Über 200km/h und bis zu vier Jahre Haft - Influencer Jay P rast über Schweizer Passstraße

56 Mio. Klicks für eine Illegale Raserfahrt: Dem Influencer Sabba drohen nach seinem Alpen-Video bis zu vier Jahre Haft.

Sabba Ferrari Pass
Sabba filmt sich dabei, wie er fröhlich singend die 200 km/h Marke knackt. | © sabba_mik via Instagram

Mit zeitweise über 210 km/h in einer 80er-Zone auf dem Tacho und einem selbstgedrehten viralen Clip, der seine Rennfahrt über den Sustenpass zur Schau stellt, hat der Influencer Sabba Millionen an Likes angehäuft - aber eben auch genug Beweismaterial für eine polizeiliche Ermittlung geliefert. Dem Content-Creator mit georgischen Wurzeln können nun bis zu vier Jahre Haft drohen.

Chaotische Alpentour: Der Fall Jay P

Der Sustenpass stand in kürzester Zeit mehrfach aufgrund von Rasern in den Schlagzeilen. So filmte der YouTuber Jay P kurz zuvor eine Rennfahrt mitsamt anderer Sportwagenfahrer auf der Strecke, auf der eigentlich ein Tempolimit von 80 km/h gilt. Als der Brite daraufhin von einer Patrouille der Kantonspolizei Uri angehalten wurde, nahm er die Situation nicht wirklich ernst und reagierte auf die mündlichen Abmahnungen der Beamten nur mit einer halbherzigen Entschuldigung.

Da der Brite vorerst weiterfahren durfte, kam er eigentlich mit einem blauen Auge davon. Doch er wurde übermütig und teilte sein Video mitsamt Spott gegen die Polizei im Netz. Dies brachte Jay P nicht nur massive Kritik der Community ein, sondern führte schliesslich auch zur Eröffnung eines Strafverfahrens und seiner vorübergehenden Festnahme an der Grenze.

Sabba bricht Geschwindigkeitsrekord kurz danach

Während Jay P schon für Skandale sorgte, wirkte seine Geschwindigkeit auf dem Pass fast gemütlich gegenüber Sabba. Der Auto- und Uhren-Influencer überschritt jegliche Grenzen, indem er im blau-gelben Ferrari SF90 stellenweise mit bis zu 210 km/h fuhr und dabei bei jeder Gelegenheit andere Fahrer überholte. Der passende Clip wurde innerhalb von nur sechs Tagen 56 Millionen Mal geklickt und sammelte mehr als vier Millionen Likes; die Kommentare hatte der Influencer allerdings zwischenzeitlich deaktiviert.

Durch diese enorme Reichweite servierte er der Polizei das perfekte Beweismittel für die Straftat auf dem Silbertablett - und die Schweizer Justiz wertet eine derart hohe Geschwindigkeitsüberschreitung nicht als Kavaliersdelikt. Für Raser drohen zwingend mindestens ein Jahr und bis zu vier Jahre Haft sowie die Beschlagnahmung des Autos und der Entzug der Fahrerlaubnis. Welche Strafen Sabba genau blühen, ist derzeit noch offen. Allerdings steht fest, dass die Behörden das Urteil wenn nötig auch abseits von Schweizer Boden vollstrecken können - etwa durch internationale Rechtshilfebegehren und das Schengen-Fahndungssystem.

Sollten die Behörden bei solchen Raser-Vergehen nicht nur das Auto beschlagnahmen, sondern auch die Social-Media-Kanäle der Influencer sperren lassen, um ihnen die Plattform für den Ruhm zu nehmen? Diskutiere mit uns in den Kommentaren!

Henry Henzler

Nach seinem Anglistikstudium in Stuttgart startete Henry 2026 bei EarlyGame. Leidenschaftlich bei Gaming, Sport und Musik, liebt er immersive Story-Games....