„Das ist Psychoterror“: Streamerin Zoe Matthea spricht über ihren Stalker

Seit rund zwei Jahren soll ein Mann die Streamerin Zoe Matthea verfolgen. Jetzt tauchte er erneut bei ihr auf.

Zoe Matthea 01 You Tube
Haben die Behörden versagt? | ©Zoe Matthea - Instagram

Für Zoe Matthea nahm die Reise zur Gamescom eine beunruhigende Wendung. Während eines IRL-Streams in Köln begegnete die Streamerin einem Mann, den sie als ihren Stalker bezeichnet. Laut Zoe verfolgt und kontaktiert er sie bereits seit rund zwei Jahren und soll dafür verschiedene Accounts genutzt haben.

Zoe Matthea begegnet ihrem Stalker live

Für Zoe Matthea sollte die Reise zur Gamescom eigentlich ein normales Streaming-Erlebnis werden. Doch während eines IRL-Streams in Köln bemerkte die Streamerin einen Mann, den sie als ihren Stalker identifizierte. Sie wich ihm aus und machte deutlich, dass sie sich von ihm bedroht fühlt.

Nach eigenen Angaben verfolgt der Mann sie bereits seit rund zwei Jahren. Dabei soll er sie über verschiedene Accounts kontaktiert und ihr zahlreiche Nachrichten geschickt haben. Zoe spricht von rund 100 Nachrichten, teilweise mit verstörenden Inhalten.
Sie habe bereits versucht, den Kontakt durch Blockieren und Ignorieren zu unterbinden und sich auch an die Polizei gewandt.

Besonders frustrierend sei für sie, dass sie trotz dieser Maßnahmen weiterhin mit dem Mann konfrontiert werde.
In einem von ihr veröffentlichten Schreiben soll die Polizei unter anderem erklärt haben, dass nicht ausreichend festgestellt werden könne, dass sie dem Mann eindeutig mitgeteilt habe, keinen weiteren Kontakt zu wollen. Zoe widerspricht dem und sagt, sie habe ihm genau das mehrfach mitgeteilt. Dies beweisst sie auch per Screenshot.

Unterstützung statt Schuldzuweisungen

Der Fall sorgt inzwischen auch für Diskussionen darüber, wie mit Stalking gegenüber Streamern umgegangen wird. Zoe betont dabei einen Punkt, der eigentlich selbstverständlich sein sollte: Nur weil jemand in der Öffentlichkeit steht, muss er keine unerwünschten Begegnungen oder Kontakte akzeptieren.

Gleichzeitig gibt es zahlreiche Zuschauer, die der Streamerin den Rücken stärken.
Unterstützende Reaktionen machen deutlich, dass sie nicht für das Verhalten des Mannes verantwortlich ist und ihre Grenzen respektiert werden müssen. Gerade bei einem Thema wie Stalking sei es wichtig, Betroffene ernst zu nehmen, anstatt ihnen vorzuwerfen, sie hätten die Situation selbst verursacht.

Auch die Gamescom weist ausdrücklich darauf hin, dass Belästigung und übergriffiges Verhalten nicht toleriert werden.
Besucher können sich vor Ort an die Awareness-Teams wenden, wenn sie sich unwohl fühlen oder Unterstützung benötigen.

Wer selbst von Stalking oder einer anderen Form von Gewalt betroffen ist, kann sich in Deutschland beispielsweise an den WEISSEN RING
wenden. Das Opfer-Telefon ist unter 116 006 kostenlos erreichbar. In akuter Gefahr sollte die Polizei unter 110 kontaktiert werden.


Was denkt ihr über den Fall? Schreibt es uns in die Kommentare!

Tommy-lee Venghaus

Tommy-Lee ist Medientextübersetzungsstudent und leidenschaftlicher Gamer mit einer besonderen Vorliebe für JRPGs, Anime und Medien....