Der Entwickler von Stick Run streamte und setzte dabei seine Wohnung in Brand.
Der Entwickler von Stick Run ist mit nur 30 Jahren gestorben, Behörden und Angehörige gehen von einem Suizid aus..
Mit 14 entwickelt er ein Spiel für 43 Millionen
Manuel Otto war gerade einmal 14, als er das Spiel entwickelte und 2010 auf Facebook veröffentlichte. Das Prinzip ist so simpel wie unterhaltsam: Mit einem Strichmännchen Hindernissen ausweichen, immer weiter laufen und den Highscore der Freunde schlagen. Später erschien Stick Run auch für Android und iOS.
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Aus seinem kleinen Jugend-Projekt wurde ein internationaler Erfolg. Bereits 2013 konnte Otto rund 43 Millionen Spieler weltweit vorweisen. Damals noch Schüler gab er an, etwa vier Monate in die Entwicklung investiert, aber nie von solchen Zahlen auch nur geträumt zu haben.
Selbstmord im Livestream
Am Dienstag, den 20. Oktober streamte Manuell Otto auf Twitch und schien für einige Zuschauer ein recht komisches Verhalten an den Tag zu legen. Immer wieder kamen Nachrichten wie "Are you good, bro?" auf, während er in einem schwarzen Outfit posierte.
Noch während des Livestreams soll Otto seine Dachgeschosswohnung in Breitbrunn am Chiemsee absichtlich in Brand gesetzt haben, Zuschauer verständigten Polizei und Feuerwehr, diese kamen jedoch zu spät.
Am 21. Oktober bestätigte das Team hinter Stick Run den Tod Ottos und schrieb von einem vermutlichen Suizid. Twitch erklärte, den Kanal und die Aufzeichnung schnell entfernt zu haben, um eine weitere Verbreitung zu verhindern.
Trauer in der weltweiten Gaming-Community
In den sozialen Medien bekunden Fans ihre Trauer und erinnern sich an die Zeit, die sie mit seinem Spiel verbracht haben. Auch das Stick-Run-Team betont in seinem Abschied, dass das Spiel für viele ein Stück Kindheit war: gemeinsam mit Freunden spielen, lachen und um neue Rekorde kämpfen. Die Reaktionen zeigen, wie präsent diese Erinnerungen auch Jahre später noch sind.
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Du bist nicht allein – Hilfe ist nur einen Anruf entfernt
Wenn du selbst unter Suizidgedanken leidest oder jemanden kennst, der verzweifelt ist, zögere nicht: anhaltende Suizidgedanken sind ein medizinischer Notfall und müssen sofort behandelt werden. Ruf umgehend die 112 an – du musst dafür nichts zahlen, niemand wird dir Vorwürfe machen.
Professionelle Unterstützung findest du auch bei der Telefon‑Seelsorge unter 0800‑1110111 oder 0800‑1110222.
Außerdem kannst du jederzeit online mit geschultem Fachpersonal im Chat sprechen.
Niemand muss schwere Zeiten allein durchstehen! Rede mit jemandem, dem du vertraust, und hol dir professionelle Hilfe. Es gibt immer einen Weg zurück ins Leben – und Menschen, die dich auf diesem Weg begleiten möchten.
