Eine echte Kriegswaffe für läppische 200$?! Kevin Köstenbaumer ringt beim Anblick des Kabuler Waffenbazars um Fassung.
Der im Internet als Travelkevkev bekannte österreichische Content-Creator Kevin Köstenbaumer liefert ungefilterte Eindrücke seiner zahlreichen Reisen und Expeditionen. Unter den mittlerweile 52 Ländern, die er bereist hat, sticht Afghanistan in vielerlei Hinsicht heraus: Köstenbaumer gibt Einblicke in das dortige Zusammenleben sowie die Gastfreundschaft, kritisiert jedoch auch die Omnipräsenz von Waffen.
Für eine Handvoll Dollar
In seinem Video über den Kabuler Waffenbazar zieht der österreichische Content-Creator Travelkevkev mit seinem Guide an zahlreichen Ständen vorbei, die dicht mit Gewehren bestückt sind. Als er sich nach dem Preis einer vollautomatischen Waffe erkundigt, reagiert er schockiert auf den niedrigen Betrag: Gerade einmal 200 Dollar kostet das Gewehr. Abgestoßen und fasziniert zugleich fragt er seinen Guide, ob er als Ausländer dort eine Waffe kaufen könne. Der Guide bejaht dies, weist ihn jedoch darauf hin, dass er sie dennoch nicht führen dürfe. Der Österreicher kommentiert dazu, dass man die allgegenwärtige Gewaltbereitschaft durch die schiere Selbstverständlichkeit von Schusswaffen deutlich spüre.
Für einen genaueren Blick macht er an einem Stand halt und nimmt die chinesische Kopie eines amerikanischen Sturmgewehrs in die Hand. Der Händler zeigt ihm die passende Munition, doch der Content-Creator stellt die Waffe schnell wieder zurück und stellt klar: „Ich hab mit Krieg nichts am Hut“.
Von Waffen überschwemmt
Obgleich die erwähnten 200 Dollar mit einem durchschnittlichen afghanischen Gehalt kaum anzusparen sind, bleibt festzuhalten: Das Land wurde über Jahrzehnte regelrecht mit Waffen überflutet. Während langlebige, im Kalten Krieg zurückgelassene Kalaschnikows und deren Kopien die Basis des Schwarzmarkts bilden, hat der US-Abzug im Jahr 2021 die Lage drastisch verschärft. Die amerikanischen Streitkräfte ließen Militärausrüstung im Wert von rund 7,1 Milliarden Dollar in Afghanistan zurück, die nun als begehrte Schmuggelware gilt.
Trotz der grausamen Realität des Krieges zeichnet sich in den Kommentaren unter dem Originalvideo ein eher positives Meinungsbild zum Waffenkauf ab. Zahlreiche Waffenbegeisterte zeigen sich von den verhältnismäßig niedrigen Preisen angetan. Dennoch gibt es Gegenstimmen, welche die schiere Flut an Kriegsgeräten als rückschrittlich empfinden. Unabhängig von dieser Debatte gilt: In Deutschland sind die gezeigten Kriegswaffen selbst mit einem Waffenschein niemals legal zu erwerben.
Was denkst du über die Einblicke aus Kabul? Verstehen die „Waffen-Narren“ in den Kommentaren den Ernst der Lage nicht, oder faszinieren dich die niedrigen Preise auf dem Schwarzmarkt ebenfalls? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare und diskutiere mit!
