Eine Frau, die wegen der Liebe zu einem Mann Teil der Krone wurde und wegen der Liebe zu den Menschen Teil unseres Herzens.
Sie berührte einen HIV-positiven Mann mit bloßen Händen, als noch Millionen Menschen Angst vor einer Ansteckung durch einfachen Körperkontakt hatten. Sie ging mit Schutzweste durch ein Minenfeld in Angola. Sie tanzte im Weißen Haus fast 15 Minuten mit John Travolta, verkaufte kurz vor ihrem Tod 79 ihrer berühmtesten Kleider für Millionen und sprach so offen über ihre kaputte Ehe, psychische Probleme und Bulimie, wie man es von einem Mitglied der britischen Königsfamilie bis dahin kaum erlebt hatte.
Und dann starb Diana, Princess of Wales, in der Nacht zum 31. August 1997 bei einem Autounfall in Paris. Sie war gerade einmal 36 Jahre alt. Ihr Tod löste weltweit eine Trauer aus, deren Dimension selbst das britische Königshaus überraschte. Fast drei Jahrzehnte später beschäftigen ihre Geschichte, ihre Ehe mit dem heutigen König Charles III., ihr Verhältnis zur Presse und die Umstände ihres Todes noch immer Millionen Menschen.
Am heutigen 31. August 2026 jährt sich Dianas Tod zum 29. Mal. Sie selbst wäre in diesem Sommer 65 Jahre alt geworden.
Diana wurde nicht als Prinzessin geboren
Diana Frances Spencer wurde am 1. Juli 1961 in Park House auf dem königlichen Sandringham-Anwesen in Norfolk geboren. Die Spencers gehörten zwar seit Jahrhunderten zum britischen Hochadel und hatten enge Verbindungen zur königlichen Familie, Diana war bei ihrer Geburt aber noch keine Lady und natürlich auch keine Prinzessin.
Erst 1975 wurde ihr Vater John Spencer zum 8. Earl Spencer. Aus Diana Spencer wurde dadurch Lady Diana Spencer.
Ihre Kindheit entsprach trotzdem weniger einem Märchen, als ihr späteres Image vermuten ließ. Dianas Eltern trennten sich, als sie noch jung war, und lieferten sich anschließend einen schwierigen Sorgerechtsstreit. Diana und ihr jüngerer Bruder Charles blieben schließlich überwiegend beim Vater.
In der Schule galt Diana nicht als besonders akademisch. Dafür interessierte sie sich für Musik, Tanz, Schwimmen und die Arbeit mit Kindern. Später sollte gerade diese persönliche und körperliche Nähe zu anderen Menschen zu einem zentralen Teil ihrer öffentlichen Wirkung werden.
Vom Kindermädchen zur Adeligen
Eine der interessantesten Seiten von Dianas Leben vor dem Königshaus ist, wie gewöhnlich einige ihrer Jobs waren.
Nach ihrer Schulzeit arbeitete sie unter anderem als Kindermädchen, Reinigungskraft und Assistentin in einem Kindergarten in London. Sie teilte sich eine Wohnung mit Freundinnen und führte zumindest zeitweise ein Leben, das wenig mit Palästen und Staatsbanketten zu tun hatte.
Und selbst bei der Jobsuche war Diana offenbar nicht über einen kleinen Trick erhaben.
2024 wurde ein Arbeitsvertrag aus dem Jahr 1979 versteigert, den die damals 17-Jährige für eine Vermittlungsagentur ausgefüllt hatte. Bei ihrem Geburtsdatum machte Diana sich kurzerhand ein Jahr älter und gab 1960 statt 1961 an. Vermutet wird, dass sie dadurch bessere Chancen auf einen Job beziehungsweise eine höhere Bezahlung haben wollte.
Der Vertrag erzielte Jahrzehnte später bei einer Auktion mehr als 10.000 Dollar.
Charles lernte Diana kennen, während er eigentlich ihre Schwester datete
Auch der Beginn der berühmtesten Beziehung ihres Lebens klingt rückblickend erstaunlich. Als der damalige Prinz Charles Diana 1977 auf dem Familiensitz Althorp kennenlernte, war sie 16 Jahre alt.
Er war allerdings nicht wegen ihr dort.
Charles traf zu dieser Zeit Dianas ältere Schwester Sarah Spencer. Bei einem Besuch in Althorp begegnete er deren jüngerer Schwester. Die Beziehung mit Sarah endete wenig später, Diana blieb jedoch im Umfeld des Thronfolgers. Erst einige Jahre danach entwickelte sich daraus eine ernsthafte Romanze.
1981 verlobten sich Charles und Diana. Diana war 19 Jahre alt. Charles war 32.
750 Millionen Menschen sahen ihre Hochzeit
Am 29. Juli 1981 heirateten Charles und Diana in der St Paul's Cathedral in London.
Die Dimensionen waren gigantisch. Schätzungsweise 750 Millionen Menschen in 74 Ländern sahen die Hochzeit im Fernsehen. Für die damalige Zeit war das ein globales Medienereignis von kaum vorstellbarer Größe.
Diana war wenige Wochen zuvor 20 Jahre alt geworden.
Auf den Bildern sah alles nach dem perfekten modernen Märchen aus: die junge Lady, der zukünftige König, die gewaltige Kathedrale, die Kutsche und ein Hochzeitskleid mit einer fast acht Meter langen Schleppe.
Nur funktionierte das Märchen hinter den Kulissen zunehmend schlechter.
Innerhalb von drei Jahren bekam Diana William und Harry
Am 21. Juni 1982 wurde ihr erster Sohn William geboren. Am 15. September 1984 folgte Harry.
Diana entwickelte dabei einen deutlich anderen Umgang mit ihren Kindern, als viele Menschen damals mit dem britischen Königshaus verbanden. Sie nahm ihre Söhne auf Ausflüge mit, begleitete sie zur Schule und versuchte ihnen zumindest teilweise Erfahrungen außerhalb der abgeschotteten königlichen Welt zu ermöglichen.
William und Harry wurden später zu einem wesentlichen Bestandteil ihres öffentlichen Images. Gleichzeitig sollte die Frage, wie viel Öffentlichkeit für ihre Kinder akzeptabel war, Dianas Konflikt mit Fotografen und Boulevardmedien immer weiter verschärfen.
Ihr stiller Kampf gegen Bulimie
Während Diana nach außen zu einem der meistfotografierten Menschen der Welt wurde, ging es ihr privat zunehmend schlechter.
1992 erschien Andrew Mortons Biografie über sie. Darin wurden erstmals in großer Öffentlichkeit Details über ihre Bulimie, die Einsamkeit innerhalb ihrer Ehe und schwere psychische Krisen bekannt. Damals wirkte es, als hätte Morton hauptsächlich mit Menschen aus Dianas Umfeld gesprochen.
Nach ihrem Tod kam heraus, dass die wichtigste Quelle Diana selbst gewesen war.
Über ihren Freund James Colthurst ließ sie sich Fragen übermitteln, nahm ihre Antworten heimlich auf Kassetten auf und ließ diese anschließend zu Morton bringen. Der Autor verfügte damit über Dianas eigene Schilderungen ihres Lebens, ohne dass sie offiziell als Quelle auftreten musste.
Für ein Mitglied der königlichen Familie war das außergewöhnlich.
Diana hatte praktisch eine heimliche Autobiografie erstellen lassen, während die Öffentlichkeit noch glaubte, der Palast habe mit dem Buch nichts zu tun.
Ein königlicher Skandal
Die Probleme zwischen Charles und Diana wurden immer öffentlicher. Beide führten außereheliche Beziehungen. Besonders Charles' Beziehung zu Camilla Parker Bowles entwickelte sich zu einem zentralen Thema der britischen Presse.
Im Dezember 1992 wurde offiziell bekannt gegeben, dass Charles und Diana sich trennten. Damit war das Bild der königlichen Märchenehe praktisch endgültig zerstört. Diana zog sich jedoch nicht aus der Öffentlichkeit zurück. Im Gegenteil.
Am 20. November 1995 wurde ein Fernsehinterview ausgestrahlt, das die Monarchie erschütterte.
Für die BBC-Sendung Panorama sprach Diana mit dem Journalisten Martin Bashir ungewöhnlich offen über ihre Ehe, ihre psychischen Probleme, ihre Bulimie und Charles' Beziehung zu Camilla.
Fast 23 Millionen Menschen in Großbritannien sahen das Interview. Besonders Dianas Beschreibung, dass ihre Ehe faktisch aus drei Personen bestanden habe, wurde zu einem der berühmtesten Sätze der modernen Royal-Geschichte. Die Wirkung war enorm.
Wenige Wochen später empfahl Queen Elizabeth II. Charles und Diana, die Scheidung endgültig zu vollziehen. Am 28. August 1996 wurde die Ehe geschieden – fast exakt ein Jahr vor Dianas Tod.
Das manipulierte Interview
Die Geschichte des Interviews bekam 25 Jahre später allerdings eine wesentlich düsterere Wendung. Eine unabhängige Untersuchung unter Lord John Dyson stellte 2021 fest, dass Martin Bashir mit Täuschungen gearbeitet hatte, um Zugang zu Diana zu bekommen.
Unter anderem ließ er gefälschte Kontoauszüge erstellen, mit denen gegenüber Dianas Bruder Charles Spencer der Eindruck erweckt wurde, Menschen aus dem Umfeld der königlichen Familie würden dafür bezahlt, Diana auszuspionieren beziehungsweise Informationen über sie weiterzugeben.
Die Untersuchung kam außerdem zu dem Schluss, dass die BBC bei ihrer späteren internen Aufarbeitung der Vorgänge erhebliche Fehler gemacht hatte.
Prinz William erklärte anschließend, die Täuschungen hätten die Ängste und Paranoia seiner Mutter verstärkt und zur weiteren Verschlechterung der Beziehung zwischen seinen Eltern beigetragen. Er forderte, das Interview nicht mehr vollständig auszustrahlen.
Damit wurde eines der berühmtesten Interviews des 20. Jahrhunderts Jahrzehnte später selbst zu einem großen Medienskandal.
Diana veränderte mit einem Händedruck den Umgang mit HIV
So spektakulär ihr Privatleben war, liegt ein großer Teil von Dianas langfristiger Bedeutung woanders. Im April 1987 eröffnete sie im London Middlesex Hospital eine Station für Menschen mit HIV und AIDS. Vor laufenden Kameras schüttelte sie einem HIV-positiven Patienten die Hand. Ohne Handschuhe. Heute wirkt das völlig selbstverständlich. 1987 war es eine Botschaft.
In der Bevölkerung existierten massive Ängste und Fehlinformationen über HIV. Teilweise glaubten Menschen noch immer, das Virus könne durch normalen Körperkontakt übertragen werden. Diana nutzte ein einziges Bild, um öffentlich das Gegenteil zu demonstrieren.
Sie blieb dem Thema anschließend über Jahre verbunden und traf immer wieder Menschen mit HIV und AIDS. Ausgerechnet eine der meistberührten und meistfotografierten Frauen der Welt machte körperliche Nähe dabei zu einem politischen Instrument.
1985 wollte Diana unbedingt mit John Travolta tanzen
Natürlich bestand ihr Leben nicht ausschließlich aus politisch schweren Momenten.
Am 9. November 1985 besuchten Charles und Diana das Weiße Haus. Präsident Ronald Reagan und First Lady Nancy Reagan veranstalteten zu ihren Ehren ein Dinner. Unter den Gästen war John Travolta.
Diana hatte offenbar erwähnt, dass sie gerne mit ihm tanzen würde. Nancy Reagan gab den Wunsch weiter. Travolta soll zunächst gezögert haben, ob er wirklich einfach eine Prinzessin zum Tanz auffordern könne. Nancy Reagans Haltung war ziemlich eindeutig: Er konnte.
Travolta ging zu Diana, und beide tanzten im Cross Hall des Weißen Hauses fast 15 Minuten miteinander. Die offiziellen Aufnahmen der Reagan Presidential Library gehören bis heute zu den bekanntesten Bildern beider Stars.
Diana tanzte an diesem Abend übrigens nicht nur mit Travolta. Auch Ronald Reagan und Neil Diamond gehörten zu ihren Tanzpartnern.
Prinzessin im Minenfeld
Das wahrscheinlich berühmteste Bild ihres humanitären Engagements entstand Anfang 1997 in Angola. Diana reiste gemeinsam mit dem Britischen Roten Kreuz nach Huambo. Dort wurden noch Jahre nach dem Bürgerkrieg Menschen durch Antipersonenminen getötet und verstümmelt.
Diana setzte eine Schutzweste und einen Gesichtsschutz auf und lief durch ein Gebiet, in dem Minenräumer arbeiteten. Die Bilder gingen um die Welt.
Für Organisationen wie den HALO Trust war Dianas Besuch ein entscheidender Moment, um Antipersonenminen von einem militärischen Spezialthema zu einer internationalen humanitären Debatte zu machen.
Wenige Monate nach Dianas Tod wurde das Ottawa-Abkommen zur Ächtung von Antipersonenminen zur Unterzeichnung aufgelegt. 122 Staaten unterschrieben zunächst. Diana war selbstverständlich nicht allein für den Vertrag verantwortlich, aber ihr Engagement hatte dem Thema eine Aufmerksamkeit verschafft, die Hilfsorganisationen zuvor kaum erreichen konnten.
Und genau dieses Bild hat 2026 noch eine bemerkenswerte Fortsetzung. Der HALO Trust zeigte in diesem Sommer erneut den Ort in Huambo, an dem Diana 1997 durch das Minenfeld gegangen war. Dort liegt heute kein Minenfeld mehr.
Das Gebiet ist inzwischen Teil einer belebten Straße namens Avenida 28 de Maio. Häuser wurden gebaut und Kinder besuchen dort eine Schule. Die Provinzen Huambo und Benguela gelten mittlerweile als frei von den Auswirkungen bekannter Minenfelder.
Kaum ein Bild verdeutlicht Dianas langfristiges Vermächtnis besser.
In ihrem letzten Sommer wurde Dodi Fayed Teil ihres Lebens
Nach ihrer Scheidung hatte Diana unter anderem eine Beziehung mit dem pakistanischen Herzchirurgen Hasnat Khan. Die Verbindung blieb größtenteils privat und endete 1997. Im Sommer desselben Jahres verbrachte Diana Zeit mit Mohamed Al-Fayed und dessen Familie im Süden Frankreichs. Dort kam sie dessen Sohn Dodi Fayed näher.
Die Beziehung wurde schnell zu einem der größten Boulevardthemen des Sommers.
Paparazzi verfolgten die beiden beinahe permanent. Fotos von Diana und Dodi auf einer Yacht wurden für enorme Summen verkauft und erschienen weltweit auf Titelseiten.
Ende August reisten beide nach Paris. Es sollte Dianas letzte Reise werden.
In der Nacht zum 31. August floh ihr Wagen vor Fotografen
Am Abend des 30. August hielten sich Diana und Dodi im Hôtel Ritz in Paris auf. Vor dem Gebäude warteten zahlreiche Fotografen.
Kurz nach Mitternacht verließen beide das Hotel in einem Mercedes. Gefahren wurde der Wagen von Henri Paul, einem Mitarbeiter des Ritz. Dodis Bodyguard Trevor Rees-Jones saß auf dem Beifahrersitz.
Fotografen folgten dem Fahrzeug.
Um 0:23 Uhr verlor Paul im Pont-de-l'Alma-Tunnel die Kontrolle über den Wagen. Der Mercedes prallte mit hoher Geschwindigkeit gegen eine Stütze. Dodi Fayed und Henri Paul starben am Unfallort. Rees-Jones überlebte schwer verletzt.
Diana lebte noch.
Ärzte kämpften mehrere Stunden um ihr Leben
Rettungskräfte versorgten Diana zunächst am Unfallort. Anschließend wurde sie in das Pariser Krankenhaus Pitié-Salpêtrière gebracht.
Ihre Verletzungen waren allerdings katastrophal. Unter anderem war eine große Vene in der Nähe ihres Herzens gerissen. Ärzte öffneten ihren Brustkorb und versuchten, die Blutung zu stoppen und ihr Herz wiederzubeleben.
Sie konnten sie nicht retten. Gegen 4 Uhr morgens wurde Diana für tot erklärt. Sie war 36 Jahre alt.
War Diana ermordet worden?
Fast unmittelbar nach ihrem Tod entstanden Verschwörungstheorien.
Besonders Mohamed Al-Fayed behauptete über Jahre, sein Sohn und Diana seien Opfer eines Mordkomplotts geworden. In verschiedenen Versionen der Geschichte tauchten der britische Geheimdienst, Mitglieder des Königshauses, manipulierte Fahrzeuge und andere vermeintliche Beteiligte auf. Die Behauptungen wurden später in Großbritannien äußerst umfangreich untersucht.
Die Metropolitan Police startete dafür Operation Paget. Die mehrjährige Untersuchung prüfte zahlreiche Verschwörungstheorien und veröffentlichte 2006 einen Bericht von mehreren Hundert Seiten.
Das Ergebnis: Die Ermittler fanden keine glaubwürdigen Beweise für ein Mordkomplott.
Bei der britischen gerichtlichen Untersuchung 2008 kam die Jury zu dem Urteil unlawful killing – rechtswidrige Tötung. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie ein Attentat feststellte.
Die Jury sah die grob fahrlässige Fahrweise von Henri Paul sowie das Verhalten der verfolgenden Paparazzi als Ursachen an. Paul hatte Alkohol im Blut und fuhr mit hoher Geschwindigkeit. Als zusätzlicher Faktor wurde festgestellt, dass Diana und Dodi keine Sicherheitsgurte trugen.
Die jahrelangen Untersuchungen lieferten damit keine Belege für die bis heute verbreiteten Mordtheorien.
Dass diese trotzdem nicht verschwunden sind, zeigt wahrscheinlich vor allem, wie schwer viele Menschen akzeptieren konnten, dass eine der berühmtesten Frauen der Welt innerhalb weniger Sekunden durch eine Reihe katastrophaler Entscheidungen sterben konnte.
Ihr Tod brachte das britische Königshaus in eine seiner größten Krisen
Als die Nachricht bekannt wurde, entstand in Großbritannien eine gewaltige öffentliche Trauerbewegung. Menschen legten Blumen vor Kensington Palace und anderen königlichen Residenzen nieder. Die Mengen wurden innerhalb weniger Tage so groß, dass ganze Flächen unter Blumensträußen verschwanden.
Gleichzeitig geriet das Königshaus unter Druck. Queen Elizabeth II. und die Familie hielten sich zunächst mit William und Harry in Balmoral auf. Teile der Öffentlichkeit interpretierten die Zurückhaltung als Kälte.
Die Stimmung wurde so angespannt, dass die Queen schließlich mit einer außergewöhnlichen Fernsehansprache auf die öffentliche Trauer reagierte.
Der Tod einer Frau, die offiziell bereits aus dem engsten königlichen System herausgeschieden war, zwang die Monarchie damit innerhalb weniger Tage, ihren Umgang mit Öffentlichkeit und Emotion sichtbar zu verändern.
Auch 2026 ist Diana noch immer ein Kulturphänomen
Dianas Einfluss beschränkt sich längst nicht mehr auf Royal-Fans.
Kleider, Briefe und persönliche Gegenstände von ihr erzielen bei Auktionen regelmäßig enorme Preise. Ihre Mode wird immer wieder neu analysiert. Dokumentationen, Bücher, Theaterproduktionen und Serien beschäftigen sich mit ihrem Leben.
Im September 2026 eröffnet in London außerdem eine neue Ausstellung zu ihrem Leben und Stil. Bei Fleurs de Villes DIANA werden 15 aus Blumen gestaltete Installationen bekannte Outfits und Stationen ihres Lebens nachbilden. Ein Teil der Veranstaltung unterstützt The Diana Award. Für 2027, den 30. Jahrestag ihres Todes, ist anschließend eine internationale Tour vorgesehen.
Auch ihr Bruder Charles Spencer arbeitet derzeit an einem neuen Buch über seine Schwester. Swan Song: Diana, My Sister soll passend zum 30. Todestag 2027 erscheinen und ihre Geschichte aus seiner persönlichen Perspektive erzählen.
29 Jahre nach ihrem Tod ist Diana größer als ihre Rolle als Prinzessin
Dianas Leben war wesentlich weniger märchenhaft, als es 1981 bei ihrer Hochzeit wirkte.
Sie heiratete mit 20 Jahren den zukünftigen König, bekam zwei Söhne und wurde innerhalb kürzester Zeit zu einer der berühmtesten Frauen der Welt.
Gleichzeitig kämpfte sie mit einer Essstörung, psychischen Krisen, einer zerbrechenden Ehe und einer Presse, die jeden Schritt ihres Lebens dokumentierte.
Sie arbeitete heimlich an einem Buch über ihr eigenes Leben mit, gab eines der berühmtesten Fernsehinterviews der Geschichte – und Jahrzehnte später stellte sich heraus, dass der Journalist dabei mit gefälschten Dokumenten gearbeitet hatte.
Als sie starb, war sie seit gerade einmal drei Tagen offiziell ein Jahr von Charles geschieden. 29 Jahre später ist Charles König, William der heutige Prince of Wales und Dianas Name immer noch weltweit bekannt. Die Monarchie hat sich weiterbewegt. Die Faszination für Diana erstaunlich wenig.
