“Schweinefleisch ist im Islam okay” – Influencerin deutet aus Faulheit ihren Glauben um

Zu Foodie Beautys unzähligen Skandalen gesellt sich nun noch der, ihre Religion umschreiben zu wollen...

Foodie Beauty Schweinefleisch
An Stellen, an denen ihr der Islam nicht passt, erfindet Sarault ihn sich neu. | © Foodie Beauty / YouTube

Chantal Sarault, im Internet besser bekannt als Foodie Beauty, steht mal wieder im Zentrum einer absurden Online-Debatte. Die kanadische Mukbang-YouTuberin, die sich seit ihrer Konversion zum Islam regelmäßig als streng gläubige Muslimin inszeniert, soll in einem ihrer jüngsten Streams Würstchen gegessen haben, deren Hülle aus Schweinedarm bestand.

Tierquälerei, Spendenbetrug und Lügen

Dabei sind in der Regel weder ihre Religion noch das Essen der Hauptgrund für die Kritik an ihrer Person. Vorwürfe der Tierquälerei und des Spendenbetrugs, sowohl mit der Behauptung für streunende Katzen in Kuwait als auch ein armes Schulmädchen in Syrien Geld sammeln zu wollen, machen für viele sichtbar, was für ein problematischer Mensch Sarault sei.

Die aktuelle Kritik ist letztlich nur eine Erweiterung ihres seltsamen Umgangs mit ihrer Wahlreligion, die vor kurzem schon aufzeigte, wie ungenau die Influencerin es teils mit dem Tragen des Hijab nimmt und wie sie jetzt auch aus Bequemlichkeit die lebensmittelbezogenen Regeln des Islams für sich umschreibt.

"Schwein essen im Islam besser als Wegwerfen"

Der Vorfall wurde vor allem in Kommentar- und Reaction-Communities rund um Foodie Beauty aufgegriffen. Dort kursieren Clips und Mitschnitte, in denen Sarault offenbar die Zutatenliste der Würstchen, die sie gerade zubereiten will bemerkt und feststellt, dass es sich zwar um Geflügelwürstchen handelt, die Hülle aber Schweinedarm sei. Statt sich eine Alternative zu besorgen, argumentierte sie, es sei laut muslimischem Glauben schlimmer, Lebensmittel zu verschwenden, als Schweinefleisch zu essen.

Zwar gibt es im Koran Stellen, die darauf hinweisen, dass Gläubige kein Essen verschwenden sollten und gestatten in Ausnahmefällen sogar den Konsum von Schweinefleisch, dabei handelt es sich allerdings um unvermeidliche Notsituationen, nicht eine Kanadierin, die bewusst oder unbewusst das falsche Fleisch gekauft hat und jetzt einfach keine Lust hat, darauf zu verzichten oder sie an Freunde und Nachbarn weiterzugeben.

Den Islam aus Bequemlichkeit umgedeutet

In einem Reaction-Video wird der Moment damit betitelt, dass sie ihre religiösen Regeln live "umgeschrieben" habe, um das Essen zu rechtfertigen.

Für viele Zuschauer ist genau das der eigentliche Punkt: Nicht die Wurst selbst, sondern der Widerspruch zwischen Foodie Beautys öffentlichem Image und ihrem Verhalten.

Sarault stellt ihre muslimische Identität seit Jahren sichtbar in den Vordergrund, trägt häufig Hijab und spricht in ihren Streams immer wieder über religiöse oder moralische Regeln – oftmals um sich damit in eine Opferrolle zu drängen, die Kritik an ihrem Verhalten als islamophob abstempeln lässt.

Und auch wenn es jene durchaus gibt, die Sarault in erster Linie wegen ihres Aussehens und ihres vermeintlichen Glaubens nicht wohl gesonnen sind, gilt für den allergrößten Teil ihr kontroverses Verhalten al Hauptproblem.

Denn Foodie Beauty ist nun mal keine Unbekannte, wenn es um Internet-Kontroversen geht. Und auch im aktuellen Fall gibt es mehr als genug Grund zur Kritik – vorwiegend die mangelnde Ehrlichkeit Saraults.

Denn ob und wie sie ihre Religion für sich selbst am Ende ausleben würde, wäre den allermeisten wohl egal – dass sie sich aber eine Rechtfertigung herbeilügt um gegenüber ihren Kritikern vermeintlich das moralische Oberwasser zu haben, zeugt wie so vieles von ihrem problematischen Charakter.

Daniel Fersch

Daniel schreibt über so ziemliches alles, was mit Games, Serien oder Filmen und (leider) auch fragwürdigen Streamern zu tun hat – insbesondere, wenn es dabei um Nintendo, Dragon Ball, Pokémon oder Marvel geht....