Manche sind geschockt über den Move von EPIC Games, manche eher weniger.
Bei Epic Games geht’s aktuell richtig rund – und leider nicht im positiven Sinne. Das Studio hinter dem Mega-Hit Fortnite steckt mitten in einer der größten Umstrukturierungen seiner Geschichte. Über 1000 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs, gleichzeitig werden drei Fortnite-Spielmodi dauerhaft abgeschaltet. Für viele Fans wirkt das wie ein krasser Einschnitt in eine eigentlich stabile Gaming-Welt.
Epic Games unter Druck
Der Grund dahinter ist vor allem wirtschaftlicher Druck. Epic verdient zwar weiterhin enorm viel Geld, aber die Ausgaben sind laut Unternehmensführung inzwischen höher als die Einnahmen. Besonders Fortnite soll seit 2025 spürbar weniger Aktivität und Umsatz generieren. Spieler verbringen im Schnitt weniger Zeit im Game als noch zuvor – ein Trend, der sich laut Marktanalysen deutlich zeigt und sich direkt auf die Einnahmen auswirkt.
Epic reagiert jetzt mit einem harten Sparkurs: Neben dem massiven Stellenabbau sollen auch Marketingbudgets, externe Verträge und offene Positionen gestrichen oder reduziert werden. Insgesamt will das Unternehmen so über 500 Millionen US-Dollar einsparen. Das Ziel: wieder finanziell stabil werden und gleichzeitig genug Ressourcen für neue Projekte behalten.
CEO Tim Sweeney betont dabei, dass die Maßnahmen nichts mit künstlicher Intelligenz zu tun haben – ein Thema, das in der Gaming-Branche aktuell oft für Diskussionen sorgt. Stattdessen wolle Epic sich wieder stärker auf „große Fortnite-Erlebnisse“ konzentrieren: neue Seasons, Story-Updates, Live-Events und langfristig auch die Weiterentwicklung der Unreal Engine-Technologie.
Für die betroffenen Mitarbeiter gibt es immerhin Abfederung: Abfindungen, mehrere Monate Gehalt, verlängerte Aktienoptionen und sogar weiterlaufende Gesundheitsleistungen in bestimmten Regionen. Trotzdem bleibt der Einschnitt für viele hart – vor allem, weil es nicht die erste große Entlassungswelle bei Epic ist.
Community reagiert auf Epic-Umbruch
Auch die Community und Szene reagieren gemischt. Streamer wie Elias Nerlich, unser 5-facher GOTY, zeigten sich in seinem Livestream nicht überrascht über die Entwicklungen in der Branche und meinten, dass ähnliche Probleme auch andere große Publisher wie EA Sports FC in Zukunft treffen könnten, falls dort nicht ein, zwei Dinge am Spiel angepasst werden. Und Eli würde sich freiwillig melden, um ihnen dabei unter die Arme zu greifen!
Gleichzeitig wird online in der Community viel darüber diskutiert, ob Fortnite selbst zu teuer oder zu „überladen“ geworden ist. Gerade durch hohe Betriebskosten für Creator-Content und Ingame-Systeme, etwa die Finanzierung von Streamer-Maps wie bei Rezon, entstehen schnell Kosten in Höhe von hunderttausenden Euro.
Selbst riesige Games wie Fortnite sind nicht unantastbar. Die Branche steht gerade insgesamt unter Druck – steigende Kosten, härterer Wettbewerb und verändertes Spielverhalten der Community sorgen dafür, dass selbst Giganten wie Epic Games ihre Strategie komplett neu denken müssen. Ob noch weitere, ähnliche Dinge in der Richtung passieren werden? Was sagst du dazu? Schreib es uns in die Kommentare.