Ein YouTube-Kanal knackt fast 50 Milliarden Aufrufe doch hinter dem Erfolg steckt vor allem KI-Slop.
Der YouTube-Kanal Zuriki Show ist in Deutschland kaum bekannt und soll laut Topfvollgold trotzdem der meistgesehene Kanal des Landes sein. Rund 36 Millionen Abonnenten und fast 50 Milliarden Aufrufe hat der Kanal inzwischen gesammelt. Besonders bemerkenswert: Ihn gibt es erst seit 2019.
Milliarden Klicks mit KI-Videos
Betreiber des Kanals sollen ein Paar aus Moldau sein. Einen Großteil der gigantischen Reichweite generiert Zuriki Show mit Shorts, in denen kaum gesprochen wird. Dadurch funktionieren die Videos unabhängig von Sprache und können ein internationales Publikum erreichen.
Besonders auffällig sind laut Topfvollgold allerdings die zahlreichen KI-Videos. Dabei werden offenbar künstlich erzeugte Szenen mit den Reaktionen der Betreiber kombiniert. Ein Beispiel soll innerhalb eines Tages Millionen Aufrufe erzielt haben. Anschließend wurde praktisch dasselbe Konzept immer wieder veröffentlicht.
Allein ein bestimmtes Video soll innerhalb von drei Wochen 28-mal erschienen sein und dabei mehr als 114 Millionen Views gesammelt haben. Für Topfvollgold ist genau das der Kern des Erfolgs: KI-Inhalte produzieren, erfolgreiche Formate erkennen und anschließend möglichst oft wiederholen.
Damit steht Zuriki Show laut der Recherche exemplarisch für ein größeres Problem auf YouTube. Hochwertig produzierte Inhalte konkurrieren zunehmend mit billigem KI-Content, der durch seine enorme Produktionsgeschwindigkeit gewaltige Reichweiten erzielen kann.
KI-Fakes werden zur neuen Masche
Topfvollgold zeigt noch drastischere Beispiele. So soll ein komplett künstlich erzeugtes Mädchen mit Downsyndrom dazu genutzt werden, Schmuck zu verkaufen. Die Videos vermitteln den Eindruck, dass das Mädchen die Produkte selbst herstellt. Eine Recherche des Kanals Offen und Ehrlich habe laut Topfvollgold jedoch ergeben, dass der Schmuck aus China stamme und keine Handarbeit sei.
Noch perfider wird es bei künstlichen Influencerinnen. Eine vermeintliche Psychologin namens „Lisa“ spricht gezielt einsame Männer an und vermittelt ihnen das Gefühl, von ihr verstanden zu werden. Über einen Link werden anschließend kostenpflichtige, ebenfalls KI-generierte Bilder angeboten.
Auch politischer Content wird laut der Recherche auf diese Weise produziert. KI-generierte Influencerinnen werden eingesetzt, um rechte Botschaften zu verbreiten oder Produkte zu verkaufen.
Topfvollgold warnt deshalb davor, emotionalen Inhalten in sozialen Netzwerken blind zu vertrauen. Gerade wenn ein Beitrag starke Gefühle auslöst oder direkt zum Kauf auffordert, lohnt sich ein genauer Blick.
Was haltet ihr von KI-Slop auf YouTube und TikTok? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
