Nocturne ist ein interessanter Champion auf Summoner's Rift, aber seine Hintergrundgeschichte wird leider nicht der Fantasiewelt gerecht, die er im Spiel erschafft.
Neulich haben wir darüber gesprochen, dass Kog'Maw dringend ein Update braucht. Jedoch war Nocturne auch schon mehrmals in der Auswahl zum VGU, hat nicht die Goldmedaille geholt und wurde schließlich wohl vergessen.
Riot liebt mich, Riot liebt mich nicht
Im Laufe der Jahre hat Riot die Hintergrundgeschichten der Champions aktualisiert und verbessert. Heimerdinger hat dank Arcane etwas Liebe bekommen, während Fiddlesticks dank seines visuellen und Fähigkeiten-Reworks eine komplett neue Geschichte erhalten hat. Klar gibt es immer noch einige Champions, denen es noch stark an irgendeiner Story mangelt wie zum Beispiel Shaco, aber es gibt einige Champions, deren Lore langweilig und uninspiriert ist.
Einer dieser Champions ist kein Geringerer als Nocturne. Einige Geschichten sind besser als andere, aber der Unterschied zwischen neueren und älteren Champions ist riesig. Seine Hintergrundgeschichte ist ziemlich langweilig, und die Fans wollen schon seit einiger Zeit, dass Riot sich endlich mit diesem Champion befasst, damit seine Hintergrundgeschichte auch sein "angsteinflößendes" Gameplay auf Summoner's Rift widerspiegelt.
Seine Lore: Grillenzirpen
Im Grunde genommen stammt Nocturne, ein Dämon der tiefen Angst, aus der chaotischen Ära der Runenkriege, als Krieger-Magier, die Schattenmagie praktizierten, nach Vorherrschaft strebten. Als sie tiefer in die Geisterwelt eindrangen, schufen oder verwandelten ihre dunklen Gedanken und Handlungen Nocturne möglicherweise in eine furchterregende Kraft, die nicht den physikalischen Gesetzen unterworfen war und sich von der Angst der Sterblichen nährte. Seine Präsenz war so beeindruckend, dass sie schließlich dazu führte, dass die Ausübung der Schattenmagie unter Androhung der Todesstrafe verboten wurde.
Da Nocturne nun weniger Eindringlinge in seinem Reich hatte und ihm die Angst ausging, lernte er, sich in der "wachen Welt" zu manifestieren, angezogen von den Ängsten, die die Träume der Sterblichen heimsuchen. Als finsterer Schatten streift er jetzt durch Runeterra, nutzt die Ängste seiner Bewohner aus, verwandelt ihre Schwächen in Alpträume und verbreitet unaufhörlichen Terror im ganzen Land.
Der Anfang seiner Geschichte ist zwar interessant und cool, aber dass er sich nur in der Welt manifestiert, um sie heimzusuchen ... ist einfach zu faul. Mit dem Charakter und der Geschichte könnte man viel mehr machen, um dem Champion auf irgendeine Weise mehr Tiefe zu verleihen, was diesen furchterregenden Dämon etwas mehr ausarbeiten könnte. Jetzt klingt er einfach wie eine gruseligere Version von Casper, der versucht, den Menschen Angst einzujagen.
Nocturne, der mittlerweile ein ziemlich alter Champion ist, leidet nicht nur unter einer so langweiligen Story, sondern auch an einem schrecklichen In-Game Model. Hoffentlich schaut sich Riot Nocturne einmal genauer an und wenn er endlich ein Rework bekommt, dann bitte auch mit neuer Geschichte.