Die Kenner-Polizei nahm zwei YouTuber fest, nachdem sie illegal in von Hurrikan zugerichtete Shopping-Mall eindrangen.
Der 33-jährige YouTuber Stephan Pamaran, der in den sozialen Medien unter dem Namen Steve Ronin auftritt, wurde festgenommen, nachdem er im September 2025 illegal in die Esplanade Mall in Kenner, Louisiana, eingedrungen war und dort gefilmt hatte. Aufgrund eines aktiven Haftbefehls, der anschließend im August 2026 ausgestellt wurde, beschloss Ronin schließlich, sich den Behörden zu stellen. Sein Kollege RangerRickTV, dessen bürgerlicher Name Richard Matranga lautet, blieb kurzzeitig auf freiem Fuß, bevor auch er beschloss, die Suppe auszulöffeln.
Die Razzia
Das harte Vorgehen gegen Unbefugte kam nicht aus heiterem Himmel; die Esplanade Mall war schon als tickende Zeitbombe bekannt, seit sie 2021 dauerhaft geschlossen wurde, nachdem sie durch den Hurrikan Ida weitreichende strukturelle Schäden erlitten hatte. Fünf Jahre der Vernachlässigung haben ein Gebäude in ein Sicherheitsrisiko verwandelt: Die Kombination aus fortgeschrittenem Verfall und einem nachts stockdunklen Innenraum machte es zu einer potenziellen Todesfalle.
Eine ähnliche Kombination aus abgestelltem Strom und verfallender Gebäudestruktur führte nur zwei Tage nach Ronins Festnahme zu einer Tragödie, die in der Öffentlichkeit große Bestürzung auslöste: Beim Erkunden des verlassenen Plaza Tower in New Orleans stürzte ein 17-jähriger Junge in den Tod. Dies hat zu einem harten Durchgreifen geführt, bei dem Content-Creator, die Videos von ihrem unerlaubten Betreten hochladen, aktiv bestraft werden.
Die Anklage
Die Tragödie im Plaza Tower hat gezeigt, dass das Erkunden verfallender Gebäude eine Gefahr für Leib und Leben darstellt. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass Ronin und Rick mit schweren rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen.
Stephen Pamaran wurde wegen eines schweren Falles von unbefugtem Betreten eines Geschäftsbetriebs und eines Vergehens wegen des rechtswidrigen Veröffentlichens krimineller Aktivitäten zur Erlangung von Bekanntheit oder Aufmerksamkeit angeklagt. Nach dem Gesetz von Louisiana zieht die Anklage wegen unbefugten Betretens eines Geschäftsbetriebs eine Höchststrafe von bis zu sechs Jahren Gefängnis mit oder ohne Zwangsarbeit nach sich.
Richard Matranga wurde am Tag nach seiner Festnahme gegen eine Kaution von 5.500 Dollar freigelassen. Obwohl er noch nicht verurteilt wurde, drohen ihm ähnliche Anklagen. Beiden Content-Creatoren blühen Geldstrafen und bis zu 6,5 Jahre Gefängnis. Da sich jedoch beide selbst gestellt haben und nicht vorbestraft sind, werden sie wahrscheinlich eine Abmachung mit dem Gericht treffen.
Glaubst du, dass die Polizei berechtigt war, solche drastischen Maßnahmen zu ergreifen, oder überschreitet sie eine Grenze, indem sie gezielt Online-Creator ins Visier nimmt? Teil deine Gedanken dazu gern unten in den Kommentaren.
