Streamer bangen um ihre Einnahmen: Twitch reagiert auf das 70/30 Drama – Kick legt nach

Neue Woche, neues Twitch-Drama.

Twitch 7030 sub split drama
Eine Backend-Änderung reichte aus, um das nächste Twitch gegen Kick Duell auszulösen. | © ilgmyzin / Unsplash

Twitch sorgt erneut für Schlagzeilen, nachdem mehrere Creator behaupteten, ihr 70/30 Einnahmenmodell sei gestrichen worden. Natürlich ließ sich Kick die Gelegenheit nicht entgehen, die Situation zu kommentieren.

Twitch bestreitet Änderungen an bestehenden 70/30 Verträgen

Zuletzt behaupteten die beiden bekannten Streamer Kalei und StableRonaldo, dass ihr 70/30 Abonnement Split auf Twitch gestrichen worden sei. Das ehemalige Mitglied des FaZe-Clans StableRonaldo erklärte, sein 70/30 Anteil sei ohne eine konkrete Begründung entfernt worden. Offenbar traf es auch Kalei. Sie erklärte, dass sie einen Esports Vertrag gehabt habe und der darin enthaltene 70/30 Split plötzlich widerrufen worden sei.

Offenbar frustriert von der Situation sprach sie das Thema live auf Twitch an. Dabei äußerte sie ihren Unmut darüber, wie mit ihr umgegangen wurde, insbesondere mit Blick darauf, dass sie seit über zehn Jahren auf der Plattform streamt. Am meisten störte sie, dass sie Twitch während ihrer gesamten Karriere treu geblieben sei und nun dennoch so behandelt werde.

In einem Beitrag auf X reagierte Twitch schnell auf die Vorwürfe. Laut Angaben der Plattform wird die Auszahlungsstruktur bestehender Verträge nicht verändert:

Wir haben langjährige Vereinbarungen mit einer begrenzten Anzahl von Streamern, die seit den Anfangstagen bei Twitch sind. Wir halten diese historischen Verträge ein und ändern im Zuge dieser Anpassung weder die Auszahlungsstruktur noch die Voraussetzungen, um diese Auszahlungsstruktur aufrechtzuerhalten.

Demnach handelt es sich offenbar lediglich um eine systeminterne Backend Änderung, die keinen Einfluss auf die tatsächlichen Auszahlungen im Rahmen dieser Verträge hat. Merry Kish, Head of Community bei Twitch, betonte in einem weiteren Beitrag auf X zudem, dass die Zahlungen bestehender Verträge von der Anpassung nicht betroffen seien:

Hi, es gibt KEINE Änderungen an den Verträgen. Das ist eine Backend Änderung und die Auszahlung bleibt exakt gleich, ohne zusätzliche Voraussetzungen. Es handelt sich um eine Backend-Änderung.

Die betroffenen Creator wurden Berichten zufolge in Twitchs Plus Programm aufgenommen, in dessen Rahmen sie ihren 70/30 Split zunächst behalten dürfen. Das deutet zwar darauf hin, dass ihre Auszahlungen vorerst unverändert bleiben, eine klare Garantie dafür, dass diese Regelung langfristig bestehen bleibt, gibt es jedoch offenbar nicht. Dennoch konnte es sich Kick nicht verkneifen, die Situation zu kommentieren.

Kick spottet über Twitchs 70/30 Split, Twitch kontert

Während sich das Drama weiter entfaltete, sah sich Twitchs größter Rivale Kick offenbar dazu veranlasst, die Situation zu kommentieren. In einem Beitrag auf X teilte die Plattform einen Seitenhieb gegen Twitch aus:

Stellt euch vor, ihr bekommt 70/30, während auf Kick jeder 95/5 erhält.

Merry Kish reagierte jedoch erneut schnell und schoss in Richtung des australischen Konkurrenten zurück:

95/5 von Bots sind immer noch 0 Dollar.

Auch wenn dieser Konter gesessen haben mag, sorgt Twitch zuletzt häufiger mit negativen Schlagzeilen für Aufmerksamkeit. Erst kürzlich führte die Plattform ein experimentelles Feature ein, bei dem Werbung abgespielt wird, sobald Nutzer einen Stream pausieren.

Und auch wenn die Umsatzbeteiligung vorerst unverändert bleibt, wirkt es dennoch so, als würde bereits der Rahmen geschaffen, um sie künftig anzupassen. Vorerst bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt, doch die jüngsten Schritte von Twitch lassen wenig Raum für Optimismus.

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Luis Scharringhausen

Videospiele sind meine Leidenschaft, besonders Elden Ring. Nebenbei studiere ich Journalismus und schaue gerne Serien....