Ein Sicherheitsbeamter fordert umgerechnet fast 900 Tausend Euro Schadensersatz, der Stream von August 2025 hat jetzt ein juristisches Nachspiel.
Der Sicherheitsbeamte Don White, der im letzten Jahr während des Hide-and-Seek-Streams in der „Shops at Rivercenter“-Mall in San Antonio im Einsatz war, klagt nun gegen mehrere Beteiligte, darunter Kai Cenat, Duke Dennis, AMP Entertainment sowie weitere Mitglieder der Gruppe. Die Klage beläuft sich auf über 1 Million US-Dollar Schadensersatz (entspricht ungefähr knapp unter oder um die 900.000 Euro, je nach Wechselkurs).
Der Stream, der im Rahmen des AMP-Events „30 Days of Summer“ stattfand, sorgte mit Millionen von Aufrufen für große Aufmerksamkeit. Die Gruppe hielt sich dabei in einem von NBA-Legende Tony Parker angemieteten Anwesen auf und streamte täglich in verschiedenen Teilen der Stadt.
Was ist damals im Einkaufszentrum passiert?
Im Sommer 2025 veranstaltete AMP in der „Shops at Rivercenter“-Mall in San Antonio ein groß angelegtes Hide-and-Seek-Event als Livestream. Laut Klage war der Gruppe nur erlaubt, in bestimmten Bereichen des Einkaufszentrums zu filmen. Diese Vorgaben sollen jedoch überschritten worden sein, und das Streaming wurde auch fortgesetzt, nachdem das Einkaufszentrum bereits geschlossen hatte.
Laut Behörden mussten schließlich Polizeikräfte eingreifen, nachdem Personen durch die Mall liefen und die Situation zunehmend außer Kontrolle geriet. Der Vorfall entwickelte sich dadurch zu einem größeren Einsatz am Abend des 2. August 2025.
Sicherheitsmitarbeiter erhebt schwere Vorwürfe
Der Kläger Don White gibt an, während der Auseinandersetzung von Lavoune Clarke, der als Mitglied des AMP-Security-Teams beschrieben wird, ins Gesicht geschlagen worden zu sein. White erlitt dabei Verletzungen, die eine Behandlung in der Notaufnahme erforderlich machten. Er fordert Schadensersatz für medizinische Kosten, Schmerzen und Leid sowie entgangenes Einkommen.
Duke Dennis wurde im Zuge des Polizeieinsatzes vorläufig festgenommen. Ihm wurden zunächst unter anderem Hausfriedensbruch und Widerstand bzw. Fluchtversuch vorgeworfen. Diese Anklagen wurden später jedoch im Rahmen eines sogenannten Pretrial-Diversion-Programms wieder eingestellt.
Laut Klage sollen weder Kai Cenat noch Duke Dennis selbst den Schlag ausgeführt haben. Stattdessen richtet sich der Vorwurf konkret gegen Lavoune Clarke.
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Warum richtet sich die Klage auch gegen Kai Cenat und Duke Dennis?
Die Klage argumentiert, dass die genannten Creator sowie weitere AMP-Mitglieder eine Mitverantwortung für die Gesamtsituation getragen haben sollen. Ihnen wird vorgeworfen, die Abläufe der Veranstaltung organisiert, überwacht oder nicht ausreichend kontrolliert zu haben, sodass es zu dem Vorfall kommen konnte.
Neben AMP Entertainment werden in der Klage auch weitere Personen wie Produzenten und Management-Mitglieder namentlich genannt, darunter Henry Wolf und Joshua Pujols.
Juristisch geht es damit nicht nur um den mutmaßlichen Angriff selbst, sondern auch um die Frage der Verantwortung für das gesamte Event und dessen Sicherheitskonzept.
Strafrechtliche Lage und weiterer Verlauf
Gegen Lavoune Clarke laufen laut Berichten weiterhin strafrechtliche Verfahren. Ihm werden unter anderem mehrere Assault-Anklagen vorgeworfen, darunter Angriffe auf einen Sicherheitsmitarbeiter sowie auf Polizeibeamte.
Die Klage ist damit ein weiteres Kapitel in einem Vorfall, der die Beteiligten bereits seit fast einem Jahr beschäftigt. Ein gerichtliches Urteil steht bislang noch aus. Sollten Content Creator für solche Live-Events rechtlich stärker zur Verantwortung gezogen werden? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.
