AnniTheDuck gesteht: „Ich wollte mich umbringen und hatte mir ein Datum gesetzt“

AnniTheDuck spricht über schwere Vorwürfe, Hass und eine Zeit, in der sie keinen Ausweg mehr sah.

Anni The Duck Wieder Da
Mit dieser Aussage schockierte AnniTheDuck so einige! © AnniThDuck

Schon seit Monaten dominiert ein Thema die deutsche Streaming- und YouTube-Szene: die „AnniTheDuck Files“ von YouTuber Jay Riddle. Millionen Views, tausende Reactions und eine scheinbar endlose Diskussion haben aus dem, was Anni vor über zwei Jahren passiert ist, eines der größten Creator-Dramen der letzten Jahre gemacht.

Doch während online analysiert, bewertet und gestritten wird, meldet sich auch AnniTheDuck immer wieder selbst zu dem Thema – sei es in ihren eigenen Twitch-Streams oder zuletzt in der Talk-Show „Deep und Deutlich“. Besonders eine Aussage hat viele Zuschauer schockiert und tief betroffen gemacht: Die 28-Jährige berichtet, dass sie damals den Entschluss gefasst hatte, sich das Leben zu nehmen.

Zwischen Hass und Zusammenbruch

„Es ging mir aufgrund eines öffentlich ausgetragenen Konflikts mental sehr schlecht“, sagt sie rückblickend. Der Druck sei so groß geworden, dass sie das Gefühl gehabt habe, „dem Druck der Öffentlichkeit nicht mehr standhalten zu können“. „Es hat mir alles genommen“, erzählt sie in dem Gespräch bei „Deep und Deutlich“.

Besonders drastisch beschreibt Anni den massiven Hass und die öffentliche Hetze, die sie in dieser Zeit abbekommen hat. Durch virale Inhalte und massive Reichweite der Vorwürfe habe sich ihr gesamtes Leben verändert. Kooperationen seien beendet worden, sie habe Mitarbeiter und ihr Management verloren, berufliche Strukturen weggebrochen und auch ihr persönliches Umfeld habe sich stark verändert.

„Mir wurde sozusagen meine gesamte Lebensgrundlage genommen“, erklärt sie. Viele Menschen hätten sich distanziert, während gleichzeitig eine breite Öffentlichkeit über Anni urteilte. In den viralen Clips und Diskussionen rund um die „Files“ wird genau diese Phase immer wieder aufgegriffen und neu bewertet.

Während einige Zuschauer die Aufarbeitung durch Jay Riddle loben, bleibt der Fall weiterhin hoch umstritten – nicht zuletzt, weil sich weder ihre ehemalige beste Freundin Mowky, noch ihr Ex-Partner BehaartmitBart oder ihre Ex-Partnerin Reved bislang zu den neuen Konfrontationen geäußert haben. Welche weiteren Entwicklungen daraus noch entstehen, bleibt abzuwarten.

„Ich hatte mir ein Datum gesetzt“ – der Tiefpunkt

Im Zentrum ihrer aktuellen Aussagen steht jedoch nicht der Online-Konflikt selbst, sondern die psychische Belastung, die daraus entstanden ist. Anni spricht offen über eine schwere Krise. „Ich hatte mir ein Datum gesetzt, an dem ich geplant hatte, mich umzubringen. Der 28. September 2025“, sagt sie in dem Gespräch.

Anni beschreibt eine Phase, in der sie keinen Ausweg mehr gesehen habe, den Schritt am Ende aber zum Glück nicht gegangen ist. „Sich das Leben zu nehmen ist niemals eine Lösung. Es gibt immer ein Licht am Ende des Tunnels, aber manchmal sieht man es nicht, weil es um die Ecke ist“, stellt sie heute klar.

Aufarbeitung durch Jay Riddle und neue Einordnung

Ein Wendepunkt sei die spätere Aufarbeitung gemeinsam mit Jay Riddle gewesen, der den Kontakt zu ihr gesucht habe. In Gesprächen seien alte Vorwürfe, Nachrichten und Abläufe erneut analysiert worden. Anni konnte schließlich ihre Sicht der Dinge darstellen und wurde damit wieder gehört – dafür, so sagt sie, sei sie Jay auf ewig dankbar.

Heute verarbeitet Anni die Geschehnisse weiterhin aktiv. Sie spricht regelmäßig in ihren Livestreams über die damalige Zeit, die Vorwürfe, ihre persönliche Entwicklung und ihr neues Lebensgefühl.

Was bleibt, ist ein Fall, der längst über einzelne Videos hinausgeht: ein Konflikt, der sich zu einem der meistdiskutierten Themen der deutschen Creator-Szene entwickelt hat – und eine Person, die öffentlich versucht, das Erlebte zu verarbeiten, während das Internet weiter zuschaut.

Jay Riddle deutete zudem weiterhin an, dass ein umfangreiches Video zu Reved folgen soll, in dem auch die von Toni gegen Anni erhobenen Vorwürfe noch einmal aufgearbeitet und eingeordnet werden sollen. Ziel sei es offenbar, diese Punkte klarzustellen und die damaligen Anschuldigungen im Detail zu beleuchten. Wann genau das Video erscheinen wird, ist bislang unklar.

Anni selbst äußerte bereits, dass sie diesem kommenden Teil der Aufarbeitung besonders gespannt entgegensehe. Sollte dieses Video tatsächlich veröffentlicht werden, ist davon auszugehen, dass die Debatte erneut an Fahrt aufnehmen könnte und weitere Entwicklungen in der Szene nach sich zieht.

Wir sind auf jeden Fall froh, dass Anni diese Zeit überstanden hat und sich nichts angetan hat.


Hilfe bei Suizidgedanken

Wenn du selbst unter Suizidgedanken leidest oder dich in einer akuten Krise befindest, bist du damit nicht allein und es gibt sofortige Hilfe – anonym, kostenlos und rund um die Uhr. In Deutschland erreichst du die TelefonSeelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 sowie per Chat über https://www.telefonseelsorge.de.

In akuten Notfällen kannst du jederzeit den Notruf 112 wählen oder dich an die nächste psychiatrische Notaufnahme wenden. Auch in Österreich ist die TelefonSeelsorge unter 142 erreichbar, in der Schweiz die Die Dargebotene Hand unter 143. Gespräche mit geschulten Ansprechpartnern können helfen, die Situation zu stabilisieren und gemeinsam nächste Schritte zu finden. Du bist nicht allein.

Michelle Baier

Michelle lebt für Gaming, Streamer, digitale Trends und alles, was die moderne Popkultur und Kreativwelt bewegt....