Zwei Wochen ist der große Karrieremodus-Deep-Dive für EA FC 27 inzwischen her, und eigentlich kennt jeder die wichtigsten Neuerungen aus Trailer und Pitch Notes bereits. Doch die aktuell laufende Beta-Phase bringt noch einiges mehr ans Licht, das EA bisher gar nicht offiziell angekündigt hat. Der zuständige Lead Producer des Modus, Andreas Wilsdorf, bestätigt zudem eine Roadmap mit weiteren Funktionen, die im Laufe des Jahres nachgereicht werden sollen.
Gesichtsscan steht offenbar bevor
Ein Feature, das aus den Beta-Screenshots klar hervorgeht, nennt sich Cranium Photo Fit. Beim Erstellen eines neuen Spielers lässt sich damit künftig das eigene Gesicht scannen und als Avatar ins Spiel übertragen. Dazu scannt man einen Barcode mit dem Smartphone, macht ein Foto, und die App erstellt daraus einen 3D-Avatar. Gerade für Karrieremodus- und Clubs-Spieler, die sich jedes Jahr aufs Neue mühsam am Editor selbst nachbauen, dürfte das ein echter Gewinn werden. Vereinzelt gibt es in der Beta noch Kritik an der Umsetzung, allerdings befindet sich die Funktion auch nur in der Testphase und ist bislang nicht offiziell bestätigt. Angedeutet hatte sich das Ganze schon seit der Einführung der Cranium-Technologie in FC 25, jetzt scheint der nächste Schritt nur noch eine Frage der Zeit zu sein, ob nun als Update in FC 27 oder als Verkaufsargument für FC 28.
Editierbare Jugendspieler und neue UI-Anpassungen
Ebenfalls bestätigt ist die Möglichkeit, Jugendspieler künftig zu bearbeiten. Wilsdorf erklärt dazu, dass die Funktion Teil der Roadmap ist und im Laufe des Jahres per Update nachgereicht wird, ein genauer Zeitpunkt steht aber noch nicht fest. Damit lassen sich generische Talente optisch individueller gestalten, passend dazu bringt FC 27 offenbar auch neue Frisuren und Bärte mit.
Auch beim Menüdesign tut sich etwas. Das aktuell gezeigte Schild-Design im Karrieremodus erinnert stark an Ultimate Team und kommt in der Beta nicht gut an. Wilsdorf räumt ein, dass Änderungen an den Schild-Designs technisch aufwendig sind, weil viele Funktionen daran hängen. Zum Release ist daher noch nicht mit einer Überarbeitung zu rechnen, ein früher Patch nach Launch erscheint aber möglich.
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Internationale Teams, Lizenzen und neue Stadien
Bei den Nationalmannschaften bestätigt Wilsdorf mehr als 50 Teams zum Launch, damit das aktuelle WM-Format im Karrieremodus wieder funktioniert. Einige unlizenzierte Nationen dürften dabei aus dem Spiel verschwinden, Ecuador und Kanada tauchen aktuell zumindest nicht in der Beta auf. Gleichzeitig deuten Beta-Funde auf neue Nationalteams hin, darunter Chile, Peru, Venezuela und Griechenland sowie Indien und Vietnam in Asien. Passend dazu soll auch der Asien-Cup Einzug in den Karrieremodus halten. Bleibt es bei Ecuador als einzigem CONMEBOL-Abgang, stünden immerhin acht von zehn südamerikanischen Verbänden zur Verfügung, was theoretisch sogar eine generische Copa América ermöglichen würde.
Bei den Vereinslizenzen zeichnen sich Ludogorets Rasgrad aus Bulgarien und Omonia Nikosia aus Zypern ab, dazu weitere europäische Teams im Frauenfußball sowie die brasilianische Nationalmannschaft. Auch drei neue Stadien stehen fest: das Stade Louis II des AS Monaco, das Stadion von Lechia Warszawa sowie der El Sadar von Real Oviedo, das Camp Nou von Barcelona bleibt dagegen weiterhin außen vor.
Mehr Aggressivität, neue Regler und kleine Menü-Extras
Auf dem Platz sollen KI-Teams künftig aggressiver auftreten, mit mehr Fouls und Karten, ein häufiger Kritikpunkt aus der Vorjahresversion. Dazu kommen zahlreiche neue Gameplay-Regler, mit denen sich das Spielgefühl individuell anpassen lässt. Auch bei der dynamischen Potenzialentwicklung verspricht Wilsdorf, dass KI-Spieler bei schwacher Form künftig tatsächlich im Wert fallen können, statt wie bisher fast ausschließlich nach oben zu entwickeln.
Kleinere, aber praktische Ergänzungen gibt es ebenfalls: Die Spielersuche lässt sich inzwischen nach Gesamtwert, Marktwert und auslaufendem Vertrag filtern, eine Sortierung nach starkem Fuß und Körpergröße fehlt aber noch. Für Spielerkarrieren kommen zudem extra niedrige Stutzen als neue Option hinzu, während Manager mehr Kleidungsauswahl erhalten. Bei den Online-Matches lässt sich ein Spiel künftig einvernehmlich abbrechen, wenn beide Kontrahenten zustimmen. Der ebenfalls geleakte neue Open-World-Modus sorgt dagegen eher für Spott als für Vorfreude, die ersten Eindrücke aus der Beta wirken alles andere als überzeugend.