Ist das noch Unterhaltung oder geht das einfach viel zu weit?
Die deutschen Streamer Jordan und Semih sind für außergewöhnliche Aktionen in ihren Livestreams bekannt. Immer wieder sorgen die beiden mit ungewöhnlichen und teilweise völlig absurden Ideen für Aufmerksamkeit. Nun geht eine ihrer Aktionen jedoch vielen Zuschauern deutlich zu weit: Für einen Stream holten Jordan und Semih offenbar einen echten Elefanten in ihr Studio.
Zwar war das Tier dabei gemeinsam mit einem Tierpfleger vor Ort, doch die Aufnahmen sorgen im Netz für massive Kritik. Auch andere deutsche Streamer wie Rohat und Marli reagierten auf die Szenen und zeigten sich angesichts der Aktion sprachlos.
Echter Elefant sorgt für heftige Kritik
In dem Video ist zu sehen, wie der Elefant gemeinsam mit seinem Begleiter im Studio steht. Besonders der Zustand des Tieres sorgt bei vielen Zuschauern für Unverständnis. Der Elefant wirkt auf die Kritiker sichtlich angespannt und kann offenbar gerade so stehen ohne die Decke zu berühren.
Zwischendurch bewegt sich das Tier hin und her, "tanzt" etwas, was Jordan und Semih offenbar eher süß und unterhaltsam finden. Für viele Zuschauer ist genau das allerdings kein Grund zum Lachen. Sie stellen infrage, ob der Elefant diese Bewegungen tatsächlich freiwillig macht. Bei Elefanten können solche vermeintlichen „Tanzbewegungen“ schließlich auch das Ergebnis von Training und Dressur sein. Kritiker sehen deshalb in der Szene kein niedliches Tanzen, sondern ein Tier, das für menschliche Unterhaltung bestimmte Bewegungen gelernt haben könnte.
Hinzu kommt der Eindruck, dass das Tier im Studio sichtlich unruhig beziehungsweise gestresst ist. Einige Nutzer werfen Jordan und Semih deshalb sogar vor, mit der Aktion Tierquälerei zu unterstützen. Ob tatsächlich eine tierschutzwidrige Behandlung vorlag, lässt sich anhand der Aufnahmen allein allerdings nicht abschließend beurteilen.
"Bitte unterstützt so etwas nicht", "Das geht gar nicht", "Das arme Tier", sind nur wenige Auszüge aus TikTok-Kommentaren, wo der Clip viral ging. Die Reaktionen zeigen, wie kontrovers die Aktion aufgenommen wird. Was für Jordan und Semih offenbar als außergewöhnlicher und unterhaltsamer Moment gedacht war, löst bei anderen vor allem die Frage aus, wie weit Streamer für spektakuläre Inhalte gehen sollten.
Bleibt zu hoffen, dass die beiden künftig auf Aktionen dieser Art verzichten und bei ihren Streams stärker darauf achten, dass für Unterhaltung keine Tiere eingesetzt werden. Die Diskussion zeigt einmal mehr, dass Wildtiere wie Elefanten nicht als Attraktion für menschliche Unterhaltung herhalten sollten. Auch der Besuch von Zirkussen mit Tieren sollte deshalb kritisch hinterfragt werden. Denn am Ende sollte das Wohl der Tiere wichtiger sein als ein viraler Moment im Stream.
