EA hat den ersten großen Gameplay-Deep-Dive zu FC 27 veröffentlicht und zeigt damit, welche Baustellen die Entwickler in diesem Jahr angehen. Im Fokus stehen die künstliche Intelligenz bei Verteidigern, ein überarbeitetes Eckballsystem, neue Laufwege im Angriff und Anpassungen beim Dribbling unter Druck.
Manuelles Verteidigen soll wieder mehr bringen
Ein zentrales Thema des Deep-Dives ist die Verteidigung. EA nimmt der KI in FC 27 spürbar Macht weg und gibt Spielern mehr Kontrolle, sobald sie selbst eingreifen. Beim Jockeying reagiert der eigene Spieler laut EA deutlich schneller, außerdem wächst die Reichweite bei Tacklings. Auch die automatischen Grätschen der KI werden reduziert. Gegner rennt der Computer also nicht mehr so oft von selbst in die Beine, stattdessen müssen Spieler aktiv eingreifen, um den Ball zu gewinnen.
Zusätzlich lockert EA den Teamdruck und das automatische Zustellen in der eigenen Abwehrreihe. Die KI positioniert sich zwar weiterhin sinnvoll, wer den Ball aber tatsächlich erobern will, muss dafür selbst ins Zweikampfverhalten eingreifen.
Ecken werden komplett neu gedacht
Beim Thema Eckbälle geht EA einen ungewöhnlichen Weg. Spieler bekommen künftig zwei getrennte Eingaben: Eine zur Vorbereitung des Passes und eine für den eigenen Laufweg in den Strafraum. Wer seinen Laufweg clever wählt, kann sich für ein paar Sekunden vom Gegenspieler lösen und so freistehend zum Abschluss kommen. EA verspricht dadurch mehr Kreativität bei Standardsituationen, gleichzeitig dürfte das System aber auch für neues Chaos im Strafraum sorgen.
Neue Laufwege und Off-Balance-Dribbling
Auch im Angriffsspiel tut sich einiges. EA führt neue kurvige Laufwege ein, die Offensivspieler enger an der letzten Linie entlangführen. Dadurch sollen sich Anspielstationen leichter finden lassen, ohne direkt in die Abseitsfalle zu laufen. Wer die Laufwege manuell triggert, kann sie zusätzlich um die Abwehrkette biegen lassen.
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Beim Dribbling orientiert sich EA an Spielern wie Pedri und Musiala. Elite-Dribbler sollen den Ball auch nach einem Stolperer oder einem Tackling-Versuch besser unter Kontrolle halten. Ergänzt wird das durch überarbeitete Doppelpässe und schnellere Kombinationen im engen Raum.
Interceptions, Flanken und Spielstile im Fokus
Nach Interceptions greifen Verteidiger den Ball künftig direkt an, statt nur die Passlinie zu blocken. Das soll für konstantere Ballbesitzphasen sorgen. Bei Flanken erhöht EA die Variabilität, Timing und Power beim Kreuzen entscheiden stärker über Erfolg oder Fehlschlag. Auch das Kopfballspiel wird angepasst.
Beim Dauerbrenner-Thema Spielstile kündigt EA erneut eine Balance-Anpassung an. Attribute der Spieler sollen wieder mehr Gewicht bekommen, damit nicht jede Karte automatisch von denselben Spielstilen profitiert. Ob das gelingt, muss sich erst in der Praxis zeigen, schließlich hat EA ähnliche Versprechen schon in den Vorjahren gemacht.
Reaktionen auf den ersten Gameplay-Trailer
Der erste Gameplay-Trailer zu FC 27 sorgt für gemischte bis kritische Reaktionen. Viele Zuschauer bemängeln vor allem die Optik und das Bewegungsverhalten der Spieler, das für einige weiterhin zu künstlich wirkt. Kritisiert werden außerdem fehlende individuelle Laufstile einzelner Stars sowie die Sorge, dass viele der angekündigten Änderungen eher nach einem größeren Patch als nach einem komplett neuen Titel wirken.
| Bereich | Änderung in FC 27 |
|---|---|
| Verteidigung | Weniger KI-Tacklings, mehr manuelle Kontrolle |
| Ecken | Getrennte Eingabe für Pass und Laufweg |
| Laufwege | Neue kurvige Läufe entlang der Abwehrkette |
| Dribbling | Stabileres Off-Balance-Dribbling |
| Passspiel | Bodenpässe folgen stärker der Eingaberichtung |
Wie sich die angekündigten Änderungen tatsächlich im Spiel anfühlen, lässt sich erst mit weiteren Trailern und letztlich der finalen Version beurteilen. Bis dahin bleibt die Frage offen, ob FC 27 den erhofften Sprung nach vorne schafft.