Schauspielerin Jenny Mollen redet davon ihren 12-Jährigen Sohn zu daten, will sich erklären – und macht alles nur noch schlimmer

Das Internet wies die Schauspielerin auf ihre fragwürdigen Aussagen hin, die setzt noch einen oben drauf.

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Bei den Horror-Streifen in denen sie mitspielte – wer hätte gedacht, dass ihre echten Aussagen noch erschreckender wirken könnten? | © Sony Pictures / Not Skinny But Not Fat / YouTube

Die Schauspielerin und Autorin Jenny Mollen bezeichnete ihren zwölfjährigen Sohn in einem Social-Media-Beitrag als den "toxischsten Typen, den sie je gedatet habe". Was aus ihrer Sicht und innerhalb ihrer Bubble wohl als lustiger Scherz gedacht war, sorgte in weiteren Kreisen für Stirnrunzeln. Nach der daraufhin entstandenen, deutlichen Kritik erklärte sie, was sie mit dem Vergleich ausdrücken wollte – und machte alles noch schlimmer.

Den eigenen, minderjährigen Sohn daten?

Die US-amerikanische Schauspielerin und Autorin Jenny Mollen veröffentlichte am 25. Mai 2026 mehrere Fotos, auf denen sie ihren Sohn auf einem Bett umarmt. Dazu schrieb sie: "Your eldest son will be the most toxic guy you ever date" – auf Deutsch etwa: "Dein ältester Sohn wird der toxischste Typ sein, den du jemals datest". Die Bildunterschrift wurde später entfernt, doch eine wirkliche Einsicht brachte die darauf entstandene Debatte wohl nicht.

In den sozialen Medien wurde vor allem die Verwendung von Begriffen aus romantischen Beziehungen für das Verhältnis zwischen einer Mutter und ihrem Kind diskutiert. Einige Nutzer empfanden die Formulierung und die Kombination mit den Bildern als unpassend, nicht nur mit Blick auf die familiäre Beziehung der beiden, sondern auch wegen des Alters des Jungen – und das auch ungeachtet dessen, das Mollen wohl für diesen seltsam überspitzten Humor bekannt sei.

Dabei handelt es sich auch nicht um den ersten Text Mollens, der in diese Richtung schlägt. Bereits zuvor beschrieb sie ihre beiden Söhne scherzhaft als besonders emotional anspruchsvolle "Männer" und verglich verschiedene Situationen des Elternseins mit Erfahrungen aus Partnerschaften. Auch das zunehmende Interesse ihres älteren Sohnes an gleichaltrigen Mädchen thematisierte sie in diesem Zusammenhang. Die damals getroffene Aussage darüber, dass er nun eine Freundin habe, diese aber nicht annähernd so attraktiv wäre, wie sie selbst, wurde im Zuge der neuen Kritik auch noch einmal angeprangert.

Mollen versucht den Hintergrund des Beitrags zu erklären

Am 8. Juni reagierte Mollen in einem ausführlichen Beitrag auf ihrer Substack-Seite auf die Kritik. Sie erklärte, das Foto sei aufgenommen worden, nachdem ihr Sohn von einem Wochenende außer Haus zurückgekehrt war. Für sie habe der Moment gezeigt, dass ihr Sohn älter und zunehmend unabhängiger werde.

Die ursprüngliche Bildunterschrift sei als übertriebener Witz über die Anforderungen der Elternschaft gemeint gewesen. Eltern investierten viel Zeit, Aufmerksamkeit und Fürsorge in ihre Kinder, ohne dafür dieselbe Form von Bestätigung zu erhalten, die sie in anderen zwischenmenschlichen Beziehungen erwarten würden. Ihren Vergleich nahm Mollen daher nicht zurück. Sie erklärte, sie verwende ähnliche Witze bereits seit der Geburt ihres Sohnes.

Ob das Argument "Das sage ich schon immer so" die Aussage grundsätzlich weniger problematisch macht ist dabei fraglich.

Ein Podcast Statement, das alles noch schlimmer macht

Im Juni sprach Mollen auch im Podcast Not Skinny But Not Fat über die Reaktionen. Dort bezeichnete sie die Aussage erneut als langjährigen Witz über die alltäglichen Forderungen ihres Sohnes. Als Beispiele nannte sie Situationen, in denen sie ihn bei Krankheit versorge, ihm vor dem Schlafengehen den Rücken massiere oder seine Trinkflasche vorbereite.

Nach Mollens Darstellung erreichte der ursprüngliche Beitrag über Facebook hinaus ein größeres Publikum, das mit ihrem bisherigen Humor möglicherweise nicht vertraut gewesen sei. Zudem vermutete sie, dass ihre kurz zuvor bekannt gewordene Trennung von Schauspieler Jason Biggs die Wahrnehmung des Beitrags beeinflusst haben könnte. Ihrer Ansicht nach würde die Gesellschaft alleinerziehenden Frauen immer kritisch gegenüberstehen und jede ihrer Aussagen als Gefahr betrachten. Mollen und Biggs hatten im Mai 2026 nach langjähriger Ehe ihre Trennung bekannt gegeben.

Dabei zeigt Mollen letztlich allerdings nicht nur keinerlei Einsicht, weitere Aussagen während der Aufnahme wirken nochmals fragwürdiger. So versucht sie den vermeintlichen Vorwurf, den Unterschied zwischen einer romantischen Beziehung mit einem Partner und die zu ihrem Sohn hier nicht klar genug zu machen damit zu entkräften, dass ihr Sohn in diesem Fall "das Raubtier" sei und sie es kaum schaffen würde, das Bad hinter sich abzuschließen, ohne, dass er ihr folgen wollen würde.

Wie genau diese Aussagen zu deuten sind, wird im Podcast nicht weiter hinterfragt, dass Menschen, die Mollen zuvor schon kritisch gegenüberstanden, hierin noch weitaus tiefere Abgründe ausmachen, ist jedoch offensichtlich.

Letztlich ist wohl nicht davon auszugehen, dass Mollen das Problem hinter ihren Aussagen sehen wird – ganz unabhängig davon, ob ihre Bedeutung absichtlich so formuliert war oder einfach nur unbedacht, wie wichtig es dennoch ist, einen kritischen Blick auf solche Aussagen zu haben, beweist der Fall aber dennoch.

Daniel Fersch

Daniel schreibt über so ziemliches alles, was mit Games, Serien oder Filmen und (leider) auch fragwürdigen Streamern zu tun hat – insbesondere, wenn es dabei um Nintendo, Dragon Ball, Pokémon oder Marvel geht....