Musiklabel lässt eigene Künstler ermorden und streicht dann die Lebensversicherung ein

Nach ungelöstem Mord: Zwei Männer wegen 4,25-Millionen-Dollar-Versicherungsbetrug verurteilt.

Kemp Robillard Smith Baton Rouge Case
Kemp und Robillard haben die Identität von Smith gestohlen, um bei der Lebensversicherung zu betrügen. | © mymixtapez Instagram

Die Ereignisse in Baton Rouge, Louisiana, klingen surreal: Die Bundesstaatsanwaltschaft hat zwei Männer verurteilt, die hinter einem millionenschweren Betrug mit Lebensversicherungen stecken. Der Fall steht im Zusammenhang mit dem unaufgeklärten Mord an einem Einwohner von Baton Rouge im Jahr 2022.

Aufdeckung des Lebensversicherungsbetrugs

Die Anklageschrift der Bundesbehörden enthüllt, dass Calvin Kemp und Chevez Robillard zwischen Juli und November 2022 ein skrupelloses System orchestrierten, um neun Lebensversicherungspolicen im Wert von rund 4,25 Millionen Dollar abzuschließen. Die beiden agierten über acht verschiedene Versicherungsgesellschaften hinweg und missbrauchten dabei die persönlichen Identitäten von drei Personen ohne deren Zustimmung. Kemp gab sich fälschlicherweise als Musikmanager aus, der bei ihm unter Vertrag stehende Künstler versicherte, während Robillard als Hauptbegünstigter eingetragen wurde.

Aufgezeichnete Gespräche zeigten, wie Kemp die Versicherungsmitarbeiter immer wieder nach Ausschlussklauseln der Policen fragte. Er erkundigte sich gezielt danach, ob Auszahlungen bei Unfalltod auch Vergiftungen, Drogentod und Mord abdecken würden.

Der Mord an Duquares Smith

Duquares Smith, eines der drei anvisierten Opfer, befand sich in einer verletzlichen Lage, als er kurz vor den tödlichen Schüssen versuchte, sein turbulenten Lebens wieder in geordnete Bahnen zu lenken. In diesem Zusammenhang merkte Smiths Mutter Latina Maxie an, dass er begonnen hatte, mit den beiden Männern zusammenzuarbeiten. Obwohl die Details über ihre Beziehung vage bleiben, erklärte Smith Berichten zufolge, dass Kemp und Robillard ihm bei der Wohnungssuche halfen. Im Dezember 2022 wurde Duquares Smith mit mehreren tödlichen Schusswunden auf einer Straße in Baton Rouge aufgefunden.

Nach Smiths Tod machten die Verschwörer zügig Ansprüche auf vier Policen geltend und reichten später Zivilklagen gegen Unternehmen ein, die sich weigerten zu zahlen. Eine Bundesjury verurteilte Kemp und Robillard wegen Überweisungsbetrugs und schweren Identitätsdiebstahls. Obwohl keiner der beiden Männer wegen des Tötungsdelikts selbst angeklagt wurde, drohen Kemp bis zu 26 Jahre Gefängnis, während Robillard bis zu 24 Jahre drohen. Leider bleibt die Identität des Todesschützen nach wie vor ein Rätsel.

Glaubt ihr, dass Verurteilungen wegen Betrugs auf Bundesebene eine ausreichende Gerechtigkeit in Fällen bieten, in denen keine Anklage wegen Mordes erhoben werden kann? Teilt eure Gedanken unten in den Kommentaren!
Henry Henzler

Nach seinem Anglistikstudium in Stuttgart startete Henry 2026 bei EarlyGame. Leidenschaftlich bei Gaming, Sport und Musik, liebt er immersive Story-Games....