Marvin Wildhage konfrontiert einen Spanner auf dem Oktoberfest, doch die Polizei lässt ihn gehen.
Das Oktoberfest ist für viele Besucher ein Ort zum Feiern. Doch eine Recherche von YouTuber Marvin Wildhage zeigt eine deutlich unangenehmere Seite des Volksfests. Im Mittelpunkt steht das Teufelsrad, bei dem Wildhage einen Mann über längere Zeit beobachtet, der mit einer GoPro filmt.
Wildhage beobachtet Mann mit GoPro
Wildhage will in seiner Recherche herausfinden, wie häufig Frauen am Teufelsrad heimlich von unten gefilmt werden. Vor Ort weist der Betreiber mit Schildern und Durchsagen darauf hin, dass solche Aufnahmen verboten sind. Auch das Personal spricht Besucher an, wenn sie ihre Handys auffällig tief halten.
Besonders fällt Wildhage ein Mann auf, der über zahlreiche Runden hinweg mit einer GoPro filmt. Auffällig ist laut seiner Beobachtung, dass der Mann vor allem bei den Runden mit Frauen aufnimmt. Bei Männer- und Kinderrunden soll er dagegen nicht gefilmt haben.
Als der Mann das Teufelsrad verlässt, spricht Wildhage ihn darauf an. Der Mann erklärt, er habe die Aufnahmen für seine Tochter gemacht. Diese sei lesbisch und habe ihn gebeten, Videos von den Frauen zu machen. Wildhage zweifelt an dieser Erklärung und schaltet schließlich die Polizei ein.
Polizei sichtet Aufnahmen und lässt Mann gehen
Beim zweiten Versuch nimmt die Polizei die Situation genauer auf. Die Beamten sprechen mit dem Mann und sehen sich die Aufnahmen seiner GoPro an. Die Kamera und Speicherkarte werden laut Wildhages Recherche allerdings nicht zur Beweissicherung beschlagnahmt.
Stattdessen sichtet die Polizei das Material grob und kommt zunächst zu dem Ergebnis, dass es nach harmlosen Aufnahmen aussieht. Der Mann erhält eine Verwarnung, dass entsprechende Aufnahmen nicht erlaubt beziehungsweise strafbar sein können, darf danach aber weitergehen.
Für Wildhage bleibt die Situation deshalb unbefriedigend. Er verweist darauf, dass der Mann über viele Runden hinweg gefilmt habe und dabei besonders die Frauenrunden im Blick gehabt habe. Ob die Aufnahmen tatsächlich für einen anderen Zweck bestimmt waren oder ob der Mann damit gegen das Gesetz verstoßen hat, wird durch die Recherche allerdings nicht abschließend geklärt. Trotzdem eine sehr befremdliche Situation.
Das Video macht damit vor allem auf die Problematik heimlicher Aufnahmen auf dem Oktoberfest aufmerksam. Wildhage betont gleichzeitig, dass nicht jeder Besucher mit einem Handy automatisch verdächtig sei.
Was haltet ihr von Wildhages Recherche und dem Vorgehen der Polizei? Schreibt es uns in die Kommentare!
