A French teen is charged with mischief and public nuisance after uploading himself licking a vending machine straw and putting it back.
Streich-Content scheint wieder im Kommen zu sein und wird immer extremer und nerviger. Dieser französische Teenager fand es offenbar witzig, einen Strohhalm aus einem Getränkeautomaten abzulecken und ihn dann wieder hineinzustecken.
Gefängnis für den leckenden Banditen
Der 18-jährige Franzose Didier Gaspard Owen Maximilien postete ein Video auf Snapchat und später in seiner Instagram-Story, in dem er einen Strohhalm aus einem iJooz-Automaten nahm, ihn ableckte und wieder hineinsteckte. Das Video kommentierte er mit „Die Stadt ist nicht sicher“. Es verbreitete sich rasant und löste von Ekel geprägte Empörung aus.
Der Vorfall ereignete sich angeblich am 12. März dieses Jahres gegen 14 Uhr im Goldhill Centre in der Thomson Road in Singapur.
iJooz, das Unternehmen hinter dem Orangensaftautomaten, teilte Channel News Asia mit, dass es das Video gesehen, alle 500 Strohhalme im Automaten ausgetauscht und zusätzliche Hygienekontrollen sowie -Protokolle durchgeführt habe.
Am Abend des 24. März wurde iJooz auf ein in den sozialen Medien kursierendes Video aufmerksam gemacht, das einen Jugendlichen zeigt, der einen Strohhalm aus einem iJooz-Automaten ableckt und ihn anschließend wieder in den Spender steckt.
Angesichts dieses Vorfalls haben wir zusätzliche interne Kontrollen, Inspektionen, den Austausch von Strohhalmen und die Desinfektion der Automaten veranlasst.
iJooz erstattete am 25. März Anzeige bei der Polizei und beabsichtigt, die Angelegenheit „äußerst ernst zu nehmen“. Der Schaden an den ausgetauschten Strohhalmen beläuft sich Berichten zufolge auf insgesamt 5 Singapur-Dollar (3,35 Euro).
Laut CNA wurde Maximilien nun wegen Unfugs (Mischief) angeklagt, wofür er mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder einer Geldstrafe belegt werden könnte, sowie wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses (public nuisance), wofür er mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Monaten, einer Geldstrafe von bis zu 2.000 Singapur-Dollar (1339,20 Euro) oder beidem bestraft werden könnte.
Ihm wurde eine Kaution in Höhe von 5.000 Singapur-Dollar (3.348,00 Euro) angeboten, er hat sich aber noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.
Der Strohhalmbandit soll Student an der ESSEC Business School sein. Ein Vertreter seiner Schule wird als Bürge für ihn fungieren, bis seine Eltern in Singapur eintreffen.
Die Schule hat, wie sie gegenüber CNA mitteilte, das „unangemessene Verhalten“ ihres Schülers zur Kenntnis genommen.
ESSEC nimmt Fragen des Verhaltens und der gesellschaftlichen Verantwortung sehr ernst, und interne Untersuchungen sind im Gange. Wir respektieren das rechtliche Verfahren und können zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Informationen geben.
Der Fall wurde auf den 22. Mai vertagt.
Dies ist nur ein Beispiel von vielen Streichen, die Menschen zur Zeit in rechtliche Schwierigkeiten bringen. Streichvideos tauchen in letzter Zeit immer häufiger in den Nachrichten auf, da immer mehr Scherzbolde verhaftet werden, etwa weil sie in einem vollen Kino „Pistole!“ riefen oder die Polizei behinderten. Manche Streiche enden sogar tödlich, wie ein kürzlich begangener Scherzanruf. Es handelt sich dabei nicht mehr nur um lustige Videos; die Eskalation der Situation zieht reale Konsequenzen nach sich. Zum Glück musste dieses Mal niemand Opfer dieses ekelhaften Streichs werden, doch vielleicht sollten die Scherzbolde mal darüber nachdenken, was ihnen wichtiger ist: ein (nicht einmal) lustiges Video oder mögliche rechtliche Konsequenzen für sich selbst, zusätzlich zu den schlimmen Folgen für andere. Aber Nachdenken scheint nicht ihre Stärke zu sein.
