um ihr schauspielerisches Können weiterzuentwickeln.

Mehr als nur ein Sexsymbol

Über Jahrzehnte hielt sich das Klischee, Marilyn Monroe sei vor allem wegen ihres Aussehens berühmt geworden. Tatsächlich war sie jedoch außergewöhnlich wissbegierig und beschäftigte sich intensiv mit Literatur, Philosophie und Psychologie.

Nach ihrem Tod wurde bekannt, dass sich in ihrer Privatbibliothek rund 400 Bücher befanden. Darunter Werke von James Joyce, Fjodor Dostojewski, Walt Whitman, Leo Tolstoi, William Shakespeare, Sigmund Freud und Albert Camus. Monroe machte sich regelmäßig Notizen in ihren Büchern und sprach in Interviews darüber, wie sehr ihr Lesen half, sich weiterzuentwickeln und die Welt besser zu verstehen.

Freunde und Weggefährten beschrieben sie als neugierig, intelligent und äußerst belesen – Eigenschaften, die in der öffentlichen Wahrnehmung oft hinter ihrem Image als Hollywood-Ikone verschwanden.

Liebe, Ruhm und eine außergewöhnliche Geste

Marilyn Monroe war insgesamt dreimal verheiratet. Besonders ihre Ehe mit Baseball-Legende Joe DiMaggio entwickelte sich zu einer der bekanntesten Beziehungen der amerikanischen Popkultur. Obwohl die Ehe bereits nach weniger als einem Jahr scheiterte, blieben beide bis zu Monroes Tod miteinander verbunden.

Nach ihrem Tod am 4. August 1962 übernahm DiMaggio einen Großteil der Beerdigungsorganisation und lud viele Hollywood-Größen bewusst nicht zur Trauerfeier ein. Noch bewegender war jedoch eine Geste, die erst später öffentlich bekannt wurde: Über einen Zeitraum von rund 20 Jahren ließ DiMaggio mehrmals pro Woche rote Rosen an Monroes Grab liefern. Erst kurz vor seinem eigenen Tod endeten diese regelmäßigen Blumensendungen.

Bis heute gilt diese jahrzehntelange Tradition als eine der bewegendsten Liebesgesten der Hollywood-Geschichte.

Ihr früher Tod

Marilyn Monroe starb am 4. August 1962 im Alter von nur 36 Jahren in ihrem Haus in Los Angeles. Als offizielle Todesursache wurde eine Überdosis Barbiturate festgestellt. Die Umstände ihres Todes führten jedoch über Jahrzehnte zu zahlreichen Spekulationen und Verschwörungstheorien.

Unabhängig davon bleibt ihr früher Tod einer der tragischsten Momente der Filmgeschichte. Er beendete das Leben einer Schauspielerin, die sich gerade zunehmend von ihrem öffentlichen Image lösen und als ernsthafte Künstlerin etablieren wollte.

Ein Vermächtnis, das Generationen überdauert

Auch mehr als sechs Jahrzehnte später gehört Marilyn Monroe zu den bekanntesten Persönlichkeiten der Popkultur. Ihre Filme begeistern bis heute ein weltweites Publikum, während ihr Stil unzählige Künstlerinnen, Designer und Fotografen inspiriert.

Gleichzeitig hat sich das Bild der Schauspielerin im Laufe der Jahre verändert. Heute wird sie nicht mehr nur als glamouröses Sexsymbol gesehen, sondern zunehmend als intelligente, ehrgeizige Frau, die sich gegen die engen Rollenbilder ihrer Zeit stellte und trotz zahlreicher persönlicher Rückschläge ihren eigenen Weg gehen wollte.

Marilyn Monroe hinterließ weit mehr als ikonische Fotografien und berühmte Filmszenen. Sie hinterließ das Bild einer Frau, die ihr Leben lang darum kämpfte, nicht nur gesehen, sondern auch verstanden zu werden – und deren wahre Persönlichkeit noch immer viele Menschen fasziniert.

Daniel Fersch

Daniel schreibt über so ziemliches alles, was mit Games, Serien oder Filmen und (leider) auch fragwürdigen Streamern zu tun hat – insbesondere, wenn es dabei um Nintendo, Dragon Ball, Pokémon oder Marvel geht....