Von der Chartspitze in den US-Kongress: Sonny Bono starb heute vor 28 Jahren

Vor seinem Tod bewirkte er Wichtiges – im Musikbusiness wie in der Politik dahinter.

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Von den poppig-bunten 60ern in die dröge US-Politik. | © The Ed Sullivan Show / Wikipedia

Heute jährt sich der Tod von Sonny Bono zum 27. Mal. Am 5. Januar 1998 verunglückte der Musiker, Produzent und Politiker bei einem Skiunfall im kalifornischen Heavenly Valley tödlich. Sein Leben war geprägt von ungewöhnlichen Wendungen – von der Popkultur der 1960er-Jahre bis in die Hallen des US-Kongresses.

Vom Studioassistenten zum Popstar

Salvatore Phillip Bono wurde 1935 in Detroit geboren und wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Erste Schritte im Musikgeschäft machte er als Studioassistent in Los Angeles. Der Durchbruch gelang, als er Cher kennenlernte. Gemeinsam wurden sie als Sonny & Cher zu einem der erfolgreichsten Pop-Duos der 1960er-Jahre.

Ihr größter Hit, I Got You Babe, wurde zu einer Hymne einer Generation und erreichte Platz eins der US-Charts. Weitere Erfolge wie The Beat Goes On oder Baby Don’t Get Hooked on Me folgten. Neben der Musik prägten Sonny & Cher auch das Fernsehen – ihre Comedy- und Musikshow machte sie zu festen Größen der Popkultur.

Ein zweites Leben in der Politik

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Das Duo Sonny & Cher prägte die Popkultur maßgeblich mit. | © Wikipedia

Nach dem Ende der musikalischen Partnerschaft schlug Bono einen überraschenden neuen Weg ein. In den späten 1980er-Jahren engagierte er sich kommunalpolitisch in Palm Springs und wurde dort Bürgermeister. 1994 zog er als Abgeordneter für Kalifornien in das US-Repräsentantenhaus ein.

Als Politiker setzte sich Bono besonders für den Schutz von Urheberrechten, für Umweltfragen und für die Interessen der Tourismusbranche ein. Sein Name bleibt bis heute mit dem sogenannten Sonny Bono Copyright Term Extension Act verbunden, der die Schutzdauer von Urheberrechten in den USA verlängerte – ein Gesetz, das bis heute kontrovers diskutiert wird.

Engagement und Vermächtnis

Sonny Bono war nie nur Entertainer oder Politiker. Er verstand es, Brücken zu schlagen: zwischen Kunst und Gesetzgebung, zwischen Popkultur und politischem Engagement. Kollegen beschrieben ihn als pragmatisch, humorvoll und überraschend idealistisch. Auch nach seinem Tod wirkt sein Einfluss nach – in der Musikgeschichte der 1960er-Jahre ebenso wie in der amerikanischen Kultur- und Rechtspolitik.

Heute, am 5. Januar 2025, erinnern Fans, Weggefährten und politische Beobachter an einen Mann, der sich immer wieder neu erfand und dabei Spuren hinterließ, die weit über seine Zeit hinausreichen.

Daniel Fersch

Daniel schreibt über so ziemliches alles, was mit Games, Serien oder Filmen und (leider) auch fragwürdigen Streamern zu tun hat – insbesondere, wenn es dabei um Nintendo, Dragon Ball, Pokémon oder Marvel geht....